Bachelorarbeit, 2011
68 Seiten
Einleitung
I. Vergleich der Schulsysteme
A. Das deutsche Schulsystem
1. Geschichte und Reformen
2. Allgemeine Daten zur Bundesrepublik Deutschland
3. Rechtliche Rahmenbedingungen des deutschen Schulsystems
3.1 Das Grundgesetz
3.2 Die Schulaufsicht und Schuladministration
3.3 Grenzen des Staates
3.4 Die Kultusministerkonferenz (KMK)
4. Schulträgerschaft und Schulfinanzierung
5. Struktur des deutschen Bildungssystems
5.1 Pflichtschulen
5.1.1 Grundschule
5.1.2 Hauptschule
5.2 Weiterführende Schulen
5.2.1 Realschule
5.2.2 Gymnasium
5.2.3 Gesamtschule
5.3 Ganztagsschulen
5.4 Übergänge im deutschen Schulsystem
5.4.1 Übergänge von der Grundschule in den Sekundarbereich I
5.4.2 Von der Hauptschule zum Abitur
5.4.3 Übertrittsmöglichkeiten von der Realschule
6. Schüler
6.1 Allgemeines
6.2 Schülerzahlen an öffentlichen und privaten Schulen
6.3 Dropout-Quote
6.4 Geschlechterverhältnisse und -differenzen
7. Lehrer
7.1 Ausbildung
7.2 Gehalt
7.3 Unterrichts- und Arbeitszeit
7.4 Prestige
8. Eltern
8.1 Rechte und Pflichten
8.2 Elternbeiräte
8.3 Gründe für das geringe Elternengagement
9. Unterricht
9.1 Schulkalender
9.2 Schulalltag
B. Das englische Schulsystem
1. Geschichte und Reformen
2. Allgemeine Daten zu England
3. Rechtliche Rahmenbedingungen des englischen Schulsystems
3.1 Staatliche Überwachung
3.2 Schuladministration
3.3 Schul- und Unterrichtspflicht
4. Schulfinanzierung
5. Struktur des englischen Bildungssystems
5.1 Pflichtschulen
5.1.1 Primary Schools
5.1.2 Secondary Schools
5.1.2.1 Comprehensive Schools
5.1.2.2 Grammar Schools
5.1.2.3 Secondary Technical Schools und Secondary Modern Schools
5.2 Weiterführende Schulen
5.3 Private Schulen
5.4 Übergänge im englischen Schulsystem
5.5 Abschlüsse
6. Schüler
6.1 Allgemeines
6.2 Dropout-Quote
6.3 Geschlechterverhältnisse und Differenzen
7. Lehrer
7.1 Ausbildung
7.2 Gehalt
7.3 Unterrichts- und Arbeitszeit
7.4 Prestige
8. Eltern
8.1 Wahl der Schule
8.2 Governing bodies
9. Unterricht
9.1 Schulkalender
9.2 Schulalltag
9.3 Schuluniform
II. PISA 2009 und TIMSS 2007: Ein kurzer Vergleich der Ergebnisse Deutschlands und Englands
A. PISA 2009
1. Lesekompetenz
2. Mathematik
3. Naturwissenschaften
B. TIMSS 2007
1. Mathematische Kompetenzen
2. Naturwissenschaftliche Kompetenzen
III. Stärken und Schwächen der beiden Systeme
A. Evaluation
B. Frühe vs. späte Selektion
C. Lehrerausbildung
D. Integration von Schülern mit Migrationshintergrund
1. Deutschland
2. England
Fazit
Ziel der Arbeit ist ein vergleichender Überblick über die Bildungssysteme in Deutschland und England. Dabei soll analysiert werden, ob ein System Vorteile gegenüber dem anderen bietet und welche Stärken bzw. Schwächen sich im Hinblick auf Struktur, Selektion, Lehrerausbildung und die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund identifizieren lassen.
1. Geschichte und Reformen
Das deutsche Bildungssystem hat seinen Ursprung bereits im 9. Jahrhundert. Damals entstanden die sogenannten Klosterschulen. Ihnen folgten im 12. Jahrhundert die Dom- und Stiftschulen. Sie gelten als die Vorläufer der späteren Gymnasien. Zu dieser Zeit verfügten fast ausschließlich Geistliche über Fähigkeiten im Lesen und Schreiben.
