Diplomarbeit, 2003
126 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Notwendigkeit eines Produktivitätscontrolling
1.2 Problemstellung
2 Einordnung des Produktivitätscontrolling in das Gesamtkonzept ertragsorientierter Banksteuerung
2.1 Methodische Grundlagen der Produktivitätssteuerung in Banken
3 Das Instrumentarium des Produktivitätscontrolling
3.1 Kennzahlenspektrum des Produktivitätscontrolling
3.1.1 Kennzahlenorientierte Produktivitätsanalyse im ROI-Kennzahlensystem
3.1.2 Ursachenbezogene Produktivitätsteuerung
3.1.3 Balanced Scorecard
3.1.3.1 Grundkonzept der Balanced Scorecard
3.1.3.2 Konzeptionelle Bewertung
3.1.3.3 Zielhierarchie in der Unternehmenssteuerung
3.1.3.4 Fazit
3.2 Prozesskostenrechnung als Teil des Kostenmanagements in Kreditinstituten
3.2.1 Begriff des Kostenmanagements
3.2.2 Voraussetzungen des Kostenmanagements
3.2.3 Prozesskostenrechnung als entscheidungsorientiertes Kostenrechnungssystem
3.2.3.1 Die Entwicklungsgeschichte der Prozesskostenrechnung
3.2.3.2 Ursachen für die Entwicklung der Prozesskostenrechnung
3.2.3.3 Die moderne prozessorientierte Standardeinzelkostenrechnung
3.2.3.4 Grundprinzipien der POSEK
3.2.3.5 Charakterisierung der POSEK
3.2.3.6 Vorgehensweise der POSEK
3.2.3.7 Anwendungsgebiete der POSEK
3.2.3.7.1 Produktkalkulation
3.2.3.7.2 Konto- und Kundenkalkulation
3.2.3.7.3 Informationen über Preisuntergrenzen
3.2.3.7.4 Fazit
3.3 Benchmarking als Instrument des Produktivitätscontrolling
3.3.1 Idee und Philosophie des Benchmarking
3.3.2 Der Benchmarking – Prozess
3.3.3 Der Lernprozess – die entscheidende Erfolgsgröße
3.3.4 Fazit
3.4 Target Costing
3.4.1 Begriff und Geschichte
3.4.2 Bankprodukte und –dienstleistungen
3.4.3 Den Kunden kennen lernen
3.4.4 Den Kunden faszinieren
3.4.5 Den Kunden richtig verstehen
3.4.6 Vom Markt zur Bankdienstleistungen. Retrograde Kalkulation
3.4.7 Neue Lösungen für alte Probleme
3.4.8 Fazit
3.5 Outsourcing
3.5.1 Innovationsvorsprung durch Outsourcing
3.5.2 Outsourcing als ein permanenter Prozess
3.5.3 Differenzierte Servicelevel geben Sicherheit
4 Die Produktivitätsrechnung in Kreditinstituten
4.1 Mengengerüst
4.2 Sollzeitwerte
4.3 Istzeitwerte
4.4 Produktivitätsberechnung
4.5 Abweichungsanalyse
5 Einflussgrößen des Produktivitätscontrolling
5.1 Preisgünstige Berechnung des Personalbedarfs und Sachmittelressourcen
5.2 Ressourcenverbrauch
5.3 Prozesse
5.3.1 Besonderheiten in Banken
5.3.2 Geschäftsprozessoptimierung
5.3.3 Vorgehensweise der Prozessoptimierung in Banken
5.3.4 Phasen der Geschäftsprozessoptimierung
5.3.5 Standortoptimierung
5.3.5.1 Optimierte Geschäftsstellennetze für Banken
5.3.5.2 Kunden- und kostenbasierte Geschäftsstellenoptimierung
5.3.5.3 Von der Theorie zur Praxis
5.3.5.4 Suboptimale Netze sind die Regel
5.3.5.5 Die Implementierung der Lösung
5.3.5.6 Geschäftsprozessoptimierung auf Basis bankbetrieblicher Ressourcensteuerung
5.3.5.7 Ausblick
6 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Implementierung eines effektiven Produktivitätscontrolling in Kreditinstituten vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbsdrucks und sinkender Margen. Zentrales Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Kosten- und Prozesssteuerung die Effizienz gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit der Banken nachhaltig gesichert werden kann.
