Diplomarbeit, 2003
177 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Betrachtung
2.1. Das Phänomen Berichterstattung
2.2. Personalberichterstattung
2.3. Abgrenzung zu anderen Berichtsformen
2.3.1. Geschäftsbericht
2.3.2. Sozialbericht
2.3.3. Nachhaltigkeitsbericht
2.3.4. Intellectual Capital Bericht
2.3.5. Umweltbericht
2.4. Erfahrungen aus der gesellschaftsbezogenen Berichterstattung
2.5. Sender und Adressaten
2.6. Senderspezifische Erklärungsansätze und Funktionen
2.6.1. Rechenschaftslegungs- und Dokumentationsfunktion
2.6.2. Kommunikations- und Signallingfunktion
2.7. Adressatenspezifische Funktion
2.7.1. Informationsfunktion
2.8. Anforderungen
2.8.1. Ziele
2.8.2. Kommunikationsgrundsätze
2.8.3. Darstellungsgrundsätze
2.8.4. Durchführungsbedingungen
2.8.5. Nützlichkeit
2.9. Inhalt eines Personalberichtes
2.10. Formen und Medien
2.11. Hypothesenbildung
3. Bestandsaufnahme zur Personalberichterstattung
3.1. Verbreitung eigenständiger Personalberichte
3.2. Internationaler Vergleich
3.2.1. Art der Berichterstattung über die Human Resources
3.2.2. Berichtstypen und deren Verbreitung
4. Inhalte aktueller Personalberichte
4.1. Ziele der Inhaltsanalyse und Methodik
4.2. Untersuchungseinheit
4.3. Ergebnisse nach Hauptthemen
4.4. Ergebnisse nach Unterthemen
4.4.1. Unternehmensinformationen
4.4.2. Sozialpartnerschaft
4.4.3. Personalmarketing
4.4.4. Personalentwicklung
4.4.5. Personalaufwand
4.4.6. Personalstatistik
4.4.7. Betriebliches Vorschlagswesen/Erfindervergütungen
4.4.8. Sicherheitswesen/Arbeitsschutz
4.4.9. Soziales/Gesellschaft
4.4.10. Sonstiges
4.5. Aufbau
4.6. Typisierung
4.7. Quantitativer Vergleich
4.8. Vergleich mit Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten
4.8.1. Ergebnisse nach Hauptthemen
4.8.2. Ergebnisse nach Unterthemen
4.9. Fazit
5. Befragung zur Anwendung von Personalberichten
5.1. Ziele der Befragung
5.2. Untersuchungseinheit
5.3. Fragebogen
5.4. Ablauf der Befragung
5.5. Rücklauf
5.6. Ergebnisse der Befragung
5.6.1. Adressaten
5.6.2. Interesse bei den Adressaten
5.6.3. Erfassung der Informationsbedürfnisse
5.6.4. Gründe für oder gegen die Veröffentlichung
5.6.5. Nutzen
5.6.6. Aufwand
5.6.7. Prüfung der Wirtschaftlichkeit
5.6.8. Formen der Veröffentlichung/Medien
5.6.9. Inhalte
5.6.10. Meinung
5.6.11. Ausblick/Statistik
6. Diskussion / Implikationen
7. Fazit
Das Hauptziel der vorliegenden Diplomarbeit besteht in der theoretischen Fundierung des Kommunikationsinstruments Personalbericht sowie der Analyse des aktuellen Stands der Veröffentlichung eigenständiger Personalberichte im deutschsprachigen Raum und international. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Funktionen Personalberichte erfüllen, wie sie in der Praxis Anwendung finden und inwiefern sie sich von anderen Berichtsformen (wie Nachhaltigkeits- oder Geschäftsberichten) abgrenzen und in diese einordnen lassen.
