Diplomarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsstand
1.4 Vorgehensweise
2 DESTINATIONSIMAGE
2.1 Definition
2.2 Abgrenzung des Image-Begriffs
2.3 Image-Stabilität
2.4 Imagebildung
2.5 Messung von Images
2.6 Imageverbreitung durch Mega-Events
2.7 Einfluss des Images auf die Reiseentscheidung
3 MEGA-EVENTS
3.1 Einführung in das Phänomen „Mega-Event“
3.1.1 Mega-Event-Begriff
3.1.2 Definition und Kriterien von Mega-Events
3.2 Touristische Bedeutung von Mega-Events für eine Destination
3.2.1 Mega-Event als Katalysator
3.2.2 Mega-Event als Attraktion und Animateur
3.2.3 Mega-Event als Image-Maker
3.2.4 Gesellschaftliche Effekte
4 DESTINATION SÜDAFRIKA
4.1 Politische und wirtschaftliche Lage Südafrikas
4.2 Problemstaat Südafrika
4.3 Tourismus in Zahlen
4.4 Südafrika als Urlaubziel deutscher Touristen
4.5 Touristisches Angebot
5 FUßBALL-WELTMEISTERSCHAFT 2010
5.1 Südafrika und Fußball
5.2 Fußball-WM 2010 - ein Überblick
5.3 Die WM 2010 als Katalysator
5.4 Auswirkungen der Fußball-WM 2010 auf den Tourismus
6 VERÄNDERUNGEN DES SÜDAFRIKA-IMAGES
6.1 Südafrikas Image von Apartheidzeiten bis heute
6.2 Einfluss der Fußball-WM auf das Image Südafrikas
6.3 Maßnahmen zur Imagebildung
7 METHODIK DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
7.1 Einführung
7.2 Stichprobe
7.3 Erhebungsmethode
7.4 Fragebogenentwicklung
7.4.1 Vorstudie
7.4.2 Hauptuntersuchung
7.5 Datenaufbereitung und -auswertung
7.5.1 Rücklaufquote und Aussortierung nicht verwertbarer Fragebögen
7.5.2 Skalenniveaus
7.5.3 Angewandte statistische Testverfahren
7.6 Gütekriterien und Messfehler
7.6.1 Objektivität
7.6.2 Reliabilität
7.6.3 Validität
8 PRÄSENTATION DER UMFRAGEERGEBNISSE
8.1 Beschreibung der Stichprobe
8.1.1 Soziodemografische Merkmale
8.1.2 Reisebezogene Merkmale
8.1.3 Fußballbezogene Merkmale
8.2 Das Image von Südafrika als Reiseziel
8.2.1 Spontane Assoziationen mit Südafrika
8.2.2 Darstellung der Imageprofile
8.3 Darstellung der Reisemotive
8.3.1 Motive für eine Südafrika-Reise
8.3.2 Motive gegen eine Südafrika-Reise
8.3.3 Motive für eine Reise zur Fußball-WM 2010
8.4 Beeinflussung des Südafrika-Images durch die Fußball-WM 2010
8.4.1 Kriterien einer perfekten Fußball-Weltmeisterschaft
8.4.2 Ergebnisse der Vorstellungsveränderungen hinsichtlich Südafrika-Erfahrung bzw. Fußball-Interesse
8.4.3 Aussagen über die FIFA Fußball-WM 2010
9 FAZIT
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 das Image Südafrikas als Urlaubsdestination bei deutschen Reisenden beeinflussen kann. Dabei wird die Rolle von Mega-Events als Instrumente für Destinationsmarketing und Imagebildung analysiert, wobei Südafrika als konkreter Fall für eine durch sportliche Großereignisse motivierte Imagekorrektur und Standortaufwertung dient.
1.1 Einführung in die Thematik
Fußball-Weltmeisterschaften, Olympische Spiele oder Weltausstellungen sind bedeutende Mega-Events mit internationaler Aufmerksamkeit. Meistens sind es politische oder wirtschaftliche Motive der Veranstalterregion, die das Interesse einer Austragung verantworten. Fest steht, dass der instrumentale Charakter von Mega-Events von enormer Wichtigkeit ist, um diverse Ziele zu erreichen (vgl. HORN/ZEMANN 2002, 132).
Vom 11. Juni bis zum 11. Juli findet die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika statt. Die Grundidee der Völkerverständigung, die bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 neben dem sportlichen Wettkampf im Vordergrund stand, „beflügelt“ seit Ende der Apartheid Südafrikas Bewerbungskampagnen für die Austragung großer Sportereignisse (vgl. CORNELISSEN 2010, 14).
