Bachelorarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Pakistan – Eine Einführung
1.1. Daten, Zahlen und Fakten
2. Kernwaffen im Allgemeinen
3. Pakistan und die „Atombombe“
3.1. Von der Idee bis zur Zündung: Die Entwicklung
3.2. „Die pakistanische Bombe“
3.3. Wie sicher ist die pakistanische Bombe?
3.4. Die pakistanische Nukleardoktrin
4. Die (nuklearen) Beziehungen zu den Nachbarstaaten
4.1. Republik Indien
4.1.1. Der „Draft Report“ und seine Bedeutung
4.2. Volksrepublik China
4.3. Islamische Republik Afghanistan
4.4. Königreich Saudi - Arabien
4.5. Islamische Republik Iran
5. Der (atomare) Einfluss durch den „Westen“
5.1 Vereinigten Staaten von Amerika
5.2. Bundesrepublik Deutschland
5.3. Ausgewählte Staatenbündnisse und Staatenverbände
6. Ausblick
Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle Pakistans als Atomstaat und analysiert, welche Auswirkungen der Besitz von Kernwaffen auf die regionale Sicherheit sowie auf die Beziehungen zu Nachbarstaaten und westlichen Akteuren hat. Dabei wird insbesondere der Einfluss des Militärs und die Rolle externer Unterstützung bei der Entwicklung des pakistanischen Nuklearprogramms beleuchtet.
3.2. Die „pakistanische“ Bombe“
Das „Chagai I – Programm“ bedeutete für Pakistan den Eintritt in das Kernwaffenzeitalter. Die oben beschriebenen verschiedenen Aspekte führten, wie bereits angemerkt, dazu, dass Pakistan innerhalb von 26 Jahren die Entwicklung der „pakistanischen“ Bombe zum Erfolg führen sollte. Für die Beziehung zu den Nachbarstaaten, insbesondere zu Indien, sollte die erfolgreiche (unterirdische) Zündung von insgesamt 6 Nuklearwaffen einen elementaren Wendepunkt darstellen. Begannen beide Staaten mit einem zivilen Kernenergieprogramm, hatte sich die Beziehung bereits Mitte der 70ger des letzten Jahrhunderts zugespitzt. Mit dem ersten Atomwaffentest Indiens 1974 wurde das Kräftegleichgewicht Südasiens gänzlich auf den Kopf gestellt.
Der als „peacefull-nuclear-explosion“ deklarierte indische Waffentest mündete in dem bereits beschriebenen Rüstungswettlauf. Schließlich befanden sich beide Staaten spätestens seit Mai 1998 in einer Phase der offenen Nuklearisierung. Die Kargil-Krise 1999, aber spätestens die fehlgeschlagenen Anschläge auf das indische Parlament von 2002, sollten die Höhepunkte der Auseinandersetzung beider Staaten darstellen (Krieg-in-Sicht-Kriese).
Es wäre allerdings gänzlich falsch zu behaupten, dass die offene Nuklearisierung nur bilaterale Auswirkungen zwischen Indien und Pakistan zur Folge habe. Pakistan, als bis heute erster und einziger islamischer Staat, der über das Potential und die Technologie zum Bau von Kernwaffen verfügt bzw. erfolgreich umgesetzt hat, übt in dieser Funktion auch eine gewisse Anziehungskraft auf andere islamische Staaten aus. Diese These gilt es im weiteren Verlauf zu belegen.
1. Pakistan – Eine Einführung: Gibt einen geschichtlichen Überblick über die Gründung Pakistans, die Zwei-Nationen-Theorie und die demographischen sowie sozioökonomischen Grundlagen des Staates.
2. Kernwaffen im Allgemeinen: Erläutert die technischen Grundlagen der Kernspaltung und -fusion sowie die Geschichte der Entwicklung von Nuklearwaffen und die Bedeutung internationaler Verträge.
3. Pakistan und die „Atombombe“: Beschreibt den Weg Pakistans zum Kernwaffenstaat, die Rolle von Dr. A.Q. Khan und die Entwicklung der Nukleardoktrin.
4. Die (nuklearen) Beziehungen zu den Nachbarstaaten: Analysiert die angespannten nuklearen Rivalitäten zu Indien sowie die Kooperationen und Sicherheitsrisiken gegenüber China, Afghanistan, Saudi-Arabien und dem Iran.
5. Der (atomare) Einfluss durch den „Westen“: Untersucht die wechselhafte sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit den USA, Deutschland und internationalen Bündnissen in Bezug auf das pakistanische Atomprogramm.
6. Ausblick: Reflektiert die aktuelle sicherheitspolitische Lage, die Gefahren der Talibanisierung und die künftigen Herausforderungen für die Stabilität des pakistanischen Staates.
Pakistan, Atomwaffen, Kernwaffenprogramm, Nukleardoktrin, Indien, Südasien, Sicherheitspolitik, Proliferation, USA, China, Afghanistan, Talibanisierung, Atomwaffensperrvertrag, Abschreckung, Kaschmir-Konflikt.
Die Bachelorarbeit analysiert die Entwicklung Pakistans zum Atomstaat und untersucht die daraus resultierenden regionalen und globalen Auswirkungen auf die Sicherheitslage.
Die Arbeit behandelt die Genese des pakistanischen Nuklearprogramms, die strategischen Beziehungen zu Nachbarstaaten sowie den Einfluss westlicher Staaten auf das nukleare Rüstungsgeschehen.
Das Ziel besteht darin, zu klären, welche Rolle Pakistan als Atomstaat einnimmt und wie sicher das Land im Hinblick auf seine Nuklearwaffen angesichts interner Instabilitäten ist.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung wissenschaftlicher Literatur, Berichten, Dokumenten und historischen Fakten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung der pakistanischen Atombombe, die nuklearen Beziehungen zu Nachbarstaaten und die Rolle externer Akteure wie den USA und Deutschland.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie nukleare Abschreckung, regionale Sicherheit, Proliferation und das politische Spannungsfeld zwischen Pakistan und Indien geprägt.
Kaschmir wird als zentraler Dauerkonflikt identifiziert, der maßgeblich zur pakistanischen Aufrüstung und zum nuklearen Sicherheitsdilemma in Südasien beigetragen hat.
Die Arbeit beleuchtet die Sorge vor einem unbefugten Zugriff, etwa durch terroristische Gruppen, und thematisiert die Bemühungen zur Sicherung der nuklearen Komponenten unter US-amerikanischer Unterstützung.
Es wird analysiert, inwiefern westliche Staaten, insbesondere die USA, durch Hilfe, Technologietransfer oder Sanktionen die Entwicklung und Kontrolle des pakistanischen Atomprogramms beeinflusst haben.
Der Begriff beschreibt die arabische Einflussnahme auf das pakistanische System, insbesondere die finanzielle Unterstützung der nuklearen Ambitionen Pakistans durch Saudi-Arabien.
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