2.1. Das Phänomen Berichterstattung
Warum erstellen Unternehmen Berichte? Diese Frage kann mit Hilfe der Koalitionstheorie und der Anreiz-Beitrags-Theorie beantwortet werden. Das Unternehmen wird dabei als Koalition von Unternehmensbeteiligten verstanden, die mit ihrer Teilnahme an dieser spezifische Interessen und Ziele verfolgen. Für die Entscheidung zur Leistung eines Beitrages müssen von der Organisation entsprechende Anreize für die Beteiligten geschaffen werden. Überlegungen zum Verbleib, zum Verlassen oder zum Neueintritt in eine Organisation beruhen auf Informationen. Diese ermöglichen es dem Koalitionär, die gebotenen Anreize mit seinem eigenen Beitrag zu vergleichen (Cyert/March 1963, March/Simon 1958, zit. nach Staehle 1999, S. 431-433; Löttgert 1996, S. 26). „Die Berichterstattung von Unternehmen zielt folglich darauf ab, den im weitesten Sinne an einem Unternehmen Beteiligten, ..., Daten für unternehmensbezogene Beurteilungen und Entscheidungen bereitzustellen.“ (Löttgert 1996, S. 27) Die Berichterstattung kann auf freiwilliger oder gesetzlicher Basis beruhen und differenziert nach Inhalten, Anlässen und Adressaten eine Vielzahl von Formen annehmen. Grundsätzlich wird zwischen interner (z.B. für Unternehmensleitung und Mitarbeiter) und externer Berichterstattung (z.B. für Behörden, Aktionäre, Gläubiger) unterschieden. Die Informationsinteressen der Koalitionäre können ökonomischer oder nicht-ökonomischer Art sein und erfordern eine dementsprechende Differenzierung der Berichterstattung (ebd., S. 27-29).
1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Problemstellung der Arbeit, grenzt den Begriff Personalbericht von anderen Berichtsformen ab und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Theoretische Betrachtung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Berichterstattung, definiert den Personalbericht und analysiert ihn im Kontext des Stakeholder-Konzepts sowie der Principal-Agent-Theorie.
3. Bestandsaufnahme zur Personalberichterstattung: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Verbreitung eigenständiger Personalberichte in Deutschland und im internationalen Vergleich.
4. Inhalte aktueller Personalberichte: Hier erfolgt eine quantitative Inhaltsanalyse der untersuchten Berichte, die nach Haupt- und Unterthemen gegliedert ist, und ein Vergleich mit Geschäfts- sowie Nachhaltigkeitsberichten vorgenommen wird.
5. Befragung zur Anwendung von Personalberichten: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Befragung unter Unternehmen hinsichtlich der Anwendung, der Adressaten, des Nutzens und des Aufwands von Personalberichten.
6. Diskussion / Implikationen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit in Bezug auf die Hypothesen diskutiert und Implikationen für die zukünftige Berichterstattung abgeleitet.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf sowie die Rolle von Personalberichten im Kontext zukünftiger Standards.
Personalbericht, Personalberichterstattung, Human Resource Management, Stakeholder, Nachhaltigkeitsbericht, Geschäftsbericht, Personalmarketing, Human Capital, Inhaltsanalyse, Unternehmensberichterstattung, Sozialbericht, Personalkennzahlen, Transparenz, Arbeitgeberimage, Berichtswesen.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung von Personalberichten als Instrument der Unternehmenskommunikation und führt hierzu eine Bestandsaufnahme bei ausgewählten Unternehmen durch.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Berichterstattung, der Vergleich von Personalberichten mit anderen Formaten wie Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten, sowie die Analyse der Praxisrelevanz durch Unternehmensbefragungen.
Das Ziel ist die Verringerung der Defizite im wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu eigenständigen Personalberichten und die Beantwortung von Fragen zu Adressaten, Nutzen, Anforderungen und Inhalten dieser Berichte.
Es wird eine Kombination aus quantitativen Methoden (Inhaltsanalyse von 29 Berichten) und qualitativen Methoden (Befragung von Unternehmen und vertiefende Telefoninterviews) angewandt.
Der Hauptteil analysiert die Inhalte aktueller Personalberichte, typisiert diese nach verschiedenen Charakteristika (z.B. Grad der Adressierung) und prüft die Anwendbarkeit in der Praxis.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Personalbericht, Human Resource Management, Stakeholder, Nachhaltigkeitsbericht und Unternehmensberichterstattung aus.
Wie im Interview mit der Hypovereinsbank deutlich wird, existiert häufig noch kein hoher externer Druck, da für viele Adressaten andere Berichtsformen wie der Geschäfts- oder Nachhaltigkeitsbericht bereits als Informationsquelle ausreichen.
Rating-Agenturen benötigen detaillierte Informationen, insbesondere im Bereich "Non-Financials", und ziehen Personalberichte zur Bewertung der sozialen Performance von Unternehmen heran, kritisieren jedoch häufig die mangelnde Vergleichbarkeit.
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