Dieses Zitat beschreibt die WM 2010 als Hoffnungsträger einer besseren Zukunft Südafrikas und gibt gleichzeitig ein Bild Südafrikas wieder, welches von idealistischen Vorstellungen geprägt ist. Dass eine Fußball-WM ein Antriebsmotor in vielerlei Hinsicht ist, steht außer Frage. Aber hat sie auch die Kraft, ein in den Köpfen der Menschen fest verankertes Image einer Nation zu entwurzeln und zum Besseren zu wenden?
Dass eine Großveranstaltung enorme Auswirkungen auf das öffentliche Image eines Landes haben kann, zeigte die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Laut Internal Branding Experte DR. NIKOLAUS EBERL hat Deutschland sein altes Image - langweilig, kalt und unfreundlich - gegen ein neues Image - spaßliebend, gastfreundlich, modern und kreativ - eingetauscht (vgl. OPENPR 2008).
1 EINLEITUNG: Führt in die Thematik der Mega-Events ein, definiert die Forschungsfragen zur Beeinflussung des Südafrika-Images durch die WM 2010 und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 DESTINATIONSIMAGE: Erarbeitet die theoretischen Grundlagen des Image-Begriffs, dessen Stabilität sowie die Faktoren der Imagebildung und Messung bei Reisezielen.
3 MEGA-EVENTS: Analysiert das Phänomen Mega-Event, definiert zentrale Kriterien und untersucht die touristischen Rollen sowie gesellschaftlichen Effekte für die Austragungsdestination.
4 DESTINATION SÜDAFRIKA: Beschreibt die politische, wirtschaftliche und touristische Ausgangslage Südafrikas, einschließlich bestehender Problematiken und touristischer Angebote.
5 FUßBALL-WELTMEISTERSCHAFT 2010: Beleuchtet die Verknüpfung von Südafrika und Fußball, den Überblick über das Turnier und die Funktion der WM als infrastruktureller Katalysator.
6 VERÄNDERUNGEN DES SÜDAFRIKA-IMAGES: Untersucht die historische Imageentwicklung Südafrikas und spezifische Maßnahmen zur Imagebildung vor der WM 2010.
7 METHODIK DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Beschreibt das Forschungsdesign, die Stichprobenwahl, die Datenerhebungsmethode (Online-Befragung) sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
8 PRÄSENTATION DER UMFRAGEERGEBNISSE: Präsentiert und interpretiert die Ergebnisse zur Stichprobenbeschreibung, zu Imageprofilen sowie zu Reisemotiven und der imagerelevanten Wirkung der WM.
9 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Forschungsfrage und Einordnung der Bedeutung der WM für die zukünftige Wahrnehmung Südafrikas.
Südafrika, Fußball-Weltmeisterschaft 2010, Destinationsimage, Mega-Events, Tourismusmarketing, Reiseentscheidung, Imagebildung, Infrastruktur, Nationenmarketing, Bafana Bafana, Umfrage, Reisemotive, Sportgroßveranstaltungen, Nation Building, Imageprofil.
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss, den die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf die Wahrnehmung Südafrikas als Urlaubsdestination ausübt.
Die Arbeit verknüpft die theoretische Imageforschung mit der praktischen Analyse von Sportgroßereignissen als Instrumente zur Destinationsprofilierung und Imagekorrektur.
Es soll empirisch ermittelt werden, ob und inwiefern eine Fußball-Weltmeisterschaft das in den Köpfen der Reisenden fest verankerte Image eines Entwicklungslandes wie Südafrika nachhaltig zum Besseren wenden kann.
Die Arbeit nutzt eine quantitative deskriptive Analyse mittels standardisierter Online-Befragung bei deutschen Urlaubern, unterstützt durch theoretische Literaturanalysen und Sekundärforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Destinationsimages und Mega-Events, die Analyse der Situation in Südafrika sowie die empirische Präsentation und Interpretation der Umfrageergebnisse.
Zu den Kernbegriffen zählen Destinationsimage, Mega-Events, Fußball-Weltmeisterschaft 2010, Tourismusmarketing und Nation Building.
Die Sicherheitslage, insbesondere die hohe Kriminalitätsrate, wird als eines der größten Hindernisse identifiziert, welches das Bild Südafrikas als Reiseziel maßgeblich negativ beeinflusst.
Die WM fungiert als Katalysator für notwendige Investitionen in Infrastruktur, Verkehrswesen und Unterkünfte, um das Land für Touristen wettbewerbsfähiger zu machen.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Medien eine Filterfunktion einnehmen und durch die Berichterstattung über Sicherheit, Organisation und soziale Probleme das Image Südafrikas stärker beeinflussen als das sportliche Event selbst.
Empirisch zeigt sich, dass Personen, die bereits in Südafrika waren, ein positiveres, differenzierteres Bild vom Land haben, während Nicht-Gereiste das Land tendenziell negativer und klischeehafter beurteilen.
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