Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Grundlagen zum demographischen Wandel
2.2 Personalmanagement
2.3 Demographie-Management
3 Das Personalmanagement im Kontext des demographischen Wandels
3.1 Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials
3.2 Veränderung der betrieblichen Altersstrukturen
3.3 Verlagerung der Arbeitsfähigkeit
3.4 Fachkräftemangel
3.5 Nachwuchsmangel
3.6 Internationalisierung
3.7 Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Frauen
4 Analysemethoden zur Situationserfassung
4.1 Strategische Analyse
4.2 Altersstrukturanalyse
4.3 Kompetenz- und Potentialanalyse
4.4 Qualifikationsbedarfsanalyse
4.5 Kulturanalyse
5 Handlungsansätze für das Personalmanagement
5.1 Bearbeitung personalpolitischer Handlungsfelder
5.2 Managementansätze unter dem Aspekt des demographischen Wandels
5.3 Unternehmens- und Führungskultur
5.4 Personalmarketing und -rekrutierung
5.5 Personalentwicklung und -qualifizierung
5.6 Wissensmanagement
5.7 Gesundheitsmanagement
5.8 Work-Life-Balance
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf Unternehmen und leitet daraus notwendige Analyseverfahren sowie Handlungsoptionen für ein modernes Personalmanagement ab, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.
3.6 Internationalisierung
Als Folge der Internationalisierung lässt sich bereits eine Veränderung innerhalb der Bevölkerungsstruktur erkennen, die u. a. durch ein klares Defizit des Wanderungssaldos der deutschen Staatsbürger widergespiegelt wird. Demnach hat die Zahl der Deutschen, die das Land verließen, im Verhältnis zur Zahl der Rückwanderer in den Jahren 2005 bis 2008, dem Beginn der Wirtschaftskrise, kontinuierlich zugenommen und befindet sich gegenwärtig auf einem hohen Niveau. Als Auswanderer wird der Teil der Bevölkerung bezeichnet, der das Land mit dem Ziel verlässt, im Ausland über einen unbestimmten Zeitraum zu leben und zu arbeiten. In diesem Kontext ist das größte Problem für die deutschen Unternehmen, dass zunehmend Hochqualifizierte sich für das Leben im Ausland entscheiden und der Fachkräftemangel dadurch zusätzlich verschärft wird. Durch die Zuwanderung von ausländischen Staatsangehörigen werden die Folgen der demographischen Entwicklung zwar abgemildert, das tatsächliche Problem jedoch nicht überwunden. Der negative Wanderungssaldo von deutschen Staatsangehörigen wurde von 2005 bis 2008 durch ausländische Einwanderer aufgefangen und führte insgesamt zu einer geringen Nettowanderung. Allerdings, so vermuten die Forscher, befinden sich unter den ausländischen Zuwanderern nur wenig hochqualifizierte Fachkräfte. Zusätzlich entsteht durch die Internationalisierung ein wachsender Innovations- und Wettbewerbsdruck für Unternehmen, der noch schnellere Anpassungsprozesse als bisher verlangt. Für das Personalmanagement ist es zunehmend von Bedeutung, dass es die quantitative als auch die qualitative Ebene des vorhandenen Humankapitals kennt und adäquat ausbildet, um dem zukünftigen oder bereits bestehendem Druck standhalten zu können. Trotz aller negativen Einschätzungen, eröffnet die Internationalisierung besonders hinsichtlich eines vereinigten Europas neue Chancen. Durch die Vergrößerung des Marktvolumens wird es deutschen Unternehmen ermöglicht, mehr potentielle Fachkräfte auf internationaler Ebene anzuwerben. Des Weiteren führt der Siegeszug des Internets zu einer globalen Vernetzung, die neue Wege der Rekrutierung eröffnet und einen Beitrag zum Rückgang des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels leistet.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel als eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und skizziert die Fragestellungen der Arbeit für das Personalmanagement.
2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel erläutert die demographischen Basisdaten und definiert zentrale Begriffe wie Personalmanagement und Demographie-Management.
3 Das Personalmanagement im Kontext des demographischen Wandels: Hier werden die Auswirkungen des Wandels auf das Personalwesen, wie Fachkräfte- und Nachwuchsmangel sowie Veränderungen in Altersstrukturen und Arbeitsfähigkeit, detailliert beschrieben.
4 Analysemethoden zur Situationserfassung: Das Kapitel stellt verschiedene Werkzeuge vor, um die aktuelle Unternehmenssituation hinsichtlich Altersstruktur, Kompetenzen und Qualifikationsbedarfen systematisch zu erfassen.
5 Handlungsansätze für das Personalmanagement: Dieser Hauptteil präsentiert konkrete Handlungsfelder und Strategien, darunter Diversitätsmanagement, Retention Management, Personalmarketing, Wissensmanagement und Gesundheitsförderung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Handelns zusammen und betont, dass Unternehmen frühzeitig aktiv werden müssen, um zukunftsfähig zu bleiben.
Demographischer Wandel, Personalmanagement, Demographie-Management, Fachkräftemangel, Altersstruktur, Arbeitsfähigkeit, Qualifikationsbedarf, Personalmarketing, Wissenstransfer, Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Diversity Management, Retention Management, Nachwuchsförderung, Arbeitgeberattraktivität
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demographischen Wandels auf deutsche Unternehmen und zeigt auf, wie das Personalmanagement diesen Herausforderungen durch strategische Ansätze begegnen kann.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Arbeitskräftemarktes, der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, die betriebliche Altersstrukturanalyse sowie die Gestaltung einer generationensensiblen Unternehmensführung.
Ziel ist es, Handlungsoptionen für das Personalmanagement zu identifizieren, um trotz schrumpfender Erwerbspersonenzahlen die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien und Prognosen zum demographischen Wandel sowie der Vorstellung bewährter betrieblicher Analyse- und Managementinstrumente.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse durch spezifische Methoden (Kapitel 4) und die Erarbeitung von Handlungsansätzen (Kapitel 5), die von Personalmarketing über Wissensmanagement bis hin zur Gesundheitsförderung reichen.
Wesentliche Begriffe sind Demographischer Wandel, Personalmanagement, Fachkräftemangel, Altersstrukturanalyse, Personalentwicklung, Wissensmanagement und Wettbewerbsfähigkeit.
Er beschreibt das gleichzeitige Abnehmen der Anzahl junger Arbeitnehmer bei einer unverhältnismäßigen Zunahme älterer Arbeitnehmer in Unternehmen.
Durch einen organisierten, intergenerativen Wissenstransfer wird verhindert, dass Erfahrungswissen beim Ausscheiden älterer Mitarbeiter verloren geht, und gleichzeitig die Ausbildung und Einarbeitung jüngerer Generationen gestärkt.
Sie trägt zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität bei, senkt den Krankenstand und die Fluktuation und hilft, die Frauenerwerbsquote zu erhöhen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
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