Bachelorarbeit, 2011
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Warum brauchen Banken ein Beschwerdemanagement?
2.1. Besonderheiten von Finanzdienstleistungen
2.2. Unternehmenserfolg durch Kundenbindung
2.3. Einordnung in das Customer-Relationship-Management
2.4. Bedeutung des Beschwerdemanagements
3. Kundenbindung durch Kundenzufriedenheit
3.1. Kundenzufriedenheit
3.1.1. Entstehung
3.1.2. Messung
3.2. Kundenunzufriedenheit
3.2.1. Verhalten unzufriedener Kunden
3.2.2. Beschwerde und Reklamation
3.2.3. Beschwerde(un)zufriedenheit
3.2.4. Kundenbindung durch Beschwerdezufriedenheit
4. Aktives Beschwerdemanagement
4.1. Ziele und Aufgaben
4.2. Prozessstufen des Beschwerdemanagements
4.2.1. Beschwerdestimulierung
4.2.2. Beschwerdeannahme
4.2.3. Beschwerdebearbeitung und -reaktion
4.2.4. Beschwerdeauswertung
4.2.5. Beschwerdemanagement-Controlling und Beschwerdereporting
4.2.6. Nutzung der Beschwerdeinformationen
4.3. Rahmenbedingungen des Beschwerdemanagements
4.3.1. Organisation
4.3.2. Mitarbeiter
4.3.3. Kunde-Bank-Beziehung
5. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung eines professionellen Beschwerdemanagements als strategisches Instrument zur Kundenbindung in Banken, wobei analysiert wird, wie durch gezielte Prozesse Unzufriedenheit in Loyalität gewandelt werden kann.
Beschwerdestimulierung
Die größte Herausforderung für das Beschwerdemanagement ist, dass unzufriedene Kunden sich überhaupt erst mit einer Beschwerde an die Bank wenden. Der schlimmste Fall, der eintreten kann, ist, dass Kunden stillschweigend die Bank verlassen und zur Konkurrenz abwandern. Deswegen sollte es das Ziel von Banken sein, mit geeigneten Mitteln unzufriedene Kunden anzuregen sich zu beschweren. Grundsätzlich sollte jeder Berater seine Kunden dazu motivieren, ihn anzusprechen, wenn z. B. Unzufriedenheit über die Beratung herrscht. Am besten wäre, wenn ein Berater einen siebten Sinn entwickeln könnte, unzufriedene Kunden zu erkennen, um Abwanderungen zu vermeiden. Da die meisten Menschen aber einem Konflikt eher ausweichen, als ihn direkt in Form einer Beschwerde auszusprechen, ist es wichtig, für Kunden viele Beschwerdewege einzurichten.
Banken stehen dabei vor der Aufgabe, Barrieren zu beseitigen, die Kunden von einer Beschwerde abhalten könnten. Dazu müssen sie im Rahmen der Beschwerdestimulierung dafür Sorge tragen, dass eine Reihe von geeigneten Beschwerdekanälen vorhanden ist, über die der Kunde sein Anliegen an die Bank richten kann. Voraussetzung für eine gezielte und erfolgreiche Stimulierung von Beschwerden ist die Kenntnis über die Ursachen, die Kunden davon abhalten können sich zu beschweren. Die Entscheidung für oder gegen eine Beschwerde wird von mehreren Determinanten beeinflusst.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Herausforderung für Banken, in einem wettbewerbsintensiven Umfeld Kunden durch professionelles Beschwerdemanagement zu binden.
2. Warum brauchen Banken ein Beschwerdemanagement?: Es werden die spezifischen Merkmale von Finanzdienstleistungen sowie die strategische Bedeutung der Kundenbindung für den Unternehmenserfolg in Banken erläutert.
3. Kundenbindung durch Kundenzufriedenheit: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Kundenzufriedenheit und -unzufriedenheit sowie deren Auswirkungen auf das Kundenverhalten und die Kundenbindung.
4. Aktives Beschwerdemanagement: Hier werden die prozessualen Stufen, organisatorischen Anforderungen und Methoden eines aktiven Beschwerdemanagements im Bankensektor detailliert analysiert.
5. Zusammenfassung: Die Kernaussagen werden gebündelt, wobei die Notwendigkeit einer gelebten Beschwerdekultur und die strategische Relevanz für den langfristigen Unternehmenserfolg hervorgehoben werden.
Beschwerdemanagement, Banken, Finanzdienstleistungen, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Kundenunzufriedenheit, Servicequalität, Prozessmanagement, Beschwerdestimulierung, Kundenorientierung, Beschwerdeanalyse, Beschwerdecontrolling, Kundenberater, Kundenloyalität, Beschwerdekanäle
Die Arbeit analysiert die strategische Rolle des Beschwerdemanagements als Instrument, um die Kundenbindung in Finanzdienstleistungsunternehmen trotz zunehmendem Wettbewerbsdruck zu stärken.
Das Spektrum reicht von der theoretischen Fundierung der Kundenzufriedenheit bis hin zur praktischen Gestaltung von Beschwerdeprozessen, einschließlich Controlling und organisatorischer Einbindung.
Das Ziel ist es, die zentrale Bedeutung des Beschwerdemanagements für Banken herauszuarbeiten und konkrete Aspekte aufzuzeigen, die bei der Implementierung eines solchen Systems zwingend beachtet werden sollten.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und die Zusammenhänge zwischen Beschwerdeverhalten, Kundenzufriedenheit und Managementinstrumenten aufzeigt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Kundenzufriedenheit sowie die systematische Betrachtung des aktiven Beschwerdemanagements, unterteilt in Prozessstufen, Organisation und Mitarbeiterführung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Prozessoptimierung und kundenorientierte Ausrichtung im Bankensektor.
Beschwerde wird als Oberbegriff für Artikulationen von Unzufriedenheit verstanden, die gegenüber einer Bank geäußert werden, wenn Erwartungen des Kunden nicht erfüllt wurden.
Es verdeutlicht, dass nur ein Bruchteil unzufriedener Kunden Beschwerden artikuliert; der Großteil bleibt dem Management verborgen, was ein erhebliches Risiko für die Kundenbeziehung und Prozessverbesserung darstellt.
Es kombiniert die Vorteile zentraler Standards und Kontrollen mit der dezentralen, kundennahen Problemlösung in den Filialen, was in der Praxis die effektivste Form darstellt.
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