Diplomarbeit, 2003
104 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Abgrenzung
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1 Einführung
2.2 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)
2.2.1 Entstehungsgeschichte
2.2.2 Auswirkungen auf die Prüfung des Risikomanagements
2.3 Die Bedeutung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 7. November 2002 für die Abschlussprüfung
2.4 Das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG)
2.4.1 Generelle Zielsetzung des TransPuG
2.4.2 Auswirkungen auf die Prüfung des Risikomanagements
2.5 Die Bedeutung von berufsständischen Verlautbarungen
2.5.1 Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC)
2.5.1.1 Aufgaben und Ziele
2.5.1.2 Wirkungsweise
2.5.2 Das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW)
2.5.2.1 Aufgaben und Ziele
2.5.2.2 Wirkungsweise
3 Die veränderte Rolle des Abschlussprüfers
3.1 Zusammenarbeit zwischen Abschlussprüfer und Aufsichtsrat
3.2 Zusammenarbeit zwischen Abschlussprüfer und Vorstand
4 Das Risikomanagementsystem (RMS)
4.1 Definition und Begriffsabgrenzung
4.1.1 Risiko
4.1.2 Risikomanagement
4.1.3 Risikomanagementsystem
4.2 Bestimmung des Regelkreislaufs
4.3 Wesentliche Bestandteile des Risikomanagementsystems
4.3.1 Das Risikofrüherkennungssystem (RFS)
4.3.2 Das Risikocontrolling (RC)
4.3.3 Das Interne Kontrollsystem (IKS)
5 Die Prüfung des Risikomanagementsystems
5.1 Prüfungsumfang und -objekt
5.2 Prüfung des Aufbaus und der Einbindung des Risikomanagements in das Unternehmen
5.3 Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems
5.3.1 Grundsätzliche Überlegungen
5.3.2 Prüfungsplanung
5.3.2.1 Das Separationskonzept
5.3.2.2 Das Integrationskonzept
5.3.2.3 Das Mischkonzept
5.3.3 Die Prüfung der Maßnahmen nach § 91 Abs. 2 AktG
5.3.3.1 Festlegung der Risikofelder
5.3.3.2 Risikoidentifikation und Risikoanalyse
5.3.3.3 Risikokommunikation
5.3.3.4 Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben
5.3.3.5 Einrichtung eines Überwachungssystems
5.3.3.6 Dokumentation der getroffenen Maßnahmen
5.3.3.7 Feststellung der getroffenen Maßnahmen
5.3.3.8 Beurteilung der Angemessenheit der Maßnahmen zur Risikofrüherkennung
5.3.3.9 Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Risikofrüherkennung
5.4 Die Prüfung des Risikocontrollings
5.4.1 Einleitende Abgrenzung
5.4.2 Allgemeine Prüfungshandlungen
5.4.3 Die Prüfung des Regelkreislaufs des Risikomanagements
5.4.3.1 Die Risikostrategie
5.4.3.2 Die Risikoidentifikation und -analyse
5.4.3.3 Die Risikobewertung und -steuerung
5.4.3.4 Risiko-Reporting als Informations- und Koordinationsinstrument
5.5 Die Prüfung des internen Kontrollsystems
5.5.1 Prüfung des Aufbaus des internen Kontrollsystems
5.5.1.1 Kontrollumfeld
5.5.1.2 Risikobeurteilungen
5.5.1.3 Kontrollaktivitäten
5.5.1.4 Information und Kommunikation
5.5.1.5 Überwachung des internen Kontrollsystems
5.5.2 Prüfung der Funktion des internen Kontrollsystems
5.5.3 Prüfung der Internen Revision
5.5.3.1 Aufgaben der Internen Revision
5.5.3.2 Abgrenzung und Kooperation von Abschlussprüfer und Interner Revision
5.5.3.3 Anforderungen an die Interne Revision
5.5.3.4 Überprüfung der Arbeit der Internen Revision
5.5.4 Risiken bei der Prüfung des Internen Kontrollsystems
5.6 Die Prüfung der Versicherung von Risiken
6 Die Berichterstattungspflichten
6.1 Berichterstattung über die Prüfung des Risikomanagementsystems
6.2 Prüfung der Risikodarstellung des Vorstands im Lagebericht
6.3 Bestätigungsvermerk
7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Leitfaden für die Prüfung des Risikomanagementsystems (RMS) durch den Abschlussprüfer vor dem Hintergrund der gesetzlichen Änderungen durch KonTraG und TransPuG zu entwickeln. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie der Abschlussprüfer die Angemessenheit und Wirksamkeit des RMS beurteilen kann, ohne dabei eine unzulässige Geschäftsführungsprüfung vorzunehmen.
