Masterarbeit, 2010
128 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Klimawandel und Emissionshandel
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLAGEN DES EMISSIONSZERTIFIKATEHANDELS
2.1 Umweltökonomische Instrumente
2.2 Ökonomische Theorie des Emissionshandels
2.2.1 Funktionsweise des Zertifikatehandels
2.2.2 Wirkungsanalyse des Zertifikatehandels
2.2.2.1 Ökonomische Effizienz
2.2.2.2 Dynamische Anreiz- und Innovationswirkung
2.2.2.3 Ökologische Treffsicherheit
2.3 Politische Umsetzung des Emissionshandels
2.3.1 Ökonomische Theorie versus politische Realität
2.3.2 Aufbau und Charakteristika realer Emissionshandelssysteme
2.3.2.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren
2.3.2.2 Festlegung und Höhe des Cap
2.3.2.3 Methode der Allokation
2.3.2.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern
2.3.2.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing
2.3.2.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting
2.3.2.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung
2.3.2.8 Kostenbeschränkungsmechanismen
3 EMISSIONSHANDELSSYSTEME IN DER PRAXIS
3.1 Das Kyoto Protokoll
3.1.1 Historie und grundsätzliche Regelungen
3.1.2 Flexible Mechanismen des Kyoto-Protokolls
3.1.2.1 Emissionshandel
3.1.2.2 Joint Implementation (JI)
3.1.2.3 Der Clean Development Mechanism (CDM)
3.2 European Union Emissions Trading Scheme (EU ETS)
3.2.1 Aufbau und Charakteristika
3.2.1.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren
3.2.1.2 Festlegung und Höhe des Cap
3.2.1.3 Methode der Allokation
3.2.1.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern
3.2.1.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing
3.2.1.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting
3.2.1.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung
3.2.1.8 Kostenbeschränkungsmechanismen
3.2.2 Wirkungsanalyse
3.2.2.1 Ökologische Treffsicherheit
3.2.2.2 Ökonomische Effizienz
3.2.2.3 Dynamische Innovationswirkung
3.2.2.4 Fazit
3.3 Regionale Emissionshandelssysteme der USA
3.3.1 Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI)
3.3.1.1 Aufbau und Charakteristika
3.3.1.2 Wirkungsanalyse
3.3.2 Western Climate Initiative (WCI)
3.3.2.1 Aufbau und Charakteristika
3.3.2.2 Wirkungsabschätzung
3.3.3 Midwestern Greenhouse Gas Reduction Accord (MGGA)
3.3.3.1 Aufbau und Charakteristika
3.3.3.2 Wirkungsabschätzung
3.4 Nationale Emissionshandelssysteme der USA
3.4.1 Cap-and-Trade Gesetzgebung im US-Kongress
3.4.1.1 Grundlagen des legislativen Prozesses der USA
3.4.1.2 Gesetzentwürfe im 110. Kongress (2007-2008)
3.4.1.3 Gesetzentwürfe im 111. Kongress (2009-2010)
3.4.2 Aktuelle Umsetzungschancen eines nationalen Emissionshandels
4 LINKING VON US UND EU EMISSIONSHANDELSSYSTEMEN
4.1 Motive für eine Verbindung von Emissionshandelssystemen
4.2 Optionen des transatlantischen Linking
4.2.1 Eingrenzung der Untersuchungen
4.2.2 Kompatibilität von US und EU Emissionshandelssystemen
4.2.2.1 Rahmenbedingungen, Abdeckung von Gasen und Sektoren
4.2.2.2 Festlegung und Höhe des Cap
4.2.2.3 Methode der Allokation
4.2.2.4 Umgang mit Stilllegung und neuen Marktteilnehmern
4.2.2.5 Temporale Dimension: Perioden, Banking und Borrowing
4.2.2.6 Anerkennung von Zertifikaten und Typen des Offsetting
4.2.2.7 Register, Berichtswesen, Überwachung und Sanktionierung
4.2.2.8 Kostenbeschränkungsmechanismen
4.2.3 Chancen des Linking
5 FAZIT UND AUSBLICK
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status von Treibhausgas-Emissionshandelssystemen in den USA und Europa. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse bestehender sowie geplanter Systeme die Chancen und Risiken einer transatlantischen Verbindung (Linking) zu bewerten und realistische Optionen hierfür abzuleiten.
