Forschungsarbeit, 2010
289 Seiten, Note: 1,0
1. PROJEKTVORSTELLUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Das Modell der Lebensbalance nach Peseschkian
2.1.1 Beruf und Leistung
2.1.2 Soziale Kontakte
2.1.3 Körper und Gesundheit
2.1.4 Sinn und Kultur
2.2 Salutogenese nach Antonovsky
2.2.1 Kohärenz
2.2.2 Generalisierte Widerstandsressourcen (GRR)
2.2.3 Stressoren
2.2.4 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
2.3 Zusammenhang Lebensbalance und Salutogenese
3. FORSCHUNGSSTAND
4. PLANUNG
4.1 Ablauf und Methode
4.2 Begründung der Methode
5. DURCHFÜHRUNG DER STUDIE
5.1 Rahmenbedingungen
5.1.1 Grundüberlegung
5.1.2 Die Einrichtung
5.2 Postskript
5.2.1 Vorgespräch
5.2.2 Fragebogen
5.2.3 Durchführung der Befragung
6. AUSWERTUNG
6.1 Definition der Lebensbalance
6.2 Allgemeine Daten
6.3 Die Lebensbalance der Zielgruppe
6.3.1 Beruf und Leistung
6.3.2 Soziale Kontakte
6.3.3 Körper und Gesundheit
6.3.4 Sinn und Kultur
6.4 Vergleich mit der Stichprobe der ALLBUS-Studie 2004
6.5 Salutogenese
6.6 Zusammenfassung der Auswertung
7. ABSCHLIESSENDE EINSCHÄTZUNG UND AUSBLICK
Das Forschungsprojekt untersucht die Lebensbalance von Menschen in schwierigen Lebensphasen, insbesondere von Personen, die sich im Bezug von Arbeitslosengeld II befinden und Hilfsangebote der Erlacher Höhe nutzen. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die als Grundlage für die Entwicklung neuer, passgenauer Unterstützungsprogramme dienen.
Himmel und Hölle
Ein Rechtsgläubiger kam zum Propheten Elias. Ihn bewegte die Frage nach Himmel und Hölle, denn er wollte seinen Lebensweg danach gestalten. „Wo ist die Hölle – wo ist der Himmel?“ Mit diesen Worten nähert er sich dem Propheten, doch Elias antwortete nicht. Er nahm den Fragesteller bei der Hand und führte ihn durch dunkle Gassen in einen Palast. Durch ein Eisenportal betraten sie einen großen Saal. Dort drängten sich viele Menschen, arme und reiche, in Lumpen gehüllte und mit Edelsteinen geschmückte. In der Mitte des Saales stand auf offenem Feuer ein großer Topf voll brodelnder Suppe, die im Orient Asch heißt. Der Eintopf verbreitete einen angenehmen Duft im Raum.
Um den Topf herum drängten sich hohlwangige und tiefäugige Menschen, von denen jeder versuchte, sich einen Teil der Suppe zu sichern. Der Begleiter des Propheten Elias staunte, denn die Löffel, die diese Menschen in den Händen hielten, waren so groß wie sie selbst. Ganz am Ende hatte der Stiel des Löffels einen hölzernen Griff. Der Übrige Löffel, dessen Inhalt einen Menschen hätte sättigen können, war aus Eisen und durch die Suppe glühend heiß. Gierig stocherten die Hungrigen im Eintopf herum. Jeder wollte seinen Teil, doch keiner bekam ihn. Mit Mühe hoben sie ihren schweren Löffel aus der Suppe. Da dieser aber zu lang war, bekam ihn auch der stärkste nicht in den Mund. Gar zu Vorwitzige verbrannten sich Arme und Gesicht oder schütteten in ihrem gierigen Eifer die Suppe ihren Nachbarn über die Schultern. Schimpfend gingen sie aufeinander los und schlugen sich mit den Löffeln. Der Prophet Elias fasste seinen Begleiter am Arm und sagte: „Das ist die Hölle!“
1. PROJEKTVORSTELLUNG: Vorstellung des Forschungsvorhabens zur Lebensbalance von Menschen in prekären Lebenslagen und der angestrebten neuen Projektkonzeption.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung des Modells der Lebensbalance nach Peseschkian und des Salutogenese-Modells nach Antonovsky als theoretisches Fundament.
3. FORSCHUNGSSTAND: Darstellung der bestehenden Forschung zum Kohärenzgefühl und zur Lebensbalance sowie Begründung für die Eigenentwicklung eines Fragebogens.
4. PLANUNG: Beschreibung der Zielsetzung, Hypothesenbildung sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung.
5. DURCHFÜHRUNG DER STUDIE: Detaillierte Erläuterung der Rahmenbedingungen, der Zielinstitution Erlacher Höhe und des Ablaufs der Befragung.
6. AUSWERTUNG: Analyse und Auswertung der Fragebogendaten in Bezug auf die verschiedenen Lebensbereiche im Vergleich zu existierenden Studien.
7. ABSCHLIESSENDE EINSCHÄTZUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Ableitung praktischer Maßnahmen zur Stabilisierung der Lebensbalance.
Lebensbalance, Salutogenese, Langzeitarbeitslosigkeit, Kohärenzgefühl, Erlacher Höhe, Lebensqualität, Sozialforschung, Arbeit und Leistung, Soziale Kontakte, Gesundheit, Sinn und Kultur, Arbeitslosengeld II, Stressbewältigung, Präkäre Lebenslagen, Fragebogen.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebensbalance von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, insbesondere von Langzeitarbeitslosen, um daraus neue Perspektiven und Hilfsangebote zu entwickeln.
Die Arbeit verknüpft das Lebensbalance-Modell nach Peseschkian mit dem Salutogenese-Konzept nach Antonovsky, um die Lebensbereiche Beruf, Soziales, Gesundheit sowie Sinn und Kultur zu analysieren.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse über die Lebensbalance der Zielgruppe zu erhalten, um eine fundierte Konzeption für geförderte Projekte der Erlacher Höhe zu erstellen.
Es wurde ein quantitativer Fragebogen entwickelt und bei 97 Personen in verschiedenen Arbeitsprojekten der Erlacher Höhe eingesetzt, ergänzt durch Datenanalysen und den Vergleich mit der ALLBUS-Studie.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Planung der Studie, die Durchführung der Befragung und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Die wichtigsten Begriffe sind Lebensbalance, Salutogenese, Langzeitarbeitslosigkeit, Kohärenzgefühl, soziale Integration und Gesundheitsförderung.
Da es für die spezifische Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen bisher keine vergleichbaren Studien gab, musste eine eigene Arbeitsdefinition entwickelt werden, um die Balance quantitativ messbar zu machen.
Die Erlacher Höhe dient als Ort für die Feldforschung und als Einrichtung, in der die Ergebnisse direkt in die Entwicklung neuer Module für Menschen in sozialen Notlagen einfließen sollen.
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