Diplomarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Begriffserklärung
1.2.1 Betrieblichen Gesundheitsmanagement
1.2.2 Krankheitsbedingte Fehlzeiten
1.3 Kostenentwicklung im Gesundheitswesen
1.4 Zielsetzung der Arbeit
2 Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagement
2.1 Klassische Ansätze
2.1.1 Suchtberatung und Bewältigung
2.1.2 Konfliktmanagement
2.1.3 Stressbewältigung
2.1.3.1 Autogenes Training
2.1.3.2 Progressive Muskelspannung
2.1.3.3 Yoga
2.1.3.4 Pilates
2.1.4 Gesundes Kantinenessen
2.1.5 Gesundheitszirkel
2.2 Neue Ansätze
2.2.1 Betriebliche Ernährungsberatung
2.2.2 Betriebliche Sport- oder Bewegungsprogramme
2.2.3 Gewichtsabnahmeprogramme
2.2.4 Arbeitsplatzbezogene Rückenschule
2.3 Betriebsärzte
2.4 Grundlegende Problemfelder des betr. Gesundheitsmanagement
3 Gegenüberstellung Kosten/ Nutzen
3.1 Statistiken
3.2 Entwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagement
3.3 Demografische Entwicklung
3.4 Kosten für das Unternehmen
3.5 Nutzen Präventivmaßnahmen
3.5.1 Wirksamkeit Prävention von psychischen Erkrankungen
3.5.2 Wirksamkeit Prävention von Muskel- Skelett- Krankheiten
3.5.3 Ökonomischer Nutzen von Prävention
3.6 Auswirkungen auf das Unternehmens- Image
3.7 Kosten- Nutzenszenarien
3.7.1 Szenario 1
3.7.2 Szenario 2
4 Zusammenfassung
5 Fazit
6 Empfehlung an die Unternehmen
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten beiträgt und ob dies unter betriebswirtschaftlichen Aspekten sowie unter Berücksichtigung von Effekten auf das Betriebsimage sinnvoll ist.
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Unternehmen müssen, um am Markt erfolgreich zu sein, ihre Ressourcen voll ausschöpfen. Auch die Ressource Mensch muss optimal eingesetzt werden, doch erhöht sich mich steigendem Leistungsdruck auch die Krankheitsrate. Zu den häufigsten Diagnosen zählten Infektionen, Rückenschmerzen und Depressionen. Dennoch zeichnet sich trotz einer höheren Arbeitsbelastung ein antizyklischer Trend ab. Der Krankenstand sank laut Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums von 4,1 Prozent im Jahr 1998 auf 3,2 Prozent im Jahr 2007, um 2008 wieder leicht auf 3,36 Prozent zu steigen. Eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK über die Fehltage ihrer Versicherten bestätigt diese langfristige Entwicklung: Wurde 1997 noch jeder Arbeitnehmer durchschnittlich rund 18,5 Kalendertage im Jahr krankgeschrieben, waren es 2007 nur noch 16,4 Tage.
Was kostet es nun die Betriebe, wenn ein Mitarbeiter krank ist? Sind die Kosten eines guten betrieblichen Gesundheitsmanagements höher als die Kosten, die ein Mitarbeiter durch die Fehlzeiten verursacht? Um wie viele Tage kann man die Fehlzeiten reduzieren mit einen betrieblichen Gesundheitsmanagement?
Dies ist die Ausgangslage und Problemstellung der Abschlussarbeit.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Mitarbeitergesundheit und Darstellung der Forschungsfrage zur Reduzierung von Fehlzeiten durch betriebliches Gesundheitsmanagement.
2 Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagement: Überblick über klassische Maßnahmen wie Suchtberatung und Stressbewältigung sowie moderne Ansätze wie betriebliche Ernährungsberatung und Sportprogramme.
3 Gegenüberstellung Kosten/ Nutzen: Analyse der statistischen Entwicklung von Fehlzeiten sowie eine ökonomische Betrachtung des Nutzens von Präventionsmaßnahmen anhand verschiedener Szenarien.
4 Zusammenfassung: Rekapitulation der wesentlichen Inhalte der Arbeit, von der Problemstellung bis zur Evaluation der verschiedenen Präventionsansätze.
5 Fazit: Einschätzung der Wirksamkeit von Gesundheitsmanagement, unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten bei der Messbarkeit des Erfolgs.
6 Empfehlung an die Unternehmen: Abschließende Handlungsaufforderung an Unternehmen, maßgeschneiderte Gesundheitsstrategien unter Berücksichtigung individueller Bedingungen einzuführen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Krankheitsbedingte Fehlzeiten, Prävention, Arbeitsproduktivität, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Kosten-Nutzen-Analyse, Krankenstand, demografischer Wandel, Mitarbeiterbindung, Arbeitsunfähigkeit, Fehlzeitenmanagement, psychische Belastungen, Rückenschule, Unternehmensimage.
Die Arbeit untersucht Strategien zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten durch die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und analysiert deren ökonomische Sinnhaftigkeit.
Die zentralen Themen sind klassische und moderne Präventionsansätze, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, der demografische Wandel sowie die Auswirkungen von Gesundheitsförderung auf das Unternehmensimage.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, kurz- und mittelfristig umsetzbare Strategien für Unternehmen zu identifizieren, um krankheitsbedingte Fehlzeiten effektiv im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements zu senken.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten zu Fehlzeiten, Gesundheitsausgaben sowie wissenschaftlicher Studien zur Effektivität von Präventionsmaßnahmen.
Der Hauptteil erörtert konkrete Maßnahmen wie Suchtberatung, Konfliktmanagement, Stressbewältigung, betriebliche Ernährungsberatung und Sportangebote sowie deren Kosten und Wirksamkeit.
Schlüsselwörter sind unter anderem Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Krankenstand, Fehlzeiten, Arbeitsmotivation und Kosten-Nutzen-Analyse.
Aufgrund des demografischen Wandels steigt das Durchschnittsalter der Belegschaft, was Unternehmen dazu zwingt, gesundheitsfördernde Konzepte speziell auf ältere Arbeitnehmer auszurichten, um deren Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Die Arbeit hebt hervor, dass psychische Leiden stark zugenommen haben (Anstieg um 42 Prozent im Zeitraum 1994 bis 2005) und daher eine zentrale Herausforderung für betriebliche Gesundheitsstrategien darstellen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Investitionen in ein durchdachtes betriebliches Gesundheitsmanagement, trotz Schwierigkeiten bei der exakten Messbarkeit, ein signifikantes Einsparpotenzial bei den durch Fehlzeiten verursachten Kosten bieten.
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