2.2.1 Funktionsweise des Zertifikatehandels
Ein handelbares Emissionszertifikat erlaubt Emittenten Verschmutzungsrechte für Schadstoffe zu verkaufen und zu kaufen. Dabei erfüllt ein Emissionszertifikat prinzipiell zunächst einmal eine sehr ähnliche Funktion wie eine Auflage: Grundsätzlich gilt ein Verbot von Emissionen. Nur wer eine Genehmigung in Form eines Zertifikats hält, darf in entsprechender Menge Schadstoffe ausstoßen. Erst durch die Handelbarkeit der Zertifikate wird aus dieser Auflage ein ökonomisches Instrument: Der Handel am Markt erzeugt einen Wert für ein Verschmutzungsrecht, da es nun einen Preis erhält. Dadurch wird die Verschmutzung für Firmen zu einem Kostenfaktor und Opportunitätskosten der Verschmutzung entstehen, da man bei Vermeidung des Schadstoffausstoßes das Zertifikat am Markt verkaufen könnte. (Kolstad 2000: 143–144)
Die eben genannte Preisbildung setzt allerdings wie bei jedem ökonomischen Gut voraus, dass es ein knappes Gut ist. Knappheit bedeutet hier, dass die Anzahl nachgefragter Verschmutzungsrechte höher ist, als insgesamt an Verschmutzungsrechten ausgegeben werden. Aus diesem Grund spricht man im angelsächsischen Raum auch von Cap-and-Trade Systemen. Eine absolute Begrenzung der Gesamtemissionen für bestimmte Stoffe und für ein bestimmtes geographisches Gebiet muss gesellschaftlich und politisch ausgehandelt und staatlich festgelegt werden, d.h. eine Emissionsobergrenze – ein Cap – wird gesetzt. Die Gesamtmenge an Emissionen wird anteilig auf eine bestimmte Anzahl von Emissionsrechten aufgeteilt. Diese Emissionsrechte werden als Zertifikate, ggf. mit begrenzter Gültigkeit, durch den Staat verteilt und können anschließend unter den Emittenten frei gehandelt werden (Trade). Die Allokation der Zertifikate wird dann durch Angebot und Nachfrage geregelt (Rudolph 2005: 31).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Klimawandels, Bedeutung des Emissionshandels als Instrument und Zielsetzung der Masterarbeit.
2 GRUNDLAGEN DES EMISSIONSZERTIFIKATEHANDELS: Darstellung der ökonomischen Theorie hinter Lizenzmodellen sowie Erläuterung der Umsetzungsparameter wie Allokationsmethoden und Kostenbeschränkungsmechanismen.
3 EMISSIONSHANDELSSYSTEME IN DER PRAXIS: Analyse des Kyoto-Protokolls, des europäischen EU ETS sowie verschiedener regionaler und nationaler Ansätze in den USA.
4 LINKING VON US UND EU EMISSIONSHANDELSSYSTEMEN: Untersuchung der Motive für eine Kopplung von Emissionshandelssystemen und Durchführung einer Kompatibilitätsanalyse.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung in den klimapolitischen Kontext sowie kritische Reflexion des Instruments Emissionshandel.
Emissionshandel, EU ETS, RGGI, WCI, MGGA, Klimawandel, Treibhausgase, Linking, Cap-and-Trade, Zertifikate, Umweltökonomie, Allokation, Emissionsminderung, Energiepolitik, Klimapolitik
Die Masterarbeit analysiert die Ausgestaltung von Emissionshandelssystemen in den USA und Europa und bewertet die Möglichkeiten einer Verbindung (Linking) dieser Systeme.
Das zentrale Thema ist die Untersuchung, ob und wie regionale Emissionshandelssysteme in den USA mit dem EU-Emissionshandel verknüpft werden können, um Synergieeffekte zu erzielen.
Das Ziel ist die Ermittlung realistischer Optionen für ein Linking sowie die Abschätzung der damit verbundenen Chancen und Risiken durch eine Kompatibilitätsanalyse.
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die ökonomische Theorie mit empirischen Beispielen existierender Emissionshandelssysteme in der Praxis abgleicht.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Praxis des EU ETS, eine detaillierte Analyse der US-Systeme (RGGI, WCI, MGGA) sowie die Analyse der Bedingungen für ein erfolgreiches Linking.
Wesentliche Begriffe sind Cap-and-Trade, Emissionszertifikate, Allokationsmethoden, Offsetting, ökologische Treffsicherheit und ökonomische Effizienz.
Angesichts der politischen Polarisierung und der Ergebnisse der Wahlen 2010 schätzt der Autor die Chancen für ein nationales EHS in den USA auf absehbare Zeit als extrem gering ein.
Aufgrund der fortschreitenden Umsetzung und der ökonomischen Marktgröße wird das Emissionshandelssystem in Kalifornien als aussichtsreichster potenzieller Partner für den europäischen Emissionshandel bewertet.
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