Bachelorarbeit, 2011
102 Seiten, Note: 1,3
1. Untersuchungsgegenstand
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung
2. Das Modell Transfergesellschaft
2.1 Aufgaben und Maßnahmen der Transfergesellschaft
2.2 Ziele der Transfergesellschaft
2.3 Interne oder externe Durchführung der Transfergesellschaft
2.4 Arbeitsrechtliche Aspekte
2.4.1 Einvernehmlichkeit des Wechsels und Technik des Übergangs
2.4.2 Betriebsübergang gemäß § 613a BGB
2.4.3 Befristung und Gestaltung der Arbeitsverträge
2.5 Sozialversicherungsrechtliche Aspekte
2.6 Kosten der Transfergesellschaft
2.7 Finanzierung
2.7.1 Voraussetzung der Förderung der Teilnahme an Transfermaßnahmen gemäß § 216a SGB III
2.7.1.1 Betriebsänderung und Bedrohung von Arbeitslosigkeit
2.7.1.2 Durchführung durch einen Dritten mit Qualitätssicherungssystem
2.7.1.3 Eingliederungszweck und Sicherung der Durchführung
2.7.2 Voraussetzungen für den Erhalt von Transferkurzarbeitergeld gemäß § 216b SGB III
2.7.2.1 Dauerhafter unvermeidbarer Arbeitsausfall mit Entgeltausfall
2.7.2.2 Betriebliche Voraussetzungen
2.7.2.3 Persönliche Voraussetzungen
2.7.2.4 Anzeigepflicht
2.7.3 Sonstige Förderungsmöglichkeiten
3. Ermittlung der Erfolgsfaktoren
3.1 Transfergesellschaft im Ballungsraum
3.1.1 Zusammenfassung der Mitarbeiter der Transfergesellschaft
3.1.2 Durchgeführte Qualifikationsmaßnahmen und Beratungsmaßnahmen
3.1.3 Vermittlungsinstrumente und Vermittlungsergebnisse
3.1.4 Zwischenfazit
3.2 Transfergesellschaft im Einzugsgebiet
3.2.1 Zusammenfassung der Mitarbeiter der Transfergesellschaft
3.2.2 Durchgeführte Qualifikationsmaßnahmen und Beratungsmaßnahmen
3.2.3 Vermittlungsinstrumente und Vermittlungsergebnisse
3.2.4 Zwischenfazit
3.3 Transfergesellschaft in strukturschwachen Gebiet
3.3.1 Zusammenfassung der Mitarbeiter der Transfergesellschaft
3.3.2 Durchgeführte Qualifizierungsmaßnahmen und Beratungsmaßnahmen
3.3.3 Vermittlungsinstrumente und Vermittlungsergebnisse
3.3.4 Zwischenfazit
4. Auswertung und Gegenüberstellung der Ergebnisse
5. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelor Thesis untersucht die Erfolgsfaktoren von Transfergesellschaften innerhalb der Metallindustrie. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse verschiedener Transfergesellschaften (im Ballungsraum, Einzugsgebiet und strukturschwachen Gebiet) aufzuzeigen, welche Maßnahmen und Rahmenbedingungen die Vermittlungschancen von Mitarbeitern in Übergangssituationen am effektivsten steigern.
2.1 Aufgaben und Maßnahmen der Transfergesellschaft
Die Transfergesellschaft hat in erster Linie die Aufgabe, Transfermitarbeiter, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, durch den Einsatz von z.B. Qualifizierungs- u. Beratungsmaßnahmen so zu unterstützen, dass sie von ihrem bisherigen Arbeitsplatz direkt in ein neues Beschäftigungsverhältnis wechseln können. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituation der Transfermitarbeiter lassen sich weitere Aufgabenbereiche der Transfergesellschaft identifizieren, wie z.B. die Bewältigung des Trennungsprozesses, die berufliche Standortbestimmung und das Erschließen des Arbeitsmarktes.
