Bachelorarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Abgrenzung und Eingliederung des Vertriebs in die Supply-Chain
1.2 Vertriebspolitik und Abgrenzung zum Marketing
2 Vorstellung des Praxisbeispiels Dell
3 Prozessgestaltung im Direktvertrieb
3.1 Organisatorische Fragestellungen
3.1.1 Konzept des Direktvertriebs
3.1.2 Vertriebskonzeptionen nach Winkelmann
3.1.3 Aufbau der Vertriebsorganisation
3.2 Vertriebskanalmanagement
3.2.1 Persönlicher Verkauf
3.2.1.1 Außendienst
3.2.1.2 Telefonverkauf
3.2.1.3 Stationärer Verkauf
3.2.1.4 Großhandel
3.2.2 Unpersönlicher mediengestützter Verkauf
3.2.2.1 Der Internetverkauf und Direktvertrieb
3.2.2.2 Mehrwertgenerierung im Internet
3.3 Customer Relationship Management im Vertrieb
3.3.1 Prozessgestaltung im CRM
3.3.2 CRM-Prozesse in der Praxis
4 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der strukturierten Gestaltung von Vertriebsprozessen im Direktvertrieb unter besonderer Berücksichtigung der Kundenbindung und der Integration moderner IT-Systeme. Anhand des Praxisbeispiels der Dell Inc. wird analysiert, wie Unternehmen ihre Vertriebsstrategien, Kanalmanagement-Ansätze und Customer Relationship Management (CRM)-Prozesse optimieren können, um im globalen Wettbewerb effizient zu agieren.
3.1.1 Konzept des Direktvertriebs
Der Direktvertrieb hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders durch die Einführung moderner Kommunikationstechnologien, wie des Internets, ist der Direktvertrieb immer attraktiver geworden. Geringe Kosten, hohe Kundenzugänglichkeit bei gleichzeitigen geringen Eintrittsbarrieren, sorgen dafür, dass der Direktvertrieb durch dieses Medium Jahr für Jahr Rekordumsätze erzielt. Dabei ist dies nicht nur eine kostengünstige Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen, sondern auch eine Möglichkeit für Global Player in den Direktvertrieb einzusteigen (Winkelmann 2008b, S. 363 f.).
Das Begriffsverständnis des Direktvertriebs unterscheidet sich in der Literatur kaum, weshalb hier der Gutenbergische Ansatz ausgewählt wird, da er einen der frühen Ansätze zur Klassifizierung vertriebstechnischer Begrifflichkeiten darstellt (Gutenberg 1984, S.123 ff.). Aus diesem Gründen ist diese alleinige Definition hier ausreichend.
„Die Unternehmen können ihre Erzeugnisse oder Waren direkt an Verbraucher, Gebraucher oder Weiterverarbeiter verkaufen. In diesem Fall wird vom direktem Absatz oder Vertrieb gesprochen. Unternehmen die direkt … verkaufen, schlagen bestimmte Absatzwege ein.“
Darüber hinaus gibt es zwei verschiedene Arten des Direktvertriebs, die es zu betrachten gilt. So unterscheidet man auf der einen Seite den Vertrieb, der vom Hersteller direkt an den Endkunden durch unternehmenseigene Absatzmittler verkauft, auch als nullstufiger Direktabsatz bekannt. Auf der anderen Seite den Vertrieb durch unternehmensfremde Absatzhelfer, auch halbstufiger Direktabsatz genannt (Kotler et al. 2007, S. 856). Beide Formen beinhalten in sich sowohl Vor- als auch Nachteile. Da ein wichtiger Teil dieser Arbeit der Vergleich der Theorie mit der Praxis ist, wird das Hauptaugenmerkt hier auf den nullstufigen Absatz gerichtet, da dieser für die Beispielfirma von größerer Bedeutung ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Bedeutung des Vertriebs als Kostenfaktor und strategischer Unternehmensbereich ein und definiert den Fokus der Arbeit auf die Prozessgestaltung bei Dell.
2 Vorstellung des Praxisbeispiels Dell: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl der Dell Inc. als Fallbeispiel aufgrund ihres konsequenten Direktvertriebsmodells und der marktführenden Position in der Computerbranche.
3 Prozessgestaltung im Direktvertrieb: Dieser Hauptteil analysiert detailliert organisatorische Grundlagen, die verschiedenen Vertriebskanäle und die CRM-Strategien im Direktvertrieb unter Einbeziehung des 'magischen Fünfecks' der Vertriebsoptimierung.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen: Die steigende Bedeutung von Kundenbindung, die Komplexität moderner Vertriebsprozesse und der unumgängliche Trend zum Mehrkanalvertrieb.
Direktvertrieb, Vertriebsmanagement, Vertriebsprozess, Dell, CRM, Kundenbindung, Mehrkanalvertrieb, Vertriebsorganisation, Built-to-Order, Internetverkauf, E-Commerce, Distributionslogistik, Vertriebssteuerung, Kundenzufriedenheit, Prozessgestaltung
Die Arbeit untersucht die effiziente Gestaltung von Vertriebsprozessen im Direktvertrieb und wie diese durch moderne Managementmethoden sowie IT-Unterstützung optimiert werden können.
Die Arbeit fokussiert sich auf Vertriebsorganisation, Vertriebskonzeptionen, das Management verschiedener Absatzkanäle sowie die strategische Rolle des Customer Relationship Management (CRM).
Ziel ist es, den Prozess des Direktvertriebs in seine Einzelbereiche zu gliedern und die theoretischen Erkenntnisse anhand des Praxisbeispiels Dell auf ihre praktische Relevanz zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener vertriebswissenschaftlicher Ansätze, insbesondere nach Winkelmann, ergänzt durch eine Fallstudienbetrachtung der Dell Inc.
Der Hauptteil gliedert sich in organisatorische Grundsatzfragen, die detaillierte Untersuchung persönlicher und unpersönlicher Vertriebskanäle sowie die Analyse von CRM-Prozessen zur Mehrwertgenerierung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Direktvertrieb, Mehrkanalvertrieb, CRM, Kundenbindung, Vertriebssteuerung und 'Built-to-Order'.
Dell dient als ideales Beispiel, da das Unternehmen das Modell des Direktvertriebs konsequent umgesetzt hat und eine hohe Integrationsfähigkeit von CRM-Prozessen in der Praxis aufweist.
Dell setzt primär auf den 'Built-to-Order'-Ansatz, bei dem die Produktion erst nach der Bestellung durch den Kunden erfolgt, was eine Individualisierung der Produkte ermöglicht.
Es ist ein Konzept von Winkelmann, das fünf Reservepotenziale im Verkaufsprozess identifiziert, um die Effizienz durch mehr Kundenwissen, Transparenz, Prozessoptimierung und Analytik zu steigern.
Das Unternehmen hat durch die Rückkehr von Michael Dell als CEO eine Neuausrichtung eingeleitet, die Effizienzsteigerungen in den Arbeitsabläufen und eine stärkere Öffnung zum Handel beinhaltet.
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