Diplomarbeit, 2011
116 Seiten, Note: 1,0
KAPITEL 1
1.1 Einleitung
1.2 Exemplarische Konzepte von Erziehung und Bildung
1.2.1 Zentrale Erziehungsgedanken nach Aristoteles (384 – 322 v. Chr.)
1.2.2 Zentrale Bildungsgedanken nach Comenius (1592 – 1670)
1.2.3 Zentrale Bildungsgedanken nach Humboldt (1767 – 1835)
1.2.4 Zentrale Bildungsgedanken nach Klafki (* 1927)
1.3 Der Zusammenhang des Bildungs- und Kompetenzbegriffs in der aktuellen Diskussion
KAPITEL 2
2.1 Bildungsstandards an Schulen
2.1.1 Grundlagen - Der Zusammenhang von Standards und Kompetenzen
2.1.2 Umsetzung
2.1.3 Fazit
2.2 Vergleichende Leistungsmessungen in Schulen
2.2.1 Probleme und Möglichkeiten
2.2.2 Fazit
2.3 Der Kompetenzbegriff
2.3.1 Allgemeine Definitionen
2.3.2 Kompetenz im Rahmen von Gesundheit
2.4 Die PISA-Studie
2.5 Die TIMSS-Studie
KAPITEL 3
3.1 Einleitung: Identifizierung der Forschungslücke
3.2 Apollonia 2020
3.2.1 Das Projekt
3.3.2 Evaluation
3.3 Vorstellung des Forschungsdesigns
3.3.1 Forschungsfrage
3.3.2 Begriffsbestimmungen
3.3.3 Stichprobe
3.3.4 Forschungsmethodik
3.3.5 Zugang zum Feld
3.3.6 Qualitatives Leitfaden-Interview
3.3.7 Quantitativer Forschungsteil
3.4 Pretest-Phase
3.4.1. Stichprobe
3.4.2. Interview
3.4.3. Fragebogen
KAPITEL 4
4.1 Einleitung
4.2 Auswertung quantitativer Forschungsteil
4.3 Auswertung qualitativer Forschungsteil
4.3.1 Darstellung der Auswertungsmethode
4.3.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials
4.3.3 Richtung der Analyse und theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung
4.3.4 Bestimmung der Analysetechnik und Darstellung der Analyse-schritte
4.3.5 Kategorienbildung zu den einzelnen Fragen des Interviewleitfadens
4.3.6 Beantwortung der Fragestellungen 1 - 4
4.4 Beantwortung der Forschungsfragen
4.5 Forschungsprozess
4.6 Resümee
4.6.1 Kritik
4.6.2 Fazit
4.6.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Kompetenzerfassung bei Kindern im Kindergarten- und Volksschulalter am Beispiel des Projekts "Apollonia 2020". Ziel ist es, neben dem kognitiven Faktenwissen auch die Motivation und volitionale Aspekte des Zahnputzverhaltens empirisch erfassbar zu machen, um eine umfassendere Sicht auf (Handlungs-)Kompetenzen im schulischen Rahmen zu gewinnen.
1.2.1 Zentrale Erziehungsgedanken nach Aristoteles (384 – 322 v. Chr.)
Aristoteles unterscheidet in seiner Ausführung über „Nikomachische Ethik“ zwischen den Begriffen „Klugheit“ und „Weisheit“. Die Klugheit ist demnach weder eine Wissenschaft, noch eine Kunst: „eine Wissenschaft nicht, weil das, was getan werden kann verschiedene Möglichkeiten zuläßt; eine Kunst nicht, weil Handeln und Schaffen zweierlei ist.“ Klug sei, wer richtig zu überlegen weiß, laut Aristoteles sei „das Kennzeichen eines klugen Mannes [...] die Fähigkeit [...], hinsichtlich dessen, was ihm gut und zuträglich ist, richtig zu überlegen, und zwar nicht in Einzelheiten, […], sondern was grundsätzlich zu einem guten und glücklichen Leben diene.“ Im Unterschied dazu „muss der Weise nicht nur das wissen, was aus den Prinzipien abgeleitet ist, sondern er muss auch die Wahrheit über die Prinzipien kennen.“ Im Rahmen seiner Abhandlung über die „paideia“ stellt Aristoteles zunächst die Forderung nach einer allgemeinen Erziehung der Bürger zum Wohle des Staates.
