Masterarbeit, 2011
77 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die antiken Autoren – Kurzporträts
2.1. Augusteische Zeit
2.1.1. Vergil
2.1.2. Horaz
2.1.3. Ovid
2.2. Nachaugusteische Zeit
2.2.1. Tacitus
2.2.2. Sueton
2.2.3. Cassius Dio
3. Octavian auf dem Weg an die Macht
3.1. Vergil
3.2. Horaz
3.3. Ovid
3.4. Tacitus
3.5. Sueton
3.6. Cassius Dio
4. Die Konstituierung der neuen Ordnung
4.1. Vergil
4.2. Horaz
4.3. Ovid
4.4. Tacitus
4.5. Sueton
4.6. Cassius Dio
5. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht, wie der Aufstieg und die Herrschaft des Augustus (als Princeps) von zeitgenössischen und nachfolgenden antiken Autoren literarisch verarbeitet und bewertet wurden. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob und wie diese Autoren die Transformation der Römischen Republik in ein monarchisches Regierungssystem legitimierten oder kritisierten, wobei insbesondere auf den Wandel der Darstellung von einer Zeit der Bürgerkriege hin zu einer Ära des Friedens fokussiert wird.
3. Octavian auf dem Weg an die Macht
Als C. Iulius Caesar an den Iden des März 44 v. Chr. einem Attentat zum Opfer fiel, begann eine Zeit erneuter Wirren im römischen Staat. Der Großneffe Caesars, Octavian, war vom ermordeten Diktator testamentarisch adoptiert und zum Erben ernannt worden. Octavian wurde als C. Octavius am 23. September im Jahre 63 v. Chr. in Rom geboren und entstammte der Familie der Octavier, die nach neueren Erkenntnissen der Forschung nicht zur Nobilität, wohl aber zum Ritterstand zählte. Aufgewachsen ist er in dem in den Albaner Bergen gelegenen Ort Velitrae, aus dem die Familie der Octavii stammte. Bereits früh kümmerte sich Caesar um Octavian, förderte ihn und stattete ihn mit zahlreichen und teilweise – sein Alter und seine Stellung betreffend – unüblichen Ehren aus, was einen vermuten lassen könnte, dass Caesar bereits daran dachte, einen Nachfolger aufzubauen.
Octavian weilte aus Studiengründen in Apollonia, als ihn die Nachricht vom Tode Caesars erreichte. Alsbald machte er sich auf den Weg nach Italien, ohne zu diesem Zeitpunkt etwas von seiner Adoption oder Erbschaft zu wissen. In Unkenntnis der (politischen) Lage und aus Angst, in Unruhen zu geraten, zog er es vor, in Lupiae zu landen. Hier erfuhr er von der Adoption, dem Testament und den Verhältnissen in Rom, die sich zu Gunsten der Caesarianer entwickelt hatten, und ging nach Brundisium. Von hier reiste er unter dem Beifall der von Caesar stationierten Truppen, die nun zu Octavians Klientel zählten, weiter nach Rom, um im Mai 44 v. Chr. offiziell das Testament anzunehmen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Person des Augustus ein und skizziert die wissenschaftliche Kontroverse zwischen idealisierender und kritischer Forschung, bevor sie das Ziel der Arbeit festlegt: die literarische Analyse des Principats.
2. Die antiken Autoren – Kurzporträts: Hier werden die Biographien und Werke der sechs ausgewählten Autoren (Vergil, Horaz, Ovid, Tacitus, Sueton, Cassius Dio) kurz vorgestellt, um den Kontext ihrer literarischen Zeugnisse zu verankern.
3. Octavian auf dem Weg an die Macht: Dieses Kapitel untersucht die Schilderungen der instabilen Jahre zwischen der Ermordung Caesars und der Schlacht von Actium durch die antiken Autoren.
4. Die Konstituierung der neuen Ordnung: Dieser Hauptteil analysiert, wie die Autoren die Etablierung des Principats und die damit verbundenen Maßnahmen Augustus’ zur Stabilisierung des Reiches in ihrer Zeit reflektieren.
5. Fazit: Das Fazit führt die verschiedenen Autorenurteile zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Beