Bachelorarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Millennium-Entwicklungsziele
2.1 Die Inhalte der Millennium-Entwicklungsziele
2.2 Zur Entwicklung der Entwicklungsziele
2.3 Zur Bedeutung der Millennium-Entwicklungsziele
2.4 Allgemeine Auswertung des Gesamtkatalogs der MDG
2.4.1 Zum inhaltlichen Gehalt der MDG
2.4.2 Zur Bedeutung des Neokolonialismus
3 Das zweite Millennium-Entwicklungsziel: Primarschulbildung für alle
3.1 Das MDG 2 - Ein alter Hut?
3.2 Zur Umsetzung des MDG 2
3.3 Exkurs: Was ist unter Entwicklung zu verstehen?
3.4 Kritik am MDG 2
4 Westliche Bildungsvorstellungen
4.1 Die Bedeutung der Grundschulbildung in Deutschland am Beispiel des Bundeslandes Bayern
4.2 Die westliche Realität von Grundschulbildung
5 Zur Bedeutung von Bildung in Ländern südlich der Sahara
5.1 Bildung im präkolonialen Afrika
5.2 Das Bildungswesen zur Zeit des Kolonialismus
5.3 Die Bildungssysteme der postkolonialen Ära
6 Der Versuch eines Vergleichs: Kommt es zu einer Begegnung von konträren Bildungsvorstellungen?
7 Tansania
7.1 Zur historischen Entwicklung des Landes
7.2 Die politische Situation
7.3 Das Bildungssystem Tansanias
8 Morogoro
8.1 Grundschulen in Morogoro
8.2 Fakten zur Realisation des MDG 2 in Morogoro
9 Bildungsvorstellungen und -visionen aus Tansania
9.1 Die Vorgehensweise
9.2 Die Zielgruppe
9.3 Auswertung der Ergebnisse
9.3.1 Fragen zu den Bildungsvorstellungen
9.3.2 Fragen zur Grundschulbildung
9.3.3 Fragen zum zweiten Millennium-Entwicklungsziel
10 Bestehende Hindernisse auf dem Weg zu „Education for All“
11 Perspektiven für die Soziale Arbeit
11.1 Perspektiven für die SozialarbeiterInnen in Morogoro
11.1.1 Grundsätzliche Aufgabenfelder der Sozialarbeit in Afrika
11.1.2 Gestaltung der Realität der Sozialarbeit an der Basis
11.2 Mögliche Arbeitsgebiete zur Umsetzung des MDG 2 für die SozialarbeiterInnen in Morogoro
11.2.1 Die Basisannahmen: Die Theorie des gelingenden Lebens und die Theorie der menschlichen Entwicklung
11.2.2 Entwicklungspolitische und aufklärerische Bildungsarbeit
11.3 Perspektiven für die Soziale Arbeit im Rahmen ihrer Betätigung in internationalen Zusammenhängen
12 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das zweite Millennium-Entwicklungsziel „Primarschulbildung für alle“ kritisch aus sozialarbeiterischer Perspektive, mit einem Fokus auf die Umsetzung in der tansanischen Stadt Morogoro und einem Vergleich zu westlichen Bildungsvorstellungen.
1 Einleitung
„Die MDG sind in aller (entwicklungspolitischer) Munde und das Nonplusultra jeglichen nicht-staatlichen wie staatlichen entwicklungspolitischen Engagements.“ (Bendix 2010: 26) Die Millennium-Entwicklungsziele haben daher insofern eine große gesellschaftliche Relevanz, als sie absolut präsent in der entwicklungspolitischen Szene des 21. Jahrhunderts sind und das Leben von über einer Milliarde Menschen betrifft, die in den sogenannten Entwicklungsländern leben. Demgegenüber nehmen entwicklungspolitische Themen bzw. Aufgaben der Sozialen Arbeit im internationalen Kontext im Studium der Sozialen Arbeit bisher wenig Raum ein.
In dieser Bachelorarbeit wird der Fokus auf das Zweite der acht Millennium-Entwicklungsziele gelegt und trägt daher auch den folgenden Titel: „Primarschulbildung für alle“ als Entwicklungsziel für die Welt bis 2015 – Eine Bildungsvision des Westens? Zur Realisierung dieses Ziels in Morogoro aus sozialarbeiterischer Sicht. Das Thema ist also insofern eingegrenzt, als es sich auf die Untersuchung der Umsetzung des zweiten Millennium-Entwicklungsziels auf eine Stadt in Tansania bezieht und somit ein festgelegter Rahmen gegeben ist, in dem die Realisation dieses Entwicklungsziels überprüft werden kann. Die Fragestellung ist vor allem deswegen von Bedeutung, weil aufgrund dieses ehrgeizigen Ziels zu prüfen gilt, inwieweit eine solche Vision innerhalb eines Zeitrahmens von 15 Jahren (2000 bis 2015) überhaupt zu verwirklichen ist. Ferner ist zu fragen, ob der Inhalt des zweiten Millenniumziels adäquat ist, um auf die Bedürfnisse der Menschen in armen Ländern zu reagieren, respektive es von den Menschen vor Ort überhaupt gewünscht ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Millennium-Entwicklungsziele ein und definiert den Fokus auf die Grundschulbildung in Tansania unter Berücksichtigung der Sozialen Arbeit.
