Magisterarbeit, 2009
124 Seiten, Note: 1,3
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Ein Unterrichtskonzept im Schnittpunkt zwischen sachkundlichen und künstlerisch-ästhetischen Lernzielen.
3.1 Der Unterrichtsgegenstand recycelbarer Abfall
3.1.1 Abfall und Recycling als gesellschaftliches Phänomen
3.1.2 Abfall und Recycling in der Kunst
3.1.3 Abfall und Recycling im Unterrichtsprojekt
3.2 Nachhaltiges ökologisches Denken als pädagogische Perspektive
3.2.1 Der Bildungsplan von 2004
3.2.2 Fachliche Perspektive Sachkunde
3.2.3 Fachliche Perspektive Bildende Kunst
3.2.4 Perspektive Werteerziehung
3.3 Spezifische kunstpädagogische Potentiale
3.3.1 Ästhetische Erfahrung als eigener Erkenntnisweg
3.3.2 Ästhetisch-künstlerische Unterrichtsarbeit als emotionale Verstärkung von Erkennen und Bewerten
3.4 Das Projekt an der Rollhof-Grundschule Schwäbisch Hall
3.4.1 Konkrete Situation und Planung vor Ort
3.4.2 Phasen des Projektes
3.4.3 Die Durchführung des Projekts
4. Ein Forschungsprojekt zur Nachhaltigkeit
4.1 Die Vorstudie
4.1.1 Vergleichbare Phasen im Projekt der Vorstudie
4.1.2 Die wichtigsten Ergebnisse der Datenauswertung der Vorstudie
4.2 Das Forschungsdesign
4.2.1 Herausforderungen für das Forschungsprojekt
4.2.2 Der Forschungsgegenstand
4.2.3 Die Methoden der Datenerhebung
4.3 Die Ergebnisse der Datenerhebung
4.3.1 Techniken für die Auswertung der Daten
4.3.2 Die Daten des Fragebogens
4.3.3 Die Daten der Interviews
5. Auswertung der Daten aus dem Unterrichtsprojekt
5.1 Zur Kategorie Denken
5.2 Zur Kategorie Wissen
5.3 Zur Kategorie Fühlen
5.4 Schlussfolgerungen
5.5 Zusammenfassung
Diese Arbeit erforscht, inwieweit Nachhaltigkeit durch ästhetische und künstlerische Auseinandersetzung in der Grundschule effektiver vermittelt werden kann, um Lerninhalte der Sachkunde durch Kunstpädagogik zu verstärken.
Tony Cragg
„Tony Cragg´s Entwicklung verläuft im Materialgebrauch seiner Arbeiten von der Kombination, Collagierung und Mosaiktechnik hin zu einem zunehmend surreal verschmelzenden Charakter, in dem auch heterogene Materialkombinationen zu einer organisch geschlossenen Form zusammenschmelzen. Dieser Verschmelzungsprozess geht seinen Weg über die Homogenisierung der Objektmischung – wie Atome in einer Molekülkette.
Cragg´s Arbeiten bewegen sich auf einem „schmalen Grad zwischen Industrie und Natur“. Sein Material ist überwiegend aus dem Ausschuss bzw. der Produktion industrieller Güterherstellung entnommen oder aus dem Sperrmüllcontainer. Ursprünglich war Cragg Biochemie-Laborant. Inspiriert haben ihn die Concept- und Minimal-Art. Von diesen beiden Ausgangspunkten und der Materialwahl leitet sich sein schlichter, phänomenologischer Materialumgang ab.
So entwirft Cragg mit Hilfe visueller Poesie eine „konsequente Phantasie“, die zu sinngeladenen Assoziationen inspiriert. Durch seine klare Materialstrukturierung, besonders durch Elementreihung und Homogenisierung erzeugt er den Eindruck des Essentiellen und des Erhabenen. Von seiner ästhetischen Tätigkeit fordert Cragg ein Durchdringen und Begreifen seiner Existenz.
Um zu neuen Materialaussagen – einer erweiterten Ästhetik – zu gelangen, benutzt Cragg die Möglichkeit einer „Selbstprovokation“ mit der Frage, wie abgewertetes Material „sinnliche, intelligente, erotische oder politische Bedeutungen tragen“ kann. Dabei kann es dann passieren, dass ein Material gleichzeitig als hässlich und auch als schön empfunden wird. Diese Indifferenz des Materials trägt die dynamische Spannung, die durch Diskussionen, Assoziationsprozesse und differenzierte Empfindungen den Reiz der Arbeiten fördert. Innovation besteht darin, kompakte Bauteile (Atome, Backsteine, Legosteine) aus ihrer konventionellen Bedeutung zu befreien oder ihre Funktionen gegeneinander auszutauschen. Besondere Bedeutung besitzt die Oberflächenveränderung. Sie produziert neue, haptisch-visuelle Information über die Materialität und folgt Craggs Intention.“
1. Vorwort: Der Autor beschreibt den langen Weg von theoretischen Überlegungen bis zur Durchführung dieser Studie und dankt den beteiligten Personen.