Die prozessorientierte Standardeinzelkostenrechnung (POSEK)
Die prozessorientierte Standardeinzelkostenrechnung (POSEK) ist besonders geeignet für sich wiederholende standardisierte Vorgänge und arbeitet mit folgenden Grundprinzipien:
(1) Prozessorientierung
„Ziel der POSEK ist die kostenrechnerische Erfassung und Bewertung sämtlicher bankbetrieblicher Prozesse, die – verstanden als kostenstellenübergreifende Aktivitätsbündel – zur Produktion und/oder zum Vertrieb von Bankprodukten durchgeführt werden. Unter einer einzelnen Aktivität soll dabei die logisch zusammengehörende, meist geordnete Folge von Arbeitshandlungen innerhalb eines Prozesses verstanden werden“.
(2) Orientierung an den prozessabhängigen Einzelkosten
„Aufgrund des auf Einzelgeschäftsebene in Banken nur geringen Anteils variabler (mengenabhängiger) Kosten (z.B. Formularkosten einer Überweisung), wird dazu das Grenzkostenprinzip in Kombination mit dem Einzelkostenprinzip durch das Prinzip der Einzelkostenzurechnung und normierten Leistungsinanspruchnahme ersetzt.“
Dadurch ist es möglich, ein hierarchisches System der stufenweise (direkten) Kostenzurechnung aufzubauen, indem eine Berücksichtigung der anfallenden Kostengrößen – entsprechend Zuordnung zu den bankbetrieblichen Prozessen - erfolgen kann. Auf der untersten Stufe dieser Bezugsgrößenhierarchie wird dabei konsequent auf die Zurechnung jeglicher Art von Gemeinkosten verzichtet. Als prozessabhängige Einzelkosten werden somit nur die Kostengrößen definiert, die direkt leistungsbezogen mit der Erstellung und/oder dem Vertrieb eines Bankproduktes in Verbindung stehen.
1 Einleitung: Beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck in der Bankenbranche und die daraus resultierende Notwendigkeit eines strategischen Produktivitätscontrolling.
2 Einordnung des Produktivitätscontrolling in das Gesamtkonzept ertragsorientierter Banksteuerung: Betont die Notwendigkeit von Steuerungsinstrumenten innerhalb der fünf operationalen Steuerungsbereiche von Banken.
3 Das Instrumentarium des Produktivitätscontrolling: Analysiert diverse Instrumente wie Kennzahlen, Prozesskostenrechnung, Benchmarking, Target Costing und Outsourcing zur Optimierung betrieblicher Abläufe.
4 Die Produktivitätsrechnung in Kreditinstituten: Erläutert die methodischen Grundlagen der Produktivitätsmessung, angefangen bei der Erstellung eines Mengengerüsts bis hin zur Abweichungsanalyse.
5 Einflussgrößen des Produktivitätscontrolling: Untersucht Personalbedarf, Ressourcenverbrauch und Prozessoptimierung als zentrale Stellschrauben für die betriebliche Effizienz.
6 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Resümiert, dass Produktivitätscontrolling eine kontinuierliche Aufgabe ist, die nicht nur Kostensenkung, sondern vor allem effiziente Ressourcenallokation zum Ziel hat.
Produktivitätscontrolling, Kreditinstitute, Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, Banksteuerung, Benchmarking, Target Costing, Outsourcing, Produktivitätsrechnung, Geschäftsprozessoptimierung, Personalbedarfsrechnung, Unternehmenseffizienz, Banken, Rentabilitätsmanagement, Ressourcensteuerung.
Die Diplomarbeit behandelt die Implementierung und Bedeutung eines modernen Produktivitätscontrolling für Banken und Sparkassen, um in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld rentabel zu agieren.
Die zentralen Themen sind das Kostenmanagement im indirekten Bereich, die Steuerung der Produktivität mittels spezifischer Controlling-Instrumente und die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette.
Das primäre Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für Controlling-Instrumente in Banken zu schaffen, um Ineffizienzen in den Geschäftsprozessen zu identifizieren und zu beheben.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und setzt sich kritisch mit existierenden betriebswirtschaftlichen Konzepten wie der Balanced Scorecard oder der Prozesskostenrechnung (POSEK) auseinander.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Steuerungsinstrumente, die detaillierte Darstellung der Produktivitätsrechnung sowie die Betrachtung zentraler Einflussgrößen wie Personalbedarf und Standortoptimierung.
Kernbegriffe sind Produktivitätscontrolling, Prozesskostenrechnung, Bankensteuerung, Kostenmanagement, Benchmarking und Geschäftsprozessoptimierung.
Da Banken einen sehr hohen Anteil an Gemeinkosten (Overhead) aufweisen, ermöglicht die Prozesskostenrechnung eine deutlich verursachungsgerechtere Kostenverteilung als traditionelle Zuschlagskalkulationen.
KAIZEN dient als philosophische Basis für das kontinuierliche Streben nach Verbesserung der Prozesse und Fehlervermeidung, was für ein wirksames Produktivitätscontrolling unerlässlich ist.
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