Bachelorarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das zweite Millennium-Entwicklungsziel „Primarschulbildung für alle“ und seine vielfältigen Implikationen. Dabei wird insbesondere eine kritische Betrachtung dieses Ziels und die Suche nach möglichen Widersprüchlichkeiten zwischen den Bildungsvorstellungen der westlichen Industrieländer und denen, die in Tansania, respektive in Morogoro vorherrschen, vorgenommen. Des Weiteren wird ein Handlungsansatz für die Sozialarbeit vor Ort vorgestellt, der einen Beitrag zur Verwirklichung der Grundschulbildung für alle leisten kann.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema anhand der Darstellung und des Zustandekommens der acht Millennium-Entwicklungsziele. Sie beleuchtet das Zweite dieser Ziele ausführlich und zeigt, nachdem die Bildungsvorstellungen der westlichen Länder anhand des Grundschulunterrichts in Bayern und Großbritannien beschrieben wurden, die Bedeutung von Bildung in Ländern südlich der Sahara auf. Anhand dieser Ergebnisse wird ein Vergleich zwischen den westlichen und südlichen Bildungsvorstellungen vorgenommen.
Im Verlauf werden Länderinformationen zu Tansania und der Stadt Morogoro im Speziellen aufbereitet, um sodann die Auswertung der dort durchgeführten empirischen Sozialforschung darzustellen. Die Forschungsergebnisse leiten, nachdem die bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur Erreichung des zweiten Millenniumziels in Morogoro skizziert wurden, zu den Perspektiven der Sozialarbeit über.
Abschließend wird daher, nach einer Darstellung der Arbeitsweisen der Sozialarbeit in Afrika, ein möglicher Beitrag der Sozialen Arbeit für die Erreichung des zweiten Millennium-Entwicklungsziels eingebracht und diskutiert.
Primarschulbildung, Millennium-Entwicklungsziele, Bildungsvorstellungen, Tansania, Morogoro, Sozialarbeit, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung für alle, Entwicklungspolitik, Neokolonialismus.
Das Ziel MDG 2 lautet „Primarschulbildung für alle“. Es sieht vor, dass bis zum Jahr 2015 alle Kinder weltweit eine vollständige Grundschulbildung abschließen können.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass MDG 2 keine rein westliche Vision ist, da sich die Bildungsvorstellungen westlicher und südlicher Länder (wie Tansania) nicht konträr gegenüberstehen, sondern ähnliche Ziele verfolgen.
Trotz großer Fortschritte verhindern Faktoren wie Armut, mangelnde Infrastruktur und fehlende politische Rahmenbedingungen die vollständige Umsetzung des Ziels „Education for All“.
Soziale Arbeit kann durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Aufklärung an der Basis und die Förderung gesellschaftlicher Prozesse zur Wohlstandssteigerung beitragen.
Die Arbeit beleuchtet die Geschichte der Bildung südlich der Sahara, von traditionellen Lernformen über das koloniale Schulwesen bis hin zu den heutigen postkolonialen Bildungssystemen.
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