Diplomarbeit, 2010
147 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Das Burnout-Syndrom
2.1 Allgemeine Definitionen
2.2 Richtungsweisende Erklärungsansätze
2.2.1 Burnout nach Freudenberger
2.2.2 Burnout nach Maslach
3 Das „Athlete-Burnout“ - Syndrom
3.1 Definitionen des „Athlete-Burnout“ - Syndroms
3.2 Verschiedene Konzepte und Entstehungsmodelle
3.3 Quantifizierung und Messverfahren
4 Self-Determination Theory
4.1 Organismic Integration Theory
4.2 Basic Needs Theory
5 Methodisches Vorgehen der Literaturanalyse
5.1 Quellen/Literaturrecherche
5.2 Weitere Vorgehensweise
5.3 Datenanalyse
6 Allgemeine Ergebnisse der Literaturanalyse
6.1 Definition „Athlete-Burnout“
6.1.1 „Athlete-Burnout“ - Definition nach Raedeke und Smith
6.1.2 Weitere psychosoziale Burnoutdefinitionen
6.1.3 Alternative „Athlete-Burnout“ - Definitionen
6.2 Theoretische Hintergrundmodelle
6.2.1 Self-Determination Theory
6.2.2 Die „commitment“ Theorie
6.2.3 Kognitiv-affektives Modell
6.2.4 Soziologisches Modell nach Coakley (1992)
6.2.5 Training Stress Syndrome
6.2.6 Stressbasiertes Modell nach Gould et al. (1996)
6.3 Probanden
6.4 Messverfahren
6.5 Studiendesign und Überprüfung der Hypothesen
6.5.1 Übersichtsarbeit
6.5.2 Querschnittanalyse
6.5.3 Längsschnittanalyse und Prospektivstudie
6.5.4 Qualitative Analyse
6.5.5 Qualitative Längsschnittanalyse
6.5.6 Fallstudie
6.6 Ergebnisse
6.6.1 Prävalenz des „Athlete-Burnout“ - Syndroms
6.6.2 Die Bedeutung der SDT im Zusammenhang mit dem „Athlete-Burnout“ - Syndrom
7 Einschränkungen der Studien und zukünftige Fragestellungen
8 Praxistransfer und Präventionsstrategien
9 Zusammenfassung der Arbeit
10 Literaturverzeichnis
Ziel der Diplomarbeit ist die genaue Untersuchung des Burnout-Syndroms im Wettkampfsport durch eine umfassende qualitative Analyse aktueller Literatur. Dabei steht die Rolle der Self-Determination Theory (SDT) bei der Entstehung und Prävention von Burnout im Zentrum der Forschungsfrage, um ein besseres Verständnis für die psychologischen Mechanismen und Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln.
2.1 Allgemeine Definitionen
Kahn definierte Ende der siebziger Jahre Burnout als „ein Syndrom unangemessener Einstellungen gegenüber Klienten und sich selbst, oft in Verbindung mit unangenehmen physischen und emotionalen Symptomen“ (Kahn, 1987, S. 61-63). Ähnlich beschrieb Maslach (1982) Anfang der achtziger Jahre Burnout:
‚ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönlicher Leistungseinbußen, das bei Individuen auftreten kann, die in irgendeiner Art mit Menschen arbeiten. Es ist eine Reaktion auf die chronische emotionale Belastung, sich andauernd mit Menschen zu beschäftigen, besonders wenn diese in Not sind oder Probleme haben‘ (Maslach, 1982; zitiert nach Burisch, 2006, S. 17).
Beide Definitionen beschränken sich auf Burnout als Syndrom, das in der Auseinandersetzung der Betroffenen mit Patienten oder Rezipienten entsteht. Mittlerweile haben sich jedoch die Autoren darauf geeinigt, dass es dieses Phänomen auch außerhalb der helfenden Berufe gibt. Schon die Ergebnisse früherer Studien bewiesen, dass sich problematische zwischenmenschliche Beziehungen auch außerhalb sozialer Berufe entwickeln. Unter Stressbedingungen treten Schwierigkeiten im Verhalten in nahezu allen sozialen Rollen und Gemeinschaften auf, in der Ehe, im Beruf und auch unter Freunden (Burisch, 2006).