Dabei unterscheidet er zwischen „freiem“ und „unfreiem“ Wissen folgendermaßen: Man solle sich nur mit solchen Dingen unter den nützlichen beschäftigen, die den Beteiligten nicht zu einem mechanisch Handelnden machen. „Denn etwas um seiner selbst oder um der Freude oder der Tauglichkeit willen zu tun, ist nicht unschicklich. Wer aber dasselbe um willen anderer tut, scheint wohl oftmals als Knecht oder Sklave zu handeln.“
Aristoteles unterscheidet also zwischen jenem Wissen des freien Bürgers, dessen Nützlichkeit den reinen Selbstzweck darstellt, wie beispielsweise Kunst, oder Musik und dem Wissen des unfreien Bürgers, also des „Sklaven und Knechts“, welches sich rein auf körperliche Arbeit bezieht und somit den Zweck „außer sich“ trägt. Dazu gehört auch die Arbeit, die verrichtet werden muss, um zu überleben. Jene Lohnarbeiten machen laut Aristoteles den Verstand „ruhelos und flach“.
KAPITEL 1: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Einblick in historische Bildungs- und Erziehungskonzepte von Aristoteles bis Klafki und erörtert den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs um den Bildungs- und Kompetenzbegriff.
KAPITEL 2: Hier wird die praktische Umsetzung von Bildungsstandards und die Rolle vergleichender Leistungsmessungen wie PISA und TIMSS in Schulen analysiert und kritisch hinterfragt.
KAPITEL 3: Dieser Abschnitt dient der Identifizierung der Forschungslücke und stellt das Projekt "Apollonia 2020" sowie das methodische Forschungsdesign der vorliegenden Studie vor.
KAPITEL 4: Das Abschlusskapitel präsentiert die Auswertung der quantitativen und qualitativen Forschungsdaten, beantwortet die Forschungsfragen und reflektiert den Forschungsprozess kritisch.
Bildung, Kompetenz, Bildungsstandards, PISA, TIMSS, Apollonia 2020, Zahngesundheit, Kariesprävention, Motivation, Volition, Empirische Forschung, Qualitative Inhaltsanalyse, Schulleistungsmessung, Didaktik, Kindheitsforschung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen, Kompetenzen – speziell im Bereich der Zahngesundheit – bei Kindern wissenschaftlich zu erfassen, wobei der Fokus über reines Faktenwissen hinaus auf motivationalen und volitionalen Aspekten liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf bildungstheoretischen Grundlagen, der Konzeption von Bildungsstandards, der Analyse internationaler Studien wie PISA und TIMSS sowie der praktischen Anwendung im Projekt "Apollonia 2020".
Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Motivation Kinder haben, sich regelmäßig die Zähne zu putzen, und ob es Zusammenhänge zwischen theoretischem Wissen, Motivation und tatsächlichem Handeln gibt.
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, der einen quantitativen Fragebogen zur Wissensmessung mit qualitativen Leitfaden-Interviews zur Erhebung der Motivation kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Bildungsbegriffen, die Darstellung des Projekts "Apollonia 2020" als Fallbeispiel sowie die methodische Entwicklung und Auswertung des Forschungsinstruments.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kompetenzerfassung, Zahngesundheitskompetenz, motivationale Faktoren, pädagogische Wirksamkeitsforschung und empirische Methoden in der Kindheitsforschung beschreiben.
Die Handpuppe "Kroko" dient als ständiger Begleiter, Vorführmodell und Identifikationsfigur für das Projekt, wodurch die Themen der Zahngesundheit für Kinder positiver besetzt werden.
Die Auswertung zeigt, dass weibliche Teilnehmerinnen im Durchschnitt ein höheres Faktenwissen aufweisen und gesündere Zähne haben, wobei in den qualitativen Interviews keine signifikanten Unterschiede in der Motivation festgestellt werden konnten.
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