Bachelorarbeit, 2010
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2 Struktur der Arbeit
1.3 Instrumente des Marketings (4P)
2 Parameter für den Erfolg einer Unternehmung
2.1 Die Kosten als Erfolgsfaktor
2.1.1 Kostenniveaumanagement
2.1.2 Kostenverlaufsmanagement
2.1.3 Kostenstrukturmanagement
2.2 Die Absatzmenge als Erfolgsfaktor
2.3 Der Preis als Erfolgsfaktor
2.3.1 Strategische Stellhebel bei der Preisgestaltung
2.3.1.1 Preispositionierung und Preisimage
2.3.1.2 Preisdifferenzierung
2.3.1.3 Preisvariation im Zeitablauf
2.3.2 Operative Entscheidungen im Preismanagement
2.3.2.1 Kostenorientiertes Preismanagement
2.3.2.1.1 Kosten-Plus-Ansatz
2.3.2.1.2 Target Costing
2.3.2.2 Wettbewerbsorientiertes Preismanagement
2.3.2.3 Wertorientiertes Preismanagement
2.4 Nutzung und Bewertung der dargestellten Alternativen
3 Preismanagement in der chemischen Industrie
3.1 Definition der chemischen Industrie
3.1.1 Basischemie (Commodity)
3.1.2 Spezialchemie (Speciality)
3.2 Preismanagement für Commodities
3.3 Preismanagement für Specialities
4 Status quo der Preisgestaltung: Eine Fallstudie
4.1 Die aktuelle Situation
4.2 Handlungsempfehlung
5 Zukünftige Relevanz des wertorientierten Pricings
Die vorliegende Arbeit untersucht das Preismanagement in der deutschen chemischen Industrie. Ziel ist es, die Erfolgsparameter (Kosten, Absatzmenge, Preis) zu analysieren und aufzuzeigen, wie wertorientierte Preisgestaltung die Rentabilität von Unternehmen in dieser Branche nachhaltig steigern kann, flankiert durch eine Fallstudie bei der Ticona GmbH.
2.3.2.1.1 Kosten-Plus-Ansatz
Auf der Basis von Vollkosten, die dem Unternehmen hinreichend bekannt sein müssen, wird mit der Hinzunahme des Gewinns und Risikozuschlags die Preiskalkulation auf der Grundlage des Kosten-Plus-Ansatzes durchgeführt71. Die Gewinnaufschläge sind gewöhnlich branchenüblich, unternehmensüblich oder gar frei gewählt, um die gewünschte Umsatzrendite zu erwirtschaften72. Dieses Verfahren wird häufig in der Unternehmenspraxis benutzt, da es handfeste Vorteile bietet. Aufgrund der einfachen Ermittlung des Preises mit Hilfe eines Zuschlagsatzes, nutzen 75% der Unternehmen zumindest in Teilen das Kosten-Plus-Verfahren73. Aber auch weitere Nutzenaspekte verhelfen dem Methode zum praktischen Erfolg. Der Informationsbedarf, der für die Ermittlung der Preise erforderlich ist, wird durch die meist schon bestehenden Kostenkalkulation des Unternehmens weitestgehend gedeckt. Die lineare Abhängigkeit des Preises von den Kosten gewährleistet stets einen Preis, der die anfallenden betrieblichen Kosten deckt und einen prozentualen Gewinn gewährleistet.
