Forschungsarbeit, 2009
12 Seiten, Note: 2,2
1. Einführung
2. Theorie Clayton Christensen
i. Value Network und Trajectory
ii. Inkrementale-, Radikale- und Sustaining Innovationen
iii. Disruptive Innovationen
iv. Innovator’s Dilemma
3. Christensen’s Theorie bezogen auf VW und Elektromobilität
i. VW’s Value Network und Trajectory
ii. VW und Sustaining Innovationen
iii. VW und Disruptive Innovationen
iv. VW’s Innovator’s Dilemma
4. Mögliche Lösungsvorschläge für VW
i. Lösungsvorschlag A
ii. Lösungsvorschlag B
5. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Clayton Christensens Theorie des „Innovator’s Dilemma“ auf die aktuelle Entwicklung der Elektromobilität in der Automobilindustrie, wobei Volkswagen als Fallstudie dient, um Strategien für den Umgang mit potenziell disruptiven Innovationen aufzuzeigen.
Disruptive Innovationen
Wie erwähnt, schenkt das Unternehmen Innovationen die in ihrem Value Network keinen weiteren Kundennutzen bieten, keine Bedeutung. Es kann jedoch vorkommen, dass sich eine Innovation, die momentan keinen Kundennutzen im Value Network des etablierten Unternehmens bietet und sich somit in einem anderen Value Network befindet, sich leistungstechnisch soweit in eine Richtung weiterentwickelt, dass das Value Network der neuen Innovation nun in das Value Network des etablierten Unternehmens eindringt und plötzlich doch den Kundennutzen im Value Network des etablierten Unternehmens erhöht (siehe Appx. 3).
Da sich das etablierte Unternehmen, nur mit Marktveränderungen in seinem Value Network befasst, hat es zum einen große Probleme, diese neue Innovation zu erkennen und selbst wenn es sie früh erkennt, liegt das Knowhow welches für die aufkommende Innovation benötigt wird, außerhalb der gelernten Fähigkeiten des etablierten Unternehmens.
Desto länger ein etabliertes Unternehmen erfolgreich in einem Value Network tätig war, desto schwerer wird es für das Unternehmen sein, die neue Innovation wahr- und anzunehmen, da ihr jahrelanger Fokus auf ihr Value Network ihnen die Sicht für Technologien in fremden Value Networks versperrt. Bei solchen Innovationen die außerhalb eines Value Networks entstehen, aber dann in das Value Network des etablierten Unternehmens eindringen, spricht man von disruptiven Innovationen, da sie das Potential haben das etablierte Unternehmen und dessen Kerngeschäft, auf Grund des Knowhow-Mangels und der versperrten Sicht, grundsätzlich zu zerstören.
1. Einführung: Der Abschnitt führt in die Theorie des Innovator’s Dilemma ein und skizziert den Aufbau der Arbeit hinsichtlich der Untersuchung von Volkswagen und der Elektromobilität.
2. Theorie Clayton Christensen: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, insbesondere die Konzepte Value Network, technologische Trajektorie und die verschiedenen Innovationsarten.
3. Christensen’s Theorie bezogen auf VW und Elektromobilität: Dieses Kapitel überträgt die Theorie auf den Automobilhersteller Volkswagen und bewertet die Elektromobilität als potenzielle disruptive Innovation.
4. Mögliche Lösungsvorschläge für VW: Es werden zwei Strategien vorgestellt: die Investition in kleinere Firmen (Lösung A) und die Gründung einer internen, unabhängig arbeitenden Abteilung (Lösung B).
5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass durch strategische Anpassungen wie Kooperationen oder interne Abteilungen das Risiko des Innovator’s Dilemma erfolgreich gemanagt werden kann.
Innovator’s Dilemma, disruptive Innovation, Volkswagen, Elektromobilität, Value Network, technologische Trajektorie, sustaining Innovation, Automobilindustrie, Marktanteile, Knowhow, Wissensrückstand, Innovationsmanagement, Wettbewerbsanalyse, Transformation, Strategie
Die Arbeit analysiert, wie etablierte Unternehmen, am Beispiel des Automobilherstellers Volkswagen, auf disruptive Innovationen wie die Elektromobilität reagieren können, ohne dabei ihr Kerngeschäft oder ihre Marktführerschaft zu gefährden.
Die zentralen Themen sind die Innovations-Theorie nach Clayton Christensen, die Dynamik von Value Networks, die Abgrenzung von Innovationsarten und die strategische Unternehmensführung in Zeiten technologischer Umbrüche.
Das primäre Ziel ist es, das „Innovator’s Dilemma“ zu erläutern und aufzuzeigen, wie ein etablierter Autobauer wie VW durch gezielte strategische Maßnahmen sowohl sein Kerngeschäft sichern als auch bei disruptiven Technologien wettbewerbsfähig bleiben kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse der Arbeiten von Clayton Christensen, kombiniert mit einer fallstudienbasierten Untersuchung des Unternehmens Volkswagen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Konzepte hinter disruptivem Wandel, die spezifische Situation der Automobilbranche im Kontext der Elektromobilität sowie konkrete Handlungsempfehlungen für das Management.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Innovator’s Dilemma, disruptive Innovation, Value Network und technologische Trajektorie.
Da die Leistung und Kosten der Elektromobilität noch nicht das Niveau der herkömmlichen Flüssigbrennstoff-Fahrzeuge erreicht haben und die weitere Marktentwicklung unsicher bleibt, gilt sie nach der Definition von Christensen derzeit als potenziell und nicht als bereits voll etablierte Disruption.
Eine unabhängige Abteilung erlaubt „Learning by Doing“ in einer fehlerfreundlichen Kultur, ohne dass die Bürokratie und die starren Strukturen des etablierten Kerngeschäfts die agile Entwicklung der neuen Technologie behindern.
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