Masterarbeit, 2020
108 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Erkenntnisinteresse und forschungsleitende Fragestellungen
2. Relevanz und Aufbau
Forschungsstand
Theoretischer Hintergrund: Soziologische Ansätze der Identitätsbildung
3. Die Identitätsbildung nach George Herbert Mead
3.1. Identitätsbildung
3.2. Das Selbst und die strukturellen Bestandteile I, Me und Self
4. Erving Goffmans Grundgedanken zu Identität, Selbst und Selbstdarstellung
4.1. Grundannahmen zu Identität, Selbst und Selbstdarstellung
4.2. Die Bühnen des Theaters
5. Zwischenfazit
Methodologie
6. Die dokumentarische Methode der Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack
7. Die Arbeitsschritte der dokumentarischen Methode der Bildinterpretation
Ergebnisse
8. Typische Posen und Körperhaltungen
9. Typische Geste in der Oberkörperaufnahme
10. Typische Ausprägungen in der Mimik und Blickverhalten
11. Typen der Selbstdarstellung
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Identitätsbildung und Selbstdarstellung weiblicher Jugendlicher im Alter von 16 bis 18 Jahren auf dem sozialen Netzwerk Instagram. Das primäre Ziel ist es, unter Anwendung der dokumentarischen Methode nach Ralf Bohnsack wiederkehrende Inszenierungsmuster und Typen in der digitalen Selbstdarstellung zu identifizieren und diese soziologisch mittels der Theorien von George H. Mead und Erving Goffman zu fundieren.
Die Identitätsbildung nach George Herbert Mead
Für die Ausbildung von Identität sind Mead zufolge, diverse Aspekte dafür maßgeblich, wie z.B.: ‚Zeichen‘, ‚Gesten‘, ‚signifikante Symbole‘, ‚Geist‘ sowie ‚Selbst‘ und ‚Selbstbewusstsein‘. Wie diese Begriffe mit der Identitätsbildung zusammenhängen, soll nachfolgend erörtert werden.
Beginnend mit einem der wohl bekanntesten soziologischen Ansätze zur Untersuchung von Identität, kommt man an George H. Mead, der als Vertreter des symbolischen Interaktionismus bereits 1943 einen theoretischen Erklärungsversuch zur Identitätsentwicklung eines Menschen vornimmt, nicht vorbei (vgl. Kneidinger-Müller 2017: 65).
Erwähnenswert ist, dass die Identitätsvorstellungen in sozialwissenschaftlichen Theorien der Gegenwart hauptsächlich in der Tradition des amerikanischen Pragmatismus (James 1977) und dem daraus hervorgegangenen Symbolischen Interaktionismus von Mead stehen. Vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Umbruchsituation in den USA entstanden beide, amerikanischer Pragmatismus und Symbolischer Interaktionismus, im 1890 einsetzenden Industrialisierungs- und Urbanisierungsprozess. Mit diesem Prozess kam die Frage nach einer Identität von Individuen angesichts des Zusammentreffens verschiedener Ethnien und Sozialschichten ebenso angesichts der zunehmenden Arbeitsteilung auf (vgl. Stross 1991: 7).
Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der forschungsleitenden Fragestellungen und des Aufbaus der Untersuchung.
Forschungsstand: Überblick über existierende Studien zur Instagram-Nutzung und Selbstdarstellung Jugendlicher.
Theoretischer Hintergrund: Soziologische Ansätze der Identitätsbildung: Theoretische Rahmung durch Konzepte von Mead und Goffman sowie Klärung der Jugendphase.
Methodologie: Erläuterung der angewandten dokumentarischen Methode der Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack.
Ergebnisse: Darstellung und Analyse der in den Bildern identifizierten Posen, Gesten und Typen der Selbstdarstellung.
Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Identitätsbildung, Selbstdarstellung, Instagram, Jugendliche, Dokumentarische Methode, Ralf Bohnsack, George H. Mead, Erving Goffman, Impression Management, Image, Körperhaltung, digitale Medien, Sozialisation, Typenbildung, Inszenierung.
Die Arbeit untersucht, wie weibliche Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren das soziale Netzwerk Instagram nutzen, um ihre Identität zu konstruieren und sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Themen umfassen die soziologische Identitätsbildung, das Konzept des Impression Managements, die Bedeutung von ästhetischen Inszenierungen im digitalen Raum sowie die Methoden der qualitativen Bildanalyse.
Das Ziel ist es, anhand von 20 Instagram-Bildern zu ergründen, welche Rolle die Plattform bei der Selbstfindung einnimmt und welche spezifischen Typen der Selbstdarstellung sich daraus ableiten lassen.
Es wird die dokumentarische Methode der Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack angewandt, um implizite Wissensbestände in den Bildern zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Mead und Goffman, die Erläuterung des methodischen Vorgehens und die empirische Analyse von Körperhaltungen, Mimik und Gestik.
Zu den zentralen Begriffen zählen Identitätsbildung, Selbstdarstellung, Instagram, dokumentarische Methode und Impression Management.
Diese Altersgruppe befindet sich in einer entscheidenden Selbstfindungsphase an der Schwelle zum Erwachsensein, in der digitale Netzwerke eine neue, kontrollierbare Bühne für die Identitätsarbeit bieten.
Die Studie zeigt, dass Influencer als starke Vorbilder fungieren, deren Posen, Aussehen und Darstellungsmuster die Jugendlichen nachahmen, um positives Feedback in Form von Likes zu generieren.
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