Bachelorarbeit, 2011
63 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Ermittlung der sicherheitstechnischen Anforderungen in Drogenkonsumräumen
2.1. Die gesetzlichen Grundlagen einer Gefährdungsbeurteilung gemäß §5 des Arbeitsschutzgesetzes
2.2. Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen in Drogenkonsumräumen einer etablierten Einrichtung
2.3. Analyse der entscheidenden Gefährdungen in Drogenkonsumräumen
2.3.1 Tätigkeitsprofile der Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle des SKM Köln
2.3.2 Gefährdungen aus den Arbeitstätigkeiten
3. Material und Methoden
3.1. Aufbau des Fragebogens
3.2. Organisation der Befragung
4. Ergebnisse
5. Diskussion
6. Fazit
7. Literaturübersicht
8. Anhang
Ergebnisse der anonymisierten 10 Onlinebefragungen
Diese Arbeit untersucht die sicherheitstechnischen Anforderungen an Arbeitsplätzen in Drogenkonsumräumen. Ziel ist es, auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung und einer Befragung verschiedener Einrichtungen Empfehlungen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit für das Personal abzuleiten.
Gefährdungen aufgrund von Nadelstichverletzungen
Die größte Gefährdung bergen Nadelstichverletzungen. Zu diesen kam es im letzten Jahr beim SKM Köln bereits 2-mal. Vor allem die Entsorgung des Mülls führte zu diesen Nadelstichverletzungen. Offenbar warfen Klienten ihre benutzten Kanülen in den normalen Müll, anstatt den dafür vorgesehenen Kanülenabwurfbehälter (siehe Abbildung 7) zu nutzen.
Die Beseitigung dieses Mülls erfolgt, in dem er inklusive Beutel aus dem Mülleimer gehoben und anschließend in einen zweiten Beutel gefüllt wird. Beim Schütteln des Müllsackes fiel dann jeweils eine Kanüle durch die Beutel auf eine Mitarbeiterin.
1. Einleitung: Einführung in die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Drogenkonsumräume und die Notwendigkeit, Sicherheitsanforderungen für die Mitarbeiter zu definieren.
2. Ermittlung der sicherheitstechnischen Anforderungen in Drogenkonsumräumen: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Grundlagen (ArbSchG, BioStoffV, GefStoffV) und Analyse spezifischer Gefahrenquellen wie Nadelstichverletzungen und Gewalt.
3. Material und Methoden: Beschreibung des entwickelten Fragebogens sowie der Durchführung der Befragung in 14 verschiedenen Drogenkonsumräumen.
4. Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten zu Mitarbeiterstruktur, Konsumverhalten, Entsorgungspraktiken, Konfliktsituationen und Arbeitsschutzmaßnahmen.
5. Diskussion: Interpretation der Umfrageergebnisse und Ableitung von Empfehlungen zur Optimierung der Arbeitssicherheit, wie z.B. die Nutzung selbstlöschender Abfalleimer.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeitssituation und Bestätigung, dass trotz hoher verantwortungsvoller Tätigkeit Raum für Verbesserungen besteht.
7. Literaturübersicht: Zusammenstellung der verwendeten Gesetze, Verordnungen und Fachpublikationen.
8. Anhang: Detaillierte tabellarische Auswertung der anonymisierten Befragungsergebnisse.
Arbeitssicherheit, Drogenkonsumraum, Gefährdungsbeurteilung, Nadelstichverletzung, Arbeitsschutzgesetz, Biostoffverordnung, Gefahrstoffverordnung, Infektionsprävention, Deeskalation, Mitarbeitergesundheit, Entsorgung, Kanülen, Gewaltprävention, psychosoziale Belastung, Hygiene.
Die Arbeit analysiert die sicherheitstechnischen Anforderungen an Arbeitsplätzen in Drogenberatungsstellen mit integriertem Konsumraum, um die Arbeitsbedingungen für das Personal zu bewerten und zu verbessern.
Zu den Schwerpunkten gehören Infektionsrisiken (insbesondere durch Nadelstichverletzungen), der Umgang mit Gewalt und Konfliktsituationen, psychische Belastungen sowie die Einhaltung gesetzlicher Hygiene- und Arbeitsschutzvorschriften.
Das Ziel ist die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit, basierend auf einer wissenschaftlichen Gefährdungsbeurteilung und einer Befragung von 14 Einrichtungen.
Es wurde eine Gefährdungsbeurteilung nach §5 des Arbeitsschutzgesetzes vorgenommen und ein zweiseitiger Fragebogen zur Erfassung der Arbeitsschutzsituation an verschiedene Einrichtungen gesandt.
Der Hauptteil analysiert die gesetzlichen Grundlagen (ArbSchG, BioStoffV), beschreibt Tätigkeitsprofile im Kontaktladen und Drogenkonsumraum und untersucht spezifische Gefährdungen wie Nadelstichverletzungen, Gewalt durch Klienten oder den Umgang mit Gefahrstoffen.
Arbeitssicherheit, Drogenkonsumraum, Gefährdungsbeurteilung, Infektionsschutz, Nadelstichverletzung und Gewaltprävention.
Da in der Praxis der untersuchten Einrichtungen immer wieder Brände in normalen Mülleimern auftraten, stellen selbstlöschende Behälter eine wichtige Sicherheitsinvestition zur Vermeidung von Brandrisiken dar.
Die Regelungen variieren stark zwischen einem generellen Verbot, dem Zwang zum Maulkorb oder der Nutzung spezieller Hundewarteplätze vor der Einrichtung, da Hunde für die Klienten eine wichtige soziale Rolle spielen, aber ein Risiko für Mitarbeiter darstellen können.
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