4.3.3 Das Interne Kontrollsystem (IKS)
Im Rahmen des RMS stellt das IKS eine „tragende Säule“ dar.
Der Begriff des IKS stammt von dem englischen Terminus „Internal Control“ ab. Mit dem IKS sollen Leistung und Verhalten von Mitarbeitern, aber auch Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen überwacht werden, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen der Unternehmensleitung dienen. Es soll die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sichern („Internal Check“), die Ordnungsmäßigkeit der internen- und externen Rechnungslegung garantieren („Internal Accounting Control“) und die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen.
Das IKS setzt sich aus Regelungen zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten (internes Steuerungssystem) und aus Vorschriften zur Überwachung der Einhaltung dieser Regelungen (internes Überwachungssystem) zusammen. Das interne Überwachungssystem besteht im Wesentlichen aus den prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen Organisatorische Sicherungsmaßnahmen, Kontrollen und der prozessunabhängigen Internen Revision.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die veränderte Rolle des Abschlussprüfers infolge der Corporate-Governance-Diskussion und der gesetzlichen Anforderungen des KonTraG und TransPuG.
2 Rechtliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel legt die gesetzlichen Anforderungen durch KonTraG und TransPuG sowie den Deutschen Corporate Governance Kodex dar, die für die Prüfung des RMS relevant sind.
3 Die veränderte Rolle des Abschlussprüfers: Hier wird die neue Stellung des Abschlussprüfers im Spannungsfeld zwischen Vorstand und Aufsichtsrat nach den gesetzlichen Neuerungen analysiert.
4 Das Risikomanagementsystem (RMS): Es erfolgt die Definition und inhaltliche Beschreibung des Risikomanagementsystems sowie seiner zentralen Komponenten RFS, RC und IKS.
5 Die Prüfung des Risikomanagementsystems: Das Kernkapitel entwickelt einen systematischen Ansatz für die Prüfung des Aufbaus und der Wirksamkeit der einzelnen Bestandteile des RMS durch den Abschlussprüfer.
6 Die Berichterstattungspflichten: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an die Berichterstattung über die Prüfungsergebnisse des RMS im Prüfungsbericht und im Bestätigungsvermerk.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Eine kritische Würdigung der Prüfungspraxis und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Risikoprüfung schließen die Arbeit ab.
Risikomanagementsystem, Abschlussprüfung, KonTraG, TransPuG, Risikofrüherkennung, Risikocontrolling, internes Kontrollsystem, Corporate Governance, Abschlussprüfer, Risikostrategie, Risikoanalyse, Berichterstattungspflichten, interne Revision, Prüfungswesen, Unternehmensüberwachung.
Die Arbeit behandelt die Durchführung der Prüfung des Risikomanagementsystems (RMS) durch den Abschlussprüfer vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen des KonTraG und des TransPuG.
Die zentralen Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Abschlussprüfung, die Struktur und Funktionen des Risikomanagements (RMS), die Einbindung des Risikocontrollings und des internen Kontrollsystems sowie die spezifische Rolle der internen Revision.
Das Ziel ist die Vorstellung eines umfassenden, praxisorientierten Prüfungsansatzes, der es dem Abschlussprüfer ermöglicht, die Ordnungsmäßigkeit des RMS zu beurteilen, ohne dabei seine Grenzen als Prüfer zu überschreiten.
Die Arbeit kombiniert eine rechtliche und betriebswirtschaftliche Analyse der gesetzlichen Vorgaben mit einem methodischen Ansatz zur Prüfung der in der Literatur diskutierten Prüfungskonzepte, ergänzt durch Experteninterviews.
Der Hauptteil erarbeitet einen systematischen Prüfungsansatz, unterteilt in die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems (RFS), des Risikocontrollings (RC) und des internen Kontrollsystems (IKS) unter Berücksichtigung von Dokumentations- und Wirksamkeitsaspekten.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Risikomanagementsystem, Abschlussprüfung, KonTraG, TransPuG, interne Revision und Unternehmensüberwachung charakterisieren.
Der Autor stuft das Risikocontrolling als Kernelement und "Motor" des Risikomanagementsystems ein, auch wenn dessen eigenständige organisatorische Einbindung in der Praxis noch selten anzutreffen ist.
Die interne Revision wird als zentrales Element des internen Kontrollsystems betrachtet, auf dessen Ergebnisse der Abschlussprüfer aufbauen kann, sofern eine entsprechende Zusammenarbeit und Qualitätssicherung gegeben ist.
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