Bachelorarbeit, 2007
70 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung Handicap
2.2 Die Behinderung – Definition, Ursachen, Arten, Folgen
2.2.1 Definition
2.2.2 Ursachen
2.2.3 Arten
2.2.4 Die Auswirkungen einer Behinderung auf den Menschen
2.3 Behinderte in unserer Gesellschaft – ein geschichtlicher Rückblick
2.4 Die Relevanz der Arbeit für die Persönlichkeit des Menschen
2.5 Gesetzliche Grundlagen
2.5.1 SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
2.5.2 SGB XII - Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
2.6 Die Landesbeauftragten der beruflichen Integration für Menschen mit Behinderungen
2.6.1 Integrationsprojekte
2.6.2 Integrationsamt
2.6.3 Integrationsfachdienst
2.6.4 Die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
3. Das Stadtportrait der Landeshauptstadt Schwerin
3.1 Allgemeine Daten
3.2 Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderungen am Beispiel der Landeshauptstadt Schwerin
3.2.1 Die „Dreescher Werkstätten gemeinnützige GmbH“
3.2.2 Integrationsfirma „ZaGaPu gemeinnützige GmbH“
4. Die „Anker Sozialarbeit gemeinnützige GmbH“
4.1 Leitbild
4.2 Struktur und Organigramm
4.3 Das Angebot zur beruflichen Integration und Rehabilitation
4.3.1 Arbeit
4.3.2 Berufliche Reha
4.3.3 Tagesstrukturierung
5. Das Projekt „ZentrumArbeit“ der ANKER Sozialarbeit gGmbH in Kooperation mit dem Baltic College Schwerin
5.1 Methoden
5.1.1 Zusammenfassung der Interviews
5.1.1.1 Gruppe 1: Befragung der Klienten
5.1.1.2 Gruppe 2: Befragung der Unternehmen
5.1.1.3 Gruppe 3: Befragung der Hotels
5.2 Interpretation
5.3 Handlungsbedarf
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die beruflichen Integrationsmöglichkeiten für Menschen mit Handicaps in der Landeshauptstadt Schwerin, mit einem besonderen Fokus auf psychisch erkrankte Personen. Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung bei Unternehmen, Hotels und Klienten der „ANKER Sozialarbeit gGmbH“ zu ermitteln, ob die Erweiterung von Beschäftigungsangeboten sinnvoll ist und wie Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingen kann.
2.2.4 Die Auswirkungen einer Behinderung auf den Menschen
Eine Behinderung jeglicher Art und Ursache wirkt sich für die beeinträchtigten Menschen in vielerlei Hinsicht aus. In der Regel sind Verrichtungen des alltäglichen Lebens, wie die Kommunikation, die Nahrungsaufnahme, die körperliche Reinigung oder auch die Fortbewegung gar nicht oder nur stark eingeschränkt möglich. Körperliche, geistige und seelische Beeinträchtigungen haben insbesondere negative Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. So sind die Möglichkeiten in ihren privaten sowie beruflichen Leben beschränkt.
Die Arbeitsaufnahme- und Verrichtung sowie Aktivitäten der Freizeit sind nur bedingt wahrnehmbar. Aufgrund ihrer Disparität, d.h. ihrer Andersartigkeit, erleben behinderte Menschen häufig Diskriminierung und Unterdrückung, was zur Folge hat, dass ihre soziale Integration weiterhin erheblich negativ beeinflusst. Despektierliche, d.h. respektlose, beleidigende, Reaktionen der Umwelt führen bei den Behinderten zu Disharmonie, Aggressionen und einem verminderten Selbstwertgefühl gegenüber den Nichtbehinderten. In vielen Fällen hat dies eine soziale Isolation als Folge. Aus diesem Grund sind Menschen mit Behinderungen häufig ihr Leben lang auf die Unterstützung anderer Menschen angewiesen, was sie in ihrer Unabhängigkeit und in ihrem Selbstwertgefühl absichtslos einschränkt. Ihre Andersartigkeit und die Erkenntnis darüber, alltägliche Verrichtungen nicht in gleichem Maße wie nichtbehinderte Menschen ausführen zu können, entfachen bei den Betroffenen oft schwere Depressionen. Das Akzeptieren der eigenen Behinderung ist ein schwerfälliger und fortwährender Prozess.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die positive Entwicklung der Integration, benennt jedoch die weiterhin bestehenden sozialen Barrieren und stellt die Forschungsfrage nach beruflichen Möglichkeiten in Schwerin.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Handicap sowie verschiedene Behinderungsarten und erläutert die geschichtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Teilhabe am Arbeitsleben.
3. Das Stadtportrait der Landeshauptstadt Schwerin: Hier werden allgemeine Daten über Schwerin sowie konkrete soziale Hilfeleistungen wie die Dreescher Werkstätten und die ZaGaPu GmbH vorgestellt.
4. Die „Anker Sozialarbeit gemeinnützige GmbH“: Das Kapitel widmet sich der Arbeit und Struktur dieses psychosozialen Trägers, insbesondere den Angeboten zur Integration und Tagesstrukturierung.
5. Das Projekt „ZentrumArbeit“ der ANKER Sozialarbeit gGmbH in Kooperation mit dem Baltic College Schwerin: Dies ist der empirische Teil, der durch Interviews mit Klienten, Unternehmen und Hotels den aktuellen Stand und das Potenzial für Inklusion auf dem Arbeitsmarkt analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz positiver Ansätze Exklusion weiterhin existiert, weshalb eine stärkere Vernetzung und Aufklärung für die berufliche Inklusion notwendig sind.
Berufliche Integration, Behinderung, Schwerin, ANKER Sozialarbeit, psychische Erkrankungen, Arbeitsmarkt, Rehabilitation, soziale Teilhabe, Integrationsprojekte, Menschen mit Handicaps, Inklusion, berufliche Reha, Tagesstrukturierung, Empowerment, Arbeitsfähigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den beruflichen Chancen für Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen in der Stadt Schwerin und untersucht, wie diese in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen zur Behinderung, die rechtliche Situation, ein Stadtporträt von Schwerin sowie eine empirische Untersuchung von Integrationsprojekten und der Haltung von Arbeitgebern.
Das Ziel ist es, den Handlungsbedarf bei der Inklusion behinderter Menschen zu identifizieren und auf Basis von Expertenbefragungen zu ermitteln, ob eine Erweiterung der Arbeitsangebote durch die „ANKER Sozialarbeit gGmbH“ in Schwerin zielführend ist.
Die Autorin führt eine qualitative Untersuchung durch, die auf Fragebögen (Questionnaires) basiert. Dabei wurden Klienten, Vertreter von Schweriner Unternehmen und Hoteliers befragt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Begriffs Behinderung, die Vorstellung lokaler sozialer Träger wie die Dreescher Werkstätten und der ANKER gGmbH sowie die Auswertung der durchgeführten Interviews.
Die Arbeit fokussiert auf Inklusion, berufliche Rehabilitation, den ersten Arbeitsmarkt, psychische Gesundheit und die lokale Vernetzung in der Landeshauptstadt Schwerin.
Die ANKER Sozialarbeit gGmbH dient als wichtigster Fallbeispiel-Träger, da sie psychosoziale Begleitung, Arbeitstraining und Rehabilitation für psychisch erkrankte Menschen in Schwerin anbietet.
Die Umfragen zeigen eine geteilte Haltung: Während ein Teil der Unternehmen bereits positive Erfahrungen mit Inklusion gemacht hat und grundsätzlich bereit ist, Menschen mit Handicaps einzustellen, existieren in anderen Betrieben Vorurteile oder organisatorische Unsicherheiten.
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