2 Die Millennium-Entwicklungsziele: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Inhalte und Hintergründe der acht Millennium-Entwicklungsziele sowie die Rolle internationaler Organisationen.
3 Das zweite Millennium-Entwicklungsziel: Primarschulbildung für alle: Hier wird das MDG 2 detailliert betrachtet, dessen historische Einordnung hinterfragt und der Stand der Umsetzung sowie Kritikpunkte diskutiert.
4 Westliche Bildungsvorstellungen: Die Bedeutung und Zielsetzung von Grundschulbildung werden am Beispiel Bayerns und Großbritanniens als Repräsentanten des Westens analysiert.
5 Zur Bedeutung von Bildung in Ländern südlich der Sahara: Das Kapitel bietet eine historische Analyse der Bildungskontexte in Afrika, vom präkolonialen Zustand über die Kolonialzeit bis zur postkolonialen Ära.
6 Der Versuch eines Vergleichs: Kommt es zu einer Begegnung von konträren Bildungsvorstellungen?: Hier werden die Ergebnisse der Bildungskonzepte gegenübergestellt, um potenzielle Harmonisierungen oder Unterschiede aufzuzeigen.
7 Tansania: Dieses Kapitel liefert den sozio-politischen Kontext Tansanias mit Fokus auf die historische Entwicklung, die politische Lage und das Bildungssystem.
8 Morogoro: Es werden spezifische Daten zu den Grundschulen und dem Stand der Realisierung des MDG 2 in der Stadt Morogoro präsentiert.
9 Bildungsvorstellungen und -visionen aus Tansania: Dieses Kapitel wertet die empirische Untersuchung aus, einschließlich der Befragungen von Lehrkräften und Eltern zur Bedeutung von Bildung.
10 Bestehende Hindernisse auf dem Weg zu „Education for All“: Hier werden die zentralen Faktoren zusammengefasst, die einer erfolgreichen Umsetzung der Bildungsziele in Morogoro im Wege stehen.
11 Perspektiven für die Soziale Arbeit: Abschließend werden Strategien und Aufgaben für SozialarbeiterInnen entwickelt, insbesondere im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
12 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Arbeit in internationalen Kontexten.
Millennium-Entwicklungsziele, MDG 2, Primarschulbildung, Tansania, Morogoro, Soziale Arbeit, Entwicklungspolitik, Grundschulbildung, Bildungsvorstellungen, Education for All, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, Empowerment, Bildungsarbeit, Partizipation.
Die Arbeit untersucht das zweite Millennium-Entwicklungsziel („Primarschulbildung für alle“) kritisch aus der Sicht der Sozialen Arbeit, wobei der Schwerpunkt auf der Umsetzung in der tansanischen Stadt Morogoro liegt.
Die Arbeit umfasst die Analyse globaler Entwicklungsziele, den Vergleich westlicher und tansanischer Bildungsvorstellungen, die sozio-ökonomische Situation in Morogoro sowie die Potenziale der Sozialen Arbeit zur Bildungsförderung.
Die Arbeit hinterfragt, inwieweit das ehrgeizige Ziel der weltweiten Primarschulbildung bis 2015 realisierbar ist und welchen Beitrag die Soziale Arbeit in Morogoro leisten kann, um Hindernisse zu überwinden.
Die Autorin führte eine Literaturanalyse durch und kombinierte diese mit einer empirischen Untersuchung vor Ort, inklusive Fragebögen an Schulleitungen und Eltern sowie Interviews mit Sozialarbeitern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der MDG und Bildungskonzepte sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse aus der Region Morogoro.
Die wichtigsten Schlagworte sind Millennium-Entwicklungsziele, Bildung, Soziale Arbeit, Tansania, Morogoro, Armutsbekämpfung und Empowerment.
Zu den zentralen Hindernissen zählen materielle Armut, mangelndes Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung, schlechte Schulqualität, fehlende wirtschaftliche Perspektiven und unzureichendes staatliches Engagement.
SozialarbeiterInnen werden als Akteure gesehen, die durch entwicklungspolitische und aufklärerische Bildungsarbeit das Bewusstsein fördern und Menschen befähigen können, ihre Rechte wahrzunehmen und Bildung als Instrument zur Armutsreduktion zu nutzen.
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