Wissenschaftliche Studie, 2002
29 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Krise der 70er Jahre
2.2 Sozioökonomischer Wandel und die Sonderstellung Deutschlands
2.3 Neue Märkte – Neue Konkurrenz
2.4 Institutionelle Abhängigkeiten
2.5 Neue Unternehmensstrategien
2.6 Zwischenresümee:
2.7 Hypothesen
3. Daten und Methoden
4. Empirische Analysen
4.1 Produktionssektor und Befristung
4.2 Übergang zu Arbeitslosigkeit
4.3 Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen
5. Zusammenfassung/Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des globalen Wettbewerbs und der damit verbundenen strukturellen Veränderungen auf die Beschäftigungssituation von Berufseinsteigern in Deutschland, mit besonderem Fokus auf den Produktionssektor und den Producer Service Sektor.
2.4 INSTITUTIONELLE ABHÄNGIGKEITEN
Die Globalisierung der Märkte, die einerseits aufgrund einer steigenden Produktivität und andererseits durch die Suche nach neuen Absatzmärkten auf Basis einer neuen Infrastruktur entstehen konnte, hat neben Auswirkungen (Wettbewerb, Konkurrenz) auf die aktiv Tätigen auf diesen Märkten auch Auswirkungen auf nicht direkt betroffene Bereiche, wie national agierende Unternehmen oder Binnenmärkte, aber auch Arbeitnehmer und Beschäftigte.
Diese nicht direkt Betroffenen werden dadurch zu Betroffenen, da sie von einem institutionellen Kontext abhängig sind, in dem durch politische Instanzen ein maximaler Wettbewerbsvorteil für diejenigen Unternehmen angestrebt wird, die in ihrem Machtbereich und im globalen Wettbewerb stehen, um so die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften zu fördern. Gleichzeitig dienen diese Unternehmen als Legitimation für Regierungen, um bestehende Gesetzesgrundlagen zu verändern z.B. Beschäftigungsförderungsgesetz u.ä.. Die Funktion der Regierungen ist in den Bereichen entscheidend, in denen es darum geht, menschliche Ressourcen bereitzustellen, also Erziehung und Bildung auf allen Qualifikationsebenen, sowie eine günstige und effiziente technologische Infrastruktur, zur Verfügung zu stellen. Damit ist auch die Berufs-/Beschäftigungsstruktur und die Sozialstruktur einer nationalen Gesellschaft von dieser Legitimationsmacht der Regierungen betroffen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Wettbewerbsdruck und dessen Einfluss auf die deutsche Industrie sowie die daraus resultierende Relevanz für prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Berufseinsteigern.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den sozioökonomischen Wandel seit den 70er Jahren, neue Unternehmensstrategien unter globalem Konkurrenzdruck und die Bedeutung des nationalen institutionellen Kontextes in Deutschland.
3. Daten und Methoden: Hier werden die Datengrundlage (SOEP-Panel) sowie die angewandten statistischen Verfahren, insbesondere logistische Regressionen und Hazardratenmodelle, zur Analyse der Beschäftigungssituation vorgestellt.
4. Empirische Analysen: Der Hauptteil präsentiert die statistischen Ergebnisse hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit für befristete Arbeitsverträge und das Risiko für den Übergang in die Arbeitslosigkeit nach dem ersten Berufseinstieg.
5. Zusammenfassung/Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die überraschend zeigen, dass Berufseinsteiger im Produktionssektor keinem erhöhten Risiko für Arbeitslosigkeit oder prekäre Beschäftigung ausgesetzt sind, und diskutiert die Implikationen für die deutsche Arbeitsmarktpolitik.
Globaler Wettbewerb, Arbeitsmarkt, Produktionssektor, Berufseinsteiger, befristete Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, SOEP, institutionelle Rahmenbedingungen, duales Ausbildungssystem, Bildung, Arbeitsmarktforschung, Strukturwandel, Deutschland.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen globaler ökonomischer Wettbewerbsveränderungen auf die Unsicherheit und Beschäftigungsstabilität von Berufseinsteigern in Deutschland.
Die zentralen Themen sind der globale Wettbewerb, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die Bedeutung sektorspezifischer Beschäftigungsstrukturen und der Einfluss institutioneller Gegebenheiten wie das duale Ausbildungssystem.
Ziel ist es zu analysieren, ob Berufseinsteiger im stark globalisiertem Produktionssektor einem höheren Risiko für prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit unterliegen.
Die Autorin nutzt Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und wendet logistische Regressionsanalysen sowie periodenspezifische Exponentialmodelle (Hazardraten) an.
Der Hauptteil befasst sich mit der empirischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen zu prekärer Beschäftigung und Arbeitslosigkeitsrisiken unter Berücksichtigung von Kontrollvariablen wie Bildung, Geschlecht und Herkunft.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie globaler Wettbewerb, Arbeitsmarktunsicherheiten, Berufseinstieg, Produktionssektor und duales Ausbildungssystem charakterisiert.
Die Arbeit stellt fest, dass das duale Ausbildungssystem für in den Arbeitsmarkt integrierte Personen einen schützenden Effekt vor Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung hat.
Entgegen der Hypothese zeigen die Ergebnisse, dass Berufseinsteiger im Produktionssektor und im Producer Service Sektor kein höheres Risiko für befristete Arbeitsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit aufweisen als in anderen Sektoren.
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