Examensarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 1,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1 Begriffsbestimmung
1.2 Geschichte des bilingualen Unterrichts
1.3 Notwendigkeit und Ziele bilingualen Unterrichts
1.4 Formen bilingualen Unterrichts in Deutschland
1.5 Gegenwärtige Situation und Lehrerausbildung
1.6 Probleme bilingualen Unterrichts
1.7 Sachfachliches und sprachliches Lernen im bilingualen Unterricht
2. Bilingualer Sportunterricht
2.1 Struktur des Sportunterrichts und dessen Besonderheiten
2.2 Ziele im Sportunterricht
2.3 Ziele im bilingualen Sportunterricht
2.4 Möglichkeiten sprachlichen Lernens im bilingualen Sportunterricht
3. Unterricht an der Raichberg Realschule Ebersbach
3.1 Beschreibung der Situation und Rahmenbedingungen
3.2 Themenwahl und Begründung
3.3 Erste Unterrichtseinheit: Basketball
3.4. Zweite Unterrichtseinheit: Bodenturnen
3.5 Auswertung der Fragebögen
3.6. Vergleich mit einer vierten Klasse mit Grundschulenglisch
3.7 Dritte Unterrichtseinheit: Basketball
3.8 Auswertung der Fragebögen
4. Schlussfolgerungen und Fazit
4.1 Zur Notwendigkeit einer Vorlaufphase
4.2 Zur Eignung des Sportunterrichts als bilinguales Unterrichtsfach
4.3 Schwierigkeiten bei der Durchführung bilingualen Sportunterrichts
4.4 Modularisierung oder durchgängiger bilingualer Unterricht?
4.5 Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des bilingualen Sportunterrichts an Sekundarstufen, um zu erörtern, ob sich das Fach Sport als Einstiegsfach für bilinguale Lehrmodelle eignet und ob eine sprachliche Vorlaufphase zwingend erforderlich ist.
3.3 Erste Unterrichtseinheit: Basketball
Zu Beginn des Unterrichts erwartete ich seitens der Schüler eine gewisse Hemmschwelle im Sportunterricht Englisch zu sprechen. Um diese Hürde zu überwinden und um den weiteren Verlauf des Unterrichts zu vereinfachen entschied ich mich dafür, die Schüler zu Beginn der Stunde einzeln zu mir kommen zu lassen. Dabei fragte ich die Schüler nach ihrem Namen („What is your name?“). Dieser wurde auf kleine Namenskärtchen geschrieben, die die Schüler an ihrer Kleidung befestigen konnten. Die Namen der Schüler zu kennen ist wichtig, um einzelne Schüler im Verlauf der Stunden direkt rufen zu können, außerdem waren die Schüler durch diese Maßnahme gleich dazu „gezwungen“ selbst Englisch zu sprechen ( „My name is…“).
Bei der Wahl der Aufwärmübungen war mir wichtig, dass die Schüler auch hier nicht nur körperlich sondern auch sprachlich aktiv werden. Ich wollte die Situation dabei jedoch möglichst einfach gestalten und somit entschied ich mich das Spiel „Fischer, Fischer, welche Fahne weht heute?“ etwas zu modifizieren um es auf Englisch spielen zu können. Zunächst wurde das Spiel mit dem Namen „fisherman, fisherman, what is the color of the fish?“ vorgestellt und die Regeln des Spiels erklärt. Dass diese auch verstanden wurden lässt sich unweigerlich daraus schließen, dass es beim Spielen keinerlei Unklarheiten oder Probleme gab. Es ist durchaus möglich, dass die Schüler das Prinzip des Spiels schon kannten und es ihnen daher besonders leicht fiel, die Regeln zu verstehen. An der folgenden Transkription möchte ich exemplarisch veranschaulichen, dass die Schüler offensichtlich keine Verständnisprobleme hatten.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Entwicklung des bilingualen Sachfachunterrichts und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Eignung des Sportunterrichts.
2. Bilingualer Sportunterricht: Dieses Kapitel erörtert die spezifischen strukturellen Besonderheiten des Sportunterrichts und verknüpft die fachspezifischen Ziele mit den Anforderungen bilingualer Konzepte.
3. Unterricht an der Raichberg Realschule Ebersbach: Der Hauptteil beschreibt die Durchführung praktischer Unterrichtseinheiten in verschiedenen Sportarten und die begleitende empirische Auswertung mittels Fragebögen.
4. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Notwendigkeit einer Vorlaufphase kritisch und gibt Empfehlungen für die Gestaltung bilingualen Sportunterrichts.
Bilingualer Unterricht, Sachfachunterricht, Sportunterricht, Englisch als Arbeitssprache, CLIL, Sprachlernkonzepte, Total Physical Response, Motivationsforschung, Fremdsprachenkompetenz, Handlungsfähigkeit, Sekundarstufe, Interkulturelles Lernen, Unterrichtspraxis, Lernstrategien, Mehrsprachigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Bedingungen das Fach Sport als bilinguales Unterrichtsfach an Realschulen umgesetzt werden kann.
Im Zentrum stehen die didaktischen Prinzipien des bilingualen Lehrens, die Besonderheiten des Sportunterrichts und die Analyse konkreter Unterrichtserfahrungen.
Das Ziel ist zu klären, ob der Sportunterricht durch seine Anschaulichkeit besonders geeignet für einen bilingualen Ansatz ist und ob dafür eine spezielle sprachliche Vorlaufphase nötig ist.
Der Autor nutzte eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Aktionsforschung mittels Videoaufzeichnung und Fragebogenauswertung.
Der Hauptteil dokumentiert praktische Unterrichtseinheiten in Basketball und Bodenturnen, bei denen die Kommunikation vollständig auf Englisch stattfand.
Wichtige Begriffe sind Bilingualer Sportunterricht, Sachfachlernen, Sprachauthentizität, Total Physical Response und Schülermotivation.
Der Autor stellt fest, dass Basketball aufgrund der kulturellen Nähe zum Englischen einfacher ist, während Bodenturnen eine größere Herausforderung darstellt, da das Vokabular völlig neu erlernt werden muss.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der hohen Anschaulichkeit und der praktischen Handlungsbezüge des Sportunterrichts auch Schüler mit schlechteren Noten erfolgreich teilnehmen können.
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