Magisterarbeit, 2009
90 Seiten, Note: 2,7
I. Einleitung
II. Theater-Melodrama
A. Der Begriff des Melodramas
B. Herkunft
C. Gattungen
C.1. Charaktere
C.1.1. Der Held
C.1.2. Die Heldin
C.1.3. Der Schurke
III. Film-Melodrama
A. Imitation of Life (1934)
A.1. Der Regisseur
A.2 Narrative Ebene
A.2.1 Die Handlung
A.2.2. Die Erzählstruktur
A.2.3. Der zentrale Konflikt
A.3. Filmische Ebene
A.4. Performative Ebene
A.5. Kulturelle Relevanz
B. Imitation of Life (1959)
B.1. Der Regisseur
B.2. Narrative Ebene
B.2.1. Die Handlung
B.2.2. Die Erzählstruktur
B.2.3. Der zentrale Konflikt
B.2.3.1. Gender
B.2.3.2. Rassenkonflikt
B.2.3.3. Die Mutter-Rolle
B.2.3.4. Die Vater-Rolle
B.3. Filmische Ebene
B.3.1. Farbcodes
B.3.2. Allgemeine Filmische Mittel
B.3.2.1. Bildsprache
B.3.2.2. Die Mise-en-Scene
B.4. Performative Ebene
B.4.1. Method Acting
B.4.2. Star-Persona
B.5. Titelinterpretation
B.6. Vergleich Imitation of Life (1934) und (1959)
B.6.1. Das Kennenlernen
B.6.2. In der Schule
B.6.3. Der Spiegel sagt die Wahrheit
B.6.4. Die Sterbeszene
B.6.5. Das Trauerszenario
C. All That Heaven Allows (1955)
C.1. Der Regisseur
C.2 Narrative Ebene
C.2.1 Die Handlung
C.2.2. Die Erzählstruktur
C.2.3. Der zentrale Konflikt
C.3. Filmische Ebene
C.3.1. Farbcodes
C.3.2. Andere Filmische Mittel
C.3.2.1. Das Fenster
C.3.2.2. Der Fernseher
C.3.2.3. Das Reh
C.3.3. Filmanalyse
C.3.3.1. Aller Anfang ist schwer
C.3.3.2. Die Mühle
C.3.3.3. Ist es Liebe?
C.3.3.4. Die Entscheidung
C.3.3.5. Das Happy-End?
C.4. Performative Ebene
C.5. Titelinterpretation
D. Rebel Without a Cause (1956)
D.1. Der Regisseur
D.2. Narrative Ebene
D.2.1. Die Handlung
D.2.2. Die Erzählstruktur
D.2.3. Der zentrale Konflikt
D.2.3.1. Familie
D.2.3.2. Rebellion und Unabhängigkeit (Gesellschaft vs. Individuum)
D.3. Filmische Ebene
D.3.1. Filmische Analyse
D.3.1.1. Im City Jail
D.3.1.2. Der Kampf
D.3.1.3. Das Rennen
D.3.1.4. Der Streit
D.3.1.5. Die Villa
D.4. Performative Ebene
D.5. Titelinterpretation
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion des Film-Melodramas als Medium der Sozialkritik in den 1950er Jahren. Es wird analysiert, wie diese Filme als Spiegel der US-amerikanischen Gesellschaft unter Eisenhower fungierten, indem sie zeitgenössische Konflikte wie Gender-Rollen, Rassenproblematiken und den Generationenkonflikt reflektierten.
C.1.3. Der Schurke
Auch der Opponent der zwei Protagonisten ist im Melodrama äußerst wichtig, denn viele Stücke drehen sich darum, das Böse zu besiegen. Und das Böse wird inkarniert vom Schurken, der alle anderen nur in ihr Unglück stürzen will, um seine Befriedigung zu erhalten, aber auch um die Aufmerksamkeit der Protagonistin zu erlangen. Der Schurke ist sozusagen der böse ‚Held‘ des Melodramas, weil seine Machenschaften denen des wahren Helden widersprechen und sich nie in Einklang bringen lassen. Dass das Melodrama nicht ohne ihn leben kann, zeigt auch Frank Rahill, denn:
„at the hub of the typical melodrama was the villain, at his best a superman of crime, tireless in inquity, implaceable in vengeance, inexhaustible in evil resource. Around this monster’s ambitions, his sinful loves, his base grudges, the plot revolved; his ingenuity, his energy, and his sublime persistence kept matters in that headlong whirl which made these dramas what they were“ (207).