Darüber hinaus deuten die ermittelten Kosten verschiedenartige Preisuntergrenzen74 an. Allerdings werden Informationen über den Kunden und dem Wettbewerb bei der Preisbildung völlig ausser acht gelassen. Eine starre kostenorientierte Preispolitik nimmt der Organisation die Möglichkeit auf Markt- und Nachfrageveränderungen zu reagieren oder sich aufkommenden Chance einer Preisanhebung wahrzunehmen. Während einer Phase mit großer Nachfrage wird Gewinnpotential nicht angenommen und während einer Stagnation mit erhöhtem Wettbewerbsdruck kann die Gewinnspanne eventuell nicht mehr gehalten werden. Somit ist eine Gewinnmaximierung unter den genannten Bedingungen nicht erreichbar75. Weiterhin stellt die Zurechnung betrieblicher Gemeinkosten ein Problem dar, weil Verteilungsschlüssel meist nicht kostenverursachungsgerecht gebildet werden76. Daher ist der Erfolg eines Produktes nicht genau messbar. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Fixkostenverteilung. Wie bereits erwähnt sinken die Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge. Der Preis als eine nach außen kommunizierte Größe sollte jedoch nicht der Fixkostendegression folgen und bei steigender Absatzmenge fallen. Auf der anderen Seite kann der definierte Preis zu niedrig sein, wenn die gewünschte Absatzmenge nicht durchsetzbar ist und die Fixkosten je Stück höher liegen.
1 Einführung: Das Kapitel erläutert die ökonomische Relevanz der deutschen Chemieindustrie und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die sich auf die Preisgestaltung als zentralen Hebel für den Unternehmenserfolg fokussiert.
2 Parameter für den Erfolg einer Unternehmung: Hier werden die Komponenten der Gewinnfunktion – Kosten, Absatzmenge und Preis – im Detail analysiert und deren wechselseitige Abhängigkeiten sowie theoretische Ansätze zur Steuerung dargestellt.
3 Preismanagement in der chemischen Industrie: Dieses Kapitel differenziert zwischen Commodities und Specialities und zeigt branchenspezifische Herausforderungen sowie Strategien für deren Preismanagement auf.
4 Status quo der Preisgestaltung: Eine Fallstudie: Anhand des Beispiels Ticona GmbH wird die praktische Umsetzung von Preisstrategien in der Spezialchemie analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.
5 Zukünftige Relevanz des wertorientierten Pricings: Das Fazit unterstreicht die wachsende Bedeutung einer wertorientierten Preisgestaltung als Mittel zur Margenverbesserung in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
Preismanagement, chemische Industrie, wertorientierte Preisgestaltung, Kosten-Plus-Ansatz, Target Costing, Spezialchemie, Commodities, Gewinnfunktion, Wettbewerbsstrategie, Kundenmehrwert, Preisdifferenzierung, Preiscontrolling, Zahlungsbereitschaft, Marktanteil, Fallstudie
Die Arbeit analysiert die Mechanismen der Preisgestaltung in der deutschen chemischen Industrie und untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Preisstrategien ihre Profitabilität steigern können.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Erfolgsfaktoren Kostenmanagement, Absatzmengensteuerung und insbesondere das strategische sowie operative Preismanagement unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen der Chemiebranche.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche Rolle der Preis für den Unternehmenserfolg in der Chemiebranche spielt, welche Preisbildungsalternativen existieren und wie diese optimal genutzt werden können.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse zu Preisbildungsmechanismen mit einer konkreten Fallstudie eines Unternehmens aus der Spezialchemiebranche (Ticona GmbH).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Erfolgsfaktoren, die Spezifizierung des Preismanagements für Commodities und Specialities sowie die Analyse der Ist-Situation in der Fallstudie inklusive konkreter Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie wertorientiertes Preismanagement, Target Costing, Preisdifferenzierung, Wettbewerbsvorteile und spezifische Marktdynamiken der chemischen Industrie geprägt.
Die Ticona GmbH dient als Fallbeispiel für die praktische Anwendung von Preismanagement-Methoden in einem Spezialchemieunternehmen, um die Theorie mit den Herausforderungen der realen Geschäftspraxis zu verknüpfen.
Die Umsetzung erschwert sich oft durch hohe Informationskosten bei der Ermittlung der Kunden-Zahlungsbereitschaft, die Komplexität der Produktanwendungen und die Schwierigkeit, einen quantifizierten Produktwert gegenüber dem Kunden durchzusetzen.
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