Bachelorarbeit, 2011
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definitionen
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Berry´s zweidimensionales Modell der Akkulturation
3.2 Berry´s Rahmenmodell
4. Hypothesen
5. Empirischer Teil
5.1 Stichprobe
5.2 Methode
5.2.1 Religiosität
5.2.2 Akkulturationstypen
5.2.3 Integrationsstatus
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Deskriptive Ergebnisse
5.3.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Akkulturationsverhalten muslimischer Schüler in Deutschland. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen präferierten Akkulturationsstrategien, dem Grad der Religiosität und dem Integrationsstatus zu analysieren und dabei zu klären, welche Akkulturationsmuster bei muslimischen Jugendlichen vorliegen.
1. Einleitung
Nie zuvor wurde das Thema der Migration in Deutschland so heftig in Öffentlichkeit, Politik und Medien diskutiert. Beginnend mit den Anschlägen des 11. Septembers 2009 entwickelte sich die Migrationsdebatte in Deutschland zu einer neuen Dimension. Nach jahrelanger Diskussion über Integration, entflammte Thilo Sarrazin mit der Veröffentlichung seines Buches „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ die Debatten erneut und dies in unerdenkbarem Ausmaß. Im Fokus stehen dabei muslimische Migranten, die mit rund 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen Deutschlands größte Migrantengruppe darstellen (Hünseler, 2009) und inzwischen zum festen Bestandteil der Bevölkerung geworden sind. Im Gespräch ist dabei die Anpassung muslimischer Migranten an deutsche Lebensweisen und -gewohnheiten und die Integration in die Gesellschaft, wobei besonders Schulen und Bildungseinrichtungen die Aufgabe zukommt, jungen Muslimen den Eintritt und die Eingewöhnung in die Gesellschaft zu erleichtern.
Die folgende Arbeit beschäftigt sich aufgrund der hoch aktuellen Debatte mit der Akkulturation muslimischer Schüler in Deutschland und setzt es sich als Ziel, die Einstellungen junger Muslime hinsichtlich Akkulturation und Religion zu analysieren und damit die Relationen zwischen Akkulturationsstrategien, der Religiosität und dem Integrationsstatus zu untersuchen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Migrationsdebatte in Deutschland ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Akkulturation muslimischer Schüler.
2. Definitionen: Hier werden grundlegende Begriffe wie Akkulturation und deren konzeptionelle Abgrenzung erläutert, um ein theoretisches Fundament für die Untersuchung zu schaffen.
3. Aktueller Forschungsstand: In diesem Kapitel werden bestehende Studien sowie Berrys theoretische Modelle zur Akkulturation vorgestellt.
4. Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden spezifische Annahmen zum Zusammenhang zwischen Akkulturationsstrategie, Religiosität und Integrationsstatus aufgestellt.
5. Empirischer Teil: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Stichprobe sowie die statistischen Ergebnisse der quantitativen Datenauswertung.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch interpretiert, mit bisheriger Forschung kontrastiert und methodische Limitationen aufgezeigt.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für die Integrationspolitik sowie zukünftige Forschung ab.
Akkulturation, Integration, Migration, Muslime, Religiosität, Akkulturationsstrategien, Integrationsstatus, Identität, Clusteranalyse, Sprachkompetenz, soziale Integration, Jugendforschung, kulturelle Anpassung, Religionspraxis.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Akkulturationsprozesse muslimischer Schüler in Deutschland und untersucht, wie diese mit ihrer Religion und Integration zusammenhängen.
Die zentralen Themen umfassen Akkulturationsmodelle nach Berry, die Religiosität muslimischer Jugendlicher, deren Sprachgebrauch im Freundeskreis sowie den Kontakt zur Aufnahmegesellschaft.
Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den präferierten Akkulturationsstrategien (z. B. Integration oder Assimilation) und dem individuellen Integrationserfolg sowie der Religiosität zu identifizieren.
Es handelt sich um eine quantitative Studie, die auf einer telefonischen Panelbefragung basiert und statistische Verfahren wie die Cluster- und Varianzanalyse (ANOVA) zur Auswertung nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Akkulturationsforschung, die Formulierung von Hypothesen und die empirische Untersuchung der Daten anhand von drei identifizierten Akkulturationstypen.
Wichtige Begriffe sind Akkulturation, Integration, muslimische Identität, Clusteranalyse und Religiosität als Prädiktor für soziale Teilhabe.
Nein, der Marginalisationstyp konnte in der vorliegenden empirischen Untersuchung nicht nachgewiesen werden, was mit der Kritik einiger Forscher an der Existenz dieses Typs korrespondiert.
Die Studie zeigt, dass Schüler mit einer separativen Akkulturationsstrategie eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als diejenigen, die einen integrativen oder assimilativen Weg wählen.
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