Bachelorarbeit, 2010
37 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
3. Die Teilnahme an den antiken Olympischen Spielen
3.1 Die „agonalen Griechen“
3.2 Wer kann Olympiasieger werden?
3.3 Die Siegerlisten als authentisches Erbe für die Nachwelt?
4. Die Bedeutung des Olympischen Sieges für den Athleten
4.1 Die Ehrungen an der heiligen Festspielstätte in Olympia
4.2 Die Ehrungen bei der Rückkehr in die Heimatpolis
4.3 Die Siegerstatuen im heiligen Tempel des Gottes Zeus
5. Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Implikationen des Olympischen Sieges
5.1 Wirtschaftliche Vermarktung des Olympischen Sieges?
5.2 Politische Nutzung des Olympischen Sieges
5.3 Der Olympiasieg als begehrenswertes Ziel für die Heimatpolis
6. Kritische Stimmen der Antike – Was nützt der Menschheit ein Sieg in Olympia?
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Olympiasieges in der Antike. Dabei wird analysiert, welche unmittelbaren und langfristigen Folgen der Gewinn eines heiligen Ölbaumkranzes für den einzelnen Athleten hatte, wie der Sieg ökonomisch sowie politisch instrumentalisiert wurde und welchen Stellenwert dieser Erfolg für die Heimatpolis des Siegers einnahm.
4.1 Die Ehrungen an der heiligen Festspielstätte in Olympia
Der Sieg bei den Olympischen Spielen galt für einen Athleten als Gipfel des Glücks. Er hat als „Liebling der Götter“ sein Lebensziel erreicht und sowohl sein Name, der seines Vaters und seiner Heimatstadt wurden unmittelbar nach dem Wettkampf ausgerufen. Die vielen Zuschauer feierten ihn mit einem dreifachen Heilruf, der dem heutigen „Hipp-hipp-hurra“ ähnelt (vgl. Diem, 1960, S. 263). Im Anschluss daran wurde die offizielle Siegeshymne des Dichters Archilochos lautstark gesungen. Die Sitte, den Sieger direkt nach dem Wettkampf im Hippodrom mit einem Wollfaden um die Schläfe zu ehren, fällt in eine mythische Ära zurück. Seit der Zeit Alexanders des Großen symbolisierte ein Palmzweig zudem die Dauer der Jugend und wurde dem erfolgreichen Athleten ebenfalls direkt nach dem Wettkampf überreicht (vgl. Diem, 1960, S. 263).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Stellenwert des Sieges in der griechischen Antike und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Folgen für Athlet und Polis.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel nähert sich soziologisch dem Begriff des Sieges und ordnet ihn als zentrales Element im binären Code des Sports ein.
3. Die Teilnahme an den antiken Olympischen Spielen: Es wird die ideologische Einstellung zum Sport sowie die strengen, exklusiven Zulassungskriterien und die historische Bedeutung der Siegerlisten thematisiert.
4. Die Bedeutung des Olympischen Sieges für den Athleten: Hier werden die unmittelbaren Ehrungen am Festspielort, die Rückkehr in die Heimat sowie die symbolträchtige Errichtung von Siegerstatuen untersucht.
5. Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Implikationen des Olympischen Sieges: Das Kapitel behandelt die Vermarktung von Siegen, deren gezielte politische Instrumentalisierung durch Herrscher und Städte sowie den Prestigecharakter für die Polis.
6. Kritische Stimmen der Antike – Was nützt der Menschheit ein Sieg in Olympia?: Dieser Teil beleuchtet kritische Positionen antiker Autoren wie Euripides, Xenophanes und Platon, die den exzessiven Ruhm der Athleten und die Vernachlässigung geistiger Werte hinterfragten.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die außergewöhnliche Bedeutung des Sieges in der Antike.
Olympische Spiele, Antike, Olympiasieg, Athletentum, Polis, Sportgeschichte, Siegerstatuen, Politische Instrumentalisierung, Wirtschaftliche Vermarktung, Philotimia, Ehrung, Agon, Gesellschaft, Antiker Sport, Ruhm.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen und untersucht, welche soziopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Triumph sowohl für den Athleten als auch für dessen Heimatstadt hatte.
Im Fokus stehen die Teilnahmebedingungen, der Ablauf der Ehrungen, die ökonomische Verwertung sportlicher Erfolge sowie die kritische Reflexion des antiken Athletentums durch zeitgenössische Intellektuelle.
Ziel ist es, den ideellen und materiellen Stellenwert eines Olympiasieges in der Antike wissenschaftlich darzulegen und die Instrumentalisierung des Sports als politisches und soziales Mittel aufzuzeigen.
Die Arbeit folgt einem deskriptiven und analytischen Ansatz, der auf der Auswertung relevanter Literatur aus der Sportgeschichte und Altertumswissenschaft basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Teilnahmevoraussetzungen, die Analyse der Ehrungen (vor Ort und zu Hause), die wirtschaftliche und politische Vermarktung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sieges-Hype.
Wichtige Begriffe sind Olympiasieg, Polis, antike Sportfeste, Siegerlisten, Politische Instrumentalisierung und Professionalisierung im antiken Sport.
Der Sieg eines Athleten erhöhte das Ansehen der gesamten Heimatstadt. Städte investierten daher massiv in ihre Athleten, da diese als Repräsentanten der Stadt fungierten und der Triumph ein bedeutendes prestigeträchtiges Element darstellte.
Autoren wie Euripides oder Xenophanes kritisierten den übermäßigen Fokus auf rein körperliche Leistungen, die Vernachlässigung des Geistes sowie die hohen Belohnungen für Athleten, die sie für das Gemeinwohl als wenig nützlich erachteten.
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