Durch die veränderten Lebensbedingungen im Mittelalter war es nun auch für Händler und anderen Teile der Bevölkerung unerlässlich, Lesen und Schreiben zu können. Deswegen entstanden zu jener Zeit private und kommunale Schulen, in denen diese elementaren Techniken erlernt werden konnten. Aus diesen Schreib- und Rechenschulen, die vom 13. bis zum 18. Jahrhundert sehr beliebt waren, entwickelten sich die Volksschulen (vgl. Döbert 2010: 175).
Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts begann die Schicht des Bürgertums stark zu wachsen und es stieg der Bedarf an Schulen, die sich den gesellschaftlichen Veränderungen anpassten. Die Realschule war eine Einrichtung für Schüler, die sich über die Volksschule hinaus bilden, aber keine akademische Laufbahn einschlagen wollten oder konnten (vgl. Keck 2009: 160).
I. Vergleich der Schulsysteme: Umfassende Darstellung der historischen Entwicklung, rechtlichen Rahmenbedingungen und der gegenwärtigen Struktur des deutschen und englischen Bildungswesens sowie der Rollen von Lehrern, Eltern und Schülern.
II. PISA 2009 und TIMSS 2007: Ein kurzer Vergleich der Ergebnisse Deutschlands und Englands: Analyse und Vergleich der Abschneiden beider Länder in den internationalen Bildungsstudien PISA 2009 und TIMSS 2007 in den Bereichen Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz.
III. Stärken und Schwächen der beiden Systeme: Kritische Gegenüberstellung beider Systeme hinsichtlich Evaluationspraktiken, Selektionszeitpunkten, der Lehrerausbildung sowie der Integrationsbemühungen für Schüler mit Migrationshintergrund.
Fazit: Abschließende Reflexion der Ergebnisse, in der betont wird, dass beide Systeme Stärken und Schwächen aufweisen, England jedoch bei der späten Selektion und der Schulevaluation einen Vorsprung vor Deutschland hat.
Bildungssystem, Deutschland, England, PISA 2009, TIMSS 2007, Selektion, Schulevaluation, Lehrerausbildung, Integration, Migrationshintergrund, Schulpflicht, Gesamtschule, Gymnasium, Chancengleichheit, Bildungsstandards
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf die Schul- und Bildungssysteme von Deutschland und England, um deren Vor- und Nachteile sowie grundlegende strukturelle Unterschiede herauszuarbeiten.
Neben dem historischen Aufbau und der Struktur der Systeme stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Rolle von Akteuren wie Lehrern, Eltern und Schülern sowie die Leistungsvergleiche durch internationale Studien im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, auf Basis einer detaillierten Beschreibung und des Vergleichs der Systeme zu klären, ob ein Bildungssystem als „besser“ bezeichnet werden kann oder ob beide Systeme eine eigene Berechtigung für ihre jeweiligen Kontexte haben.
Es handelt sich um eine vergleichende deskriptive Analyse, die durch Literaturrecherche, historische Rückblicke und die Auswertung internationaler Leistungsdaten wie PISA und TIMSS gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der beiden nationalen Bildungssysteme, einen Ergebnisvergleich internationaler Studien und eine kritische Diskussion von Stärken und Schwächen, insbesondere bei Evaluation und Selektion.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungsvergleich, Systemanalyse, schulische Selektion, Bildungsgerechtigkeit und schulische Evaluation charakterisieren.
Deutschland zeichnet sich durch eine sehr frühe Selektion nach der vierjährigen Grundschule aus, während in England das System der Comprehensive Schools weit verbreitet ist, das eine späte oder gar keine Selektion während der Schulpflichtzeit ermöglicht.
In Deutschland steckte die Evaluation zum Zeitpunkt der Arbeit noch in den Anfängen (oft als Reaktion auf den "PISA-Schock"), während England bereits über eine etablierte, zentralisierte Struktur der Inspektion durch das OFSTED verfügte.
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