2. Einleitung: Es wird die Notwendigkeit erläutert, Nachhaltigkeit als Kernkompetenz in der Primarstufe durch neue, kunstpädagogische Konzepte zu fördern.
3. Ein Unterrichtsprojekt im Schnittpunkt zwischen sachkundlichen und künstlerisch-ästhetischen Lernzielen.: Einführung in ein fächerübergreifendes Konzept, das Nachhaltigkeit durch künstlerische Tätigkeit mit Abfallmaterialien erfahrbar macht.
3.1 Der Unterrichtsgegenstand recycelbarer Abfall: Analyse von Abfall und Recycling als gesellschaftliches Thema sowie dessen Relevanz in der Kunst und im Unterricht.
3.2 Nachhaltiges ökologisches Denken als pädagogische Perspektive: Einbettung des Projekts in den Bildungsplan 2004 und pädagogische Modelle wie das Konzept der Gestaltungskompetenz.
3.3 Spezifische kunstpädagogische Potentiale: Untersuchung der Bedeutung ästhetischer Erfahrung als Erkenntnisweg und emotionaler Verstärker.
3.4 Das Projekt an der Rollhof-Grundschule Schwäbisch Hall: Konkrete Beschreibung der Planung, der Projektphasen und der Durchführung an der Schule.
4. Ein Forschungsprojekt zur Nachhaltigkeit: Darstellung der Vorstudie, des Forschungsdesigns und der angewandten Methoden zur Datenerhebung.
4.1 Die Vorstudie: Rückblick auf frühere Testläufe und deren Einfluss auf das jetzige Konzept.
4.2 Das Forschungsdesign: Erörterung der Herausforderungen und der methodischen Triangulation des Forschungsvorhabens.
4.3 Die Ergebnisse der Datenerhebung: Dokumentation der Auswertungstechniken und der erhobenen Daten aus Fragebögen und Interviews.
5. Auswertung der Daten aus dem Unterrichtsprojekt: Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Kategorien Denken, Wissen und Fühlen.
5.1 Zur Kategorie Denken: Analyse der Veränderungen im Denken der Schüler bezüglich der Wiederverwertbarkeit von Müll.
5.2 Zur Kategorie Wissen: Untersuchung des vorhandenen und erworbenen Wissensstandes der Schüler.
5.3 Zur Kategorie Fühlen: Auswertung der emotionalen Reaktionen und Einstellungen der Schüler gegenüber der Müllthematik.
5.4 Schlussfolgerungen: Ambivalente Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf künftige Forschung und Unterrichtsgestaltung.
5.5 Zusammenfassung: Abschließendes Resümee über den Nutzen des Projekts für die Schüler.
Nachhaltigkeit, Abfall, Recycling, Kunstpädagogik, Grundschule, ästhetische Erfahrung, Fächerverknüpfung, Gestaltungskompetenz, Sachkunde, Werteerziehung, Forschungsmethode, Materialforschung, Müll, Upcycling, soziale Verantwortung
Die Arbeit entwickelt und evaluiert ein Unterrichtskonzept für die vierte Klasse, das das Thema Nachhaltigkeit und Müll interdisziplinär durch einen künstlerisch-ästhetischen Ansatz vermittelt.
Die zentralen Themen sind das ökologische Lernen im Fächerverbund (Sachkunde und Kunst), die ästhetische Materialforschung durch Recycling und die Entwicklung personaler Kompetenzen bei Grundschülern.
Das Ziel ist es nachzuweisen, dass durch differenzierte künstlerische Tätigkeit Bildungsziele der Nachhaltigkeit und personaler Kompetenz positiv verstärkt werden können.
Der Autor verwendet eine qualitative Feldstudie mit methodischer Triangulation, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, Fragebögen vor und nach dem Projekt sowie problemorientierten Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konzepts, die praktische Projektdurchführung in Schwäbisch Hall und die anschließende empirische Datenauswertung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Kunstpädagogik, Recycling, ästhetische Erfahrung, interdisziplinäre Erziehung und Gestaltungskompetenz charakterisiert.
Das Projekt integriert spezifische Kompetenzbereiche aus dem Fach MeNuK, insbesondere im Hinblick auf das Forschen, Experimentieren und die Bewusstmachung von Nachhaltigkeitsprinzipien.
Künstler wie Tony Cragg dienen als Inspiration für die Schüler, um den Umgang mit Reststoffen als künstlerisches Ausdrucksmittel zu begreifen und die "Geheimtipps" ästhetischer Kriterien anzuwenden.
Die Auswertung zeigte eine positive emotionale Entwicklung gegenüber dem Thema, während die Wissenszuwächse im Bereich des Recyclings aufgrund bereits vorhandenen Vorwissens nur in Teilbereichen messbar waren.
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