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz des Burnout-Syndroms im Leistungssport anhand prominenter Beispiele und definiert das Ziel der Arbeit, eine qualitative Analyse der aktuellen Literatur unter Berücksichtigung der Self-Determination Theory vorzunehmen.
2 Das Burnout-Syndrom: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung und die grundlegenden Definitionen des Burnout-Syndroms, wobei insbesondere die richtungsweisenden Modelle von Freudenberger und Maslach vorgestellt werden.
3 Das „Athlete-Burnout“ - Syndrom: Es wird die sportspezifische Ausprägung des Burnout-Syndroms beleuchtet, Konzepte zur Entstehung diskutiert und gängige Messverfahren kritisch hinterfragt.
4 Self-Determination Theory: Dieses Kapitel führt in die Selbstbestimmungstheorie (SDT) ein und erläutert deren Relevanz als motivationales Erklärungsmodell, insbesondere durch die Organismic Integration Theory und die Basic Needs Theory.
5 Methodisches Vorgehen der Literaturanalyse: Hier wird der methodische Rahmen der Arbeit beschrieben, inklusive der Kriterien für die Literaturrecherche sowie der Vorgehensweise bei der anschließenden Datenanalyse der gewählten Studien.
6 Allgemeine Ergebnisse der Literaturanalyse: Das Hauptkapitel präsentiert eine detaillierte Auswertung der untersuchten Literatur hinsichtlich Definitionen, theoretischer Modelle, Probanden und Messergebnissen, um Zusammenhänge zwischen Burnout und Motivation zu verdeutlichen.
7 Einschränkungen der Studien und zukünftige Fragestellungen: Es werden methodische Schwachstellen der analysierten Studien reflektiert und zukünftiger Forschungsbedarf abgeleitet, um die Validität und Praxisrelevanz weiter zu erhöhen.
8 Praxistransfer und Präventionsstrategien: Dieses Kapitel zeigt auf, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse, insbesondere durch ein autonomieförderndes motivationales Klima, in die sportliche Praxis überführt werden können, um Burnout präventiv zu begegnen.
9 Zusammenfassung der Arbeit: Die Ergebnisse werden resümiert und die Bedeutung der SDT als zentraler Ansatz für ein tieferes Verständnis und die Vorbeugung von Burnout im Wettkampfsport hervorgehoben.
Burnout, Athlete-Burnout, Self-Determination Theory, SDT, Basic Needs Theory, Motivation, Leistungssport, Sportpsychologie, Prävention, psychologische Grundbedürfnisse, Autonomie, Kompetenz, soziale Zugehörigkeit, Stress, Erschöpfung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der aktuellen Literatur zum Thema Burnout bei Leistungssportlern, wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle der psychologischen Motivationstheorie (Self-Determination Theory) gelegt wird.
Zentrale Themen sind die Definition und Operationalisierung des Athleten-Burnouts, die Rolle motivationaler Prozesse, soziale Umfeldfaktoren sowie Präventionsstrategien im Leistungssport.
Ziel ist es, Burnout im Wettkampfsport besser zu verstehen und auf Basis der Self-Determination Theory zu untersuchen, welche Faktoren zur Bedürfnisbefriedigung beitragen oder diese behindern und somit Burnout begünstigen oder verhindern können.
Die Autorin führte eine umfassende qualitative Literaturanalyse durch, in der insgesamt 18 relevante wissenschaftliche Studien aus den Jahren 2002 bis 2009 systematisch ausgewertet und kategorisiert wurden.
Im Hauptteil werden verschiedene Burnout-Definitionen, theoretische Hintergrundmodelle (wie die SDT und die Commitment-Theorie) sowie diverse Messverfahren diskutiert und die Ergebnisse der Literaturrecherche hinsichtlich Prävalenz und motivationaler Zusammenhänge dargestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Athlete-Burnout, Self-Determination Theory, Motivation, Leistungssport, Autonomie, Kompetenz und Präventionsstrategien charakterisieren.
Das Syndrom wird als multidimensionales psychosoziales Problem begriffen, das über bloße körperliche Erschöpfung hinausgeht und eng mit der sportlichen Identität sowie motivationalen Prozessen verknüpft ist.
Prävention erfolgt primär durch die Schaffung eines autonomiefördernden motivationalen Klimas, die Stärkung der psychologischen Grundbedürfnisse der Sportler sowie die Förderung einer multidimensionalen Identität abseits des Sports.
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