Diplomarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 AD(H)S
2.1 Begriffsklärung
2.2 Klassifikationen
2.2.1 Symptomkatalog
2.2.2 ICD- 10
2.2.3 DSM IV
2.3 Erklärungsansätze
2.3.1 Hirnstoffwechselkrankheit
2.3.2 Genetische Disposition
2.3.3 Soziale Belastungen
2.3.4 Gesellschaftliches Phänomen
2.3.5 Umweltgifte
2.4 Diagnoseverfahren
2.5 Behandlungskonzepte
2.5.1 Kindzentrierte Behandlungsmaßnahmen
2.5.2 Familienorientierte Maßnahmen
2.5.3 Kindergarten- und schulbezogene Maßnahmen
2.5.4 Medikamentöse Behandlung
3 Erlebnispädagogik
3.1 Definitionsversuch der Erlebnispädagogik
3.2 Entwicklungsabriss und Leitgedanken der Erlebnispädagogik
3.3 Grundzüge der Methodik
3.4 Kritik zur Erlebnispädagogik
3.5 Kritik zur Erlebnisgesellschaft
4 AD(H)S und Erlebnispädagogik 2010
5 Abenteuerspielplatz
5.1 Begriffsklärung
5.2 Qualitäten und Funktionen eines ASP
5.3 Elemente eines Abenteuerspielplatzes
5.3.1 Hüttenbau
5.3.2 Basteln und Bauen
5.3.3 Tierbereich
5.3.4 Garten und Streuobstwiesen
5.3.5 Feuerstelle und Lehmofen
5.3.6 Weitere wichtige Elemente und Angebote
6 AD(H)S auf dem ASP
6.1 Psychotherapeutische Wirkungen der Erlebnispädagogik
6.2 Möglichkeiten im primären Bereich
6.3 Möglichkeiten im sekundären Bereich
6.4 Möglichkeiten im tertiären Bereich
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die erlebnispädagogische Arbeit auf einem Abenteuerspielplatz als Interventions- und Präventionsmöglichkeit bei Kindern mit AD(H)S dienen kann, wobei der Abenteuerspielplatz als zentraler Lern- und Entwicklungsort betrachtet wird.
5.3.1 Hüttenbau
Der Hüttenbau ist das leitende Element eines Bauspielplatzes. Auf einem Abenteuerspielplatz ist er einer von mehreren wichtigen Lernorten. Den vorhandenen Platz können die Kinder und Jugendlichen sich in Eigenverantwortung aufteilen und in Einzel- oder Gruppenleistung eine Holzhütte bauen. Über das augenscheinlich anstrengende Sägen und das laute Hämmern hinaus, reichen die Erfahrung doch meist tiefer.
So erfordern Konflikte um Besitzverhältnisse Kompromisse, ein dicker schwerer Balken Teamwork und die Schramme am Knie tröstende Worte. Die Kinder und Jugendlichen können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre handwerklichen Fähigkeiten schulen und entfalten. Ebenso wird die für Heranwachsende oft problematische Trennung zwischen Spiel und Arbeit, zwischen Lebenswelt und Arbeitswelt, aufgehoben.
Die Kinder und Jugendlichen werden hierbei mit verschiedensten, sowohl praktischen, als auch komplexen Herausforderungen konfrontiert. Beispielsweise muss ein Platz für die Hütte gefunden werden oder möglicherweise eine Gruppenzusammenstellung ausgehandelt werden. Es stellen sich Fragen der Gestaltung und der praktischen Umsetzung des Vorhabens, die neben handwerklichem Geschick auch Zusammenarbeit und Geduld erfordern. Die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und Jungen an den verschiedenen Tätigkeiten ist dabei selbstverständlich. Die Jungen stellen jedoch den wesentlich größeren Teil der Hüttenbauer dar.
Bei Konflikten zwischen zwei Gruppen bzw. gruppenintern, können die Betroffenen verschiedene Bewältigungsstrategien erproben und festigen. Für die HüttenbauerInnen ist es möglich, die Stärkung des Selbstvertrauens und Grenzerfahrungen durch Erfolg und Misserfolg gleichzeitig zu erleben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Brisanz des Themas AD(H)S in der heutigen Gesellschaft und führt in die erlebnispädagogischen Grundüberlegungen der Arbeit ein.
2 AD(H)S: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung zu Begriffsklärungen, Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-IV), Ursachenansätzen sowie den gängigen Behandlungskonzepten.
3 Erlebnispädagogik: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der erlebnispädagogischen Methode, ihrer Geschichte, ihrer Grundzüge sowie einer kritischen Reflexion im Kontext der Erlebnisgesellschaft.
4 AD(H)S und Erlebnispädagogik 2010: Hier werden die aktuellen gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern unter Berücksichtigung des AD(H)S-Diskurses im Jahr 2010 analysiert.
5 Abenteuerspielplatz: Dieses Kapitel definiert den Abenteuerspielplatz als pädagogische Einrichtung und beleuchtet dessen Funktionen sowie spezifische Elemente wie Hüttenbau, Tierbereich und Gärten.
6 AD(H)S auf dem ASP: Der Hauptteil verknüpft Theorie und Praxis, indem Interventionsmöglichkeiten im primären, sekundären und tertiären Bereich für die Arbeit auf dem Abenteuerspielplatz erarbeitet werden.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Abenteuerspielplätzen als lebensweltorientierte Lernorte für betroffene Kinder.
AD(H)S, Erlebnispädagogik, Abenteuerspielplatz, Kindheit, Sozialpädagogik, Intervention, Prävention, Diagnostik, Selbstwertgefühl, soziale Kompetenz, multimodale Therapie, Entwicklungsförderung, Psychomotorik, Netzwerk, Stigmatisierung.
Die Arbeit untersucht, wie erlebnispädagogische Ansätze auf Abenteuerspielplätzen genutzt werden können, um bei Kindern mit AD(H)S intervenierend und präventiv zu wirken.
Die zentralen Felder sind die medizinische/soziale Einordnung von AD(H)S, die Methoden der Erlebnispädagogik, das Konzept der Abenteuerspielplätze und die praktische Anwendung pädagogischer Maßnahmen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Abenteuerspielplätze durch ihre naturnahen und handlungsorientierten Möglichkeiten den Leidensdruck betroffener Kinder mindern und ihre Kompetenzen stärken können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Verknüpfung erlebnispädagogischer Prinzipien mit den Bedürfnissen von Kindern mit AD(H)S sowie eigenen praktischen Erfahrungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der AD(H)S-Konzepte und Erlebnispädagogik sowie in eine anwendungsorientierte Analyse der Interventionsmöglichkeiten auf Abenteuerspielplätzen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe AD(H)S, Erlebnispädagogik, Abenteuerspielplatz, Kompetenzförderung und soziale Teilhabe charakterisiert.
Der Tierbereich dient als wertvolles pädagogisches Element, um soziale Kompetenzen, Verlässlichkeit und ein positives Selbstbild durch die Versorgung von Tieren zu fördern.
Durch das Angebot vielfältiger Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten, die Anerkennung von Stärken und die Förderung des Zugehörigkeitsgefühls kann der Druck, der bei AD(H)S-Kindern entsteht, abgebaut werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