Die Maßnahmen sind auf die Verbesserung der Vermittlungsaussichten der Transfermitarbeiter ausgerichtet (§ 216b Abs.6 SGB III). Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituation der Transfermitarbeiter müssen die Maßnahmen den individuellen Bedürfnissen der Transfermitarbeiter angepasst sein. Einigen Transfermitarbeiter wird eine Direktvermittlung durch Stellenakquisition und Vermittlungsunterstützung ausreichen. Bei anderen Transfermitarbeitern muss der Schwerpunkt die Herstellung der Vermittlungsfähigkeit sein d.h., es muss auf die Mobilitätsbereitschaft der Betroffenen eingewirkt und ihre Qualifizierung verbessert werden. Aus diesem Grund kann der Maßnahmenkatalog einer Transfergesellschaft u.a. folgende Punkte enthalten: Profiling, Workshops, Einzelberatung, Jobcenter, Qualifizierung und Einzelmaßnahmen.
Gemäß § 216b Abs.4 Nr.4 SGB III muss der Arbeitnehmer vor dem Eintritt in die Transfergesellschaft an einer arbeitsmarktlich zweckmäßigen Maßnahme zur Feststellung der Eingliederungsaussichten (Profiling) teilnehmen. Nach Auffassung des Gesetzgebers dient das Profiling zur Aktivierung der Arbeitnehmer und zur Vorbereitung der Transfergesellschaft. Aus Arbeitnehmersicht hat das Profiling das Ziel, die für die Vermittlung am Arbeitsmarkt notwendigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen zu bestimmen und festzuhalten, um daraus die Vermittlungsaussichten ableiten zu können.
1. Untersuchungsgegenstand: Einführung in die historische Entwicklung der Sozialpläne und Beschäftigungspläne sowie Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Das Modell Transfergesellschaft: Detaillierte Erläuterung der Aufgaben, rechtlichen Rahmenbedingungen, Kostenstrukturen und Finanzierungsmöglichkeiten von Transfergesellschaften.
3. Ermittlung der Erfolgsfaktoren: Empirische Untersuchung der Erfolgsfaktoren anhand von Transfergesellschaften in verschiedenen regionalen Wirtschaftsräumen.
4. Auswertung und Gegenüberstellung der Ergebnisse: Zusammenfassung und kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse im Vergleich zu allgemeinen Studien.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Betrachtung der identifizierten Erfolgsfaktoren und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Beschäftigtentransfer.
Transfergesellschaft, Metallindustrie, Personalabbau, Arbeitslosigkeit, Qualifizierung, Profiling, Vermittlung, Transferkurzarbeitergeld, Arbeitsmarktpolitik, Sozialplan, Beschäftigungssicherung, Strukturwandel, Beratungsmaßnahmen, Beschäftigtentransfer, Erfolgsfaktoren.
Die Arbeit analysiert das Instrument der Transfergesellschaft als arbeitsmarktpolitisches Mittel zur sozialverträglichen Bewältigung von Personalabbaumaßnahmen in der deutschen Metallindustrie.
Die zentralen Themen umfassen rechtliche Aspekte (Arbeits- und Sozialrecht), Finanzierungsfragen durch öffentliche Mittel sowie die praktische Umsetzung von Vermittlungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.
Das Hauptziel ist die Identifikation von Erfolgsfaktoren, die maßgeblich dazu beitragen, betroffene Mitarbeiter aus einer Transfergesellschaft erfolgreich in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.
Der Autor führt standardisierte schriftliche Befragungen bei Trägern von Transfergesellschaften durch, um Daten zu Alters- und Ausbildungsstrukturen sowie zu durchgeführten Maßnahmen und Vermittlungserfolgen zu vergleichen.
Im Hauptteil werden das Modell der Transfergesellschaft theoretisch hergeleitet und anschließend drei spezifische Fallbeispiele (Ballungsraum, Einzugsgebiet, strukturschwaches Gebiet) detailliert analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Transfergesellschaft, Qualifizierung, Vermittlungsquote, Transferkurzarbeitergeld und Profilstruktur.
Das Profiling dient der Identifikation individueller Stärken und Schwächen. Die Untersuchung zeigt, dass die Profilstruktur (Ausbildungs- und Altersstruktur) ein kritischer Erfolgsfaktor für die Vermittelbarkeit ist.
Der Autor stuft das Bewerbungstraining als wichtigen Erfolgsfaktor ein, da es das Selbstvertrauen der Mitarbeiter stärkt und die Eigeninitiative im Bewerbungsprozess signifikant erhöht.
Die Arbeit verdeutlicht, dass regionale Faktoren und die damit verbundene Mobilität der Mitarbeiter einen direkten Einfluss auf die Vermittlungsquote haben, wobei Ballungsräume tendenziell höhere Flexibilitäten aufweisen.
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