Der Bösewicht vereint nicht nur alles Böse, sondern auch die Furcht vor diesem, all das verkörpert der Schurke in einer ganz besonderen Weise:
„The villain customarily serves as the agent or manifestation of evil, but some works we call melodramas employ villains who operate simply as antagonists, without an integral context of evil, while others include that evil without a clearly defined villain standing forth as its avatar. Fear is the only essential component of the three, for it is the emotion from which melodrama springs, inspiring first a conception of evil to rationalize the fear, and then a villain to configure that evil, giving it a form and voice“ (Mason, 17).
Diese Taten lassen nur erahnen, dass der Bösewicht für seine Taten auch büßen und sich so gerechter Bestrafung unterziehen muss, ob Tod, Gefängnis oder Verlust der großen Liebe, die Strafen können nicht hart genug sein. Und so lässt sich schlussendlich zusammenfassen, um es mit Carol O’Loughlin Sweedlers Worten zu sagen „the villain is without contest [melodrama‘s] most vital character“ ohne dessen Mitwirken es ziemlich langweilig wäre (qtd. in Hill, 165).
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Melodramas als Genre zur Äußerung von Sozialkritik ein und legt den Fokus auf ausgewählte Hollywoodfilme der 1950er Jahre.
II. Theater-Melodrama: Dieser Abschnitt beschreibt die Ursprünge und grundlegenden Charakteristika des Melodramas im Theater, inklusive der klassischen Rollenverteilung.
III. Film-Melodrama: Hier findet eine detaillierte Analyse der Spielfilme Imitation of Life, All That Heaven Allows und Rebel Without a Cause statt, wobei narrative, filmische und performative Ebenen untersucht werden.
IV. Resümee: Das Resümee fasst die zentrale Rolle des Melodramas als gesellschaftliches Korrektiv und Spiegel der Veränderungen der 1950er Jahre zusammen.
Melodrama, Hollywoodfilm, 1950er Jahre, Sozialkritik, Eisenhower-Ära, Gender-Rollen, Rassenkonflikt, Identitätsfindung, Filmästhetik, Imitation of Life, All That Heaven Allows, Rebel Without a Cause, Individuum, Gesellschaft, Method Acting
Die Arbeit analysiert die Funktion des Film-Melodramas als Medium zur gesellschaftlichen Reflexion und Sozialkritik, besonders im Kontext der USA der 1950er Jahre.
Die Arbeit behandelt Themen wie das sich wandelnde Frauenbild, Rassenproblematiken, den Generationenkonflikt, das Streben nach Individualismus und die gesellschaftliche Rolle der Familie.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Melodrama als Sprachrohr der Gesellschaft diente, um Missstände der Eisenhower-Ära durch filmische Mittel und dramaturgische Strukturen in Frage zu stellen.
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse, die sowohl narrative Aspekte als auch filmästhetische Mittel wie Bildsprache, Beleuchtung und Musik einbezieht.
Im Hauptteil werden die Filme Imitation of Life, All That Heaven Allows und Rebel Without a Cause detailliert untersucht und miteinander verglichen, wobei unter anderem Regiestile und die Verwendung theatralischer Elemente beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind Sozialkritik, Identität, Passing, Individualismus, Melodrama, Mise-en-Scène und die gesellschaftliche Normativität der 50er Jahre.
Die 1934er Version ist stärker im klassischen Theaterstil verwurzelt, während die 1959er Version unter Douglas Sirk eine modernere, ironischere Bildsprache nutzt, um die Ausbeutung und das „Passing“ von Sarah Jane kritisch zu hinterfragen.
Es dient als ironisches Mittel, das dem Zuschauer ein offenes Ende präsentiert, welches die vermeintliche Lösung der gesellschaftlichen Konflikte hinterfragt und zur eigenen Spekulation anregt.
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