Bachelorarbeit, 2009
53 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit analysiert die Vermischung von Dokumentar- und Spielfilm am Beispiel des Films „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Sie untersucht die Frage, ob und inwiefern die Unterscheidung zwischen fiktionalen und non-fiktionalen Arbeiten angesichts des Aufkommens von Mischformen, wie dem dokumentarischen Spielfilm, an Relevanz verliert. Zudem werden die Chancen und Gefahren der filmischen Darstellung von historischen Ereignissen, insbesondere die Darstellung der RAF-Geschichte, beleuchtet.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema der Vermischung von Dokumentar- und Spielfilm. Sie beleuchtet die Definition und Abgrenzungsproblematik beider Genres und untersucht den Einfluss der Geschichte des neuen Dokumentarfilms auf die Entwicklung dieser Mischformen. Im zweiten Kapitel wird die Geschichte im Film genauer betrachtet, insbesondere die fiktionale Auseinandersetzung mit historischen Themen. Das dritte Kapitel widmet sich dem Film „Der Baader-Meinhof-Komplex“ und analysiert die besonderen Herausforderungen, die mit der Darstellung dieses historischen Themas verbunden sind. Die Arbeit untersucht die künstlerische Freiheit, die der Film beansprucht, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Frage nach der Wirklichkeitsnähe. Abschließend werden die Gefahren und Chancen der filmischen Darstellung des Historischen diskutiert und die Verantwortung der Filmemacher in Bezug auf die Darstellung von Geschichte reflektiert.
Dokumentarfilm, Spielfilm, Fiktionalisierung, „Der Baader-Meinhof-Komplex“, Geschichte im Film, historische Authentizität, künstlerische Freiheit, Verantwortung, Ethik, Mischformen, Docudrama, Fake-Doku, Doku-Soap.
Ein Doku-Drama ist eine Mischform aus Dokumentar- und Spielfilm, die historische Ereignisse mit fiktionalen Elementen und schauspielerischen Szenen aufbereitet.
Der Film beansprucht Authentizität durch die Orientierung an Fakten, nutzt aber gleichzeitig dramaturgische Freiheit, um die Geschichte der RAF für ein Massenpublikum spannend zu gestalten.
Diese Vermischung bedient den "Hunger nach Wirklichkeit" des Publikums und ermöglicht einen emotionalen Zugang zu historischen Themen, den rein dokumentarische Filme oft nicht erreichen.
Filmemacher müssen die Balance zwischen künstlerischer Freiheit und dem Persönlichkeitsrecht der dargestellten realen Personen wahren.
Die größte Gefahr besteht darin, dass das Publikum fiktive Szenen für die absolute historische Wahrheit hält, was das Bild der Wirklichkeit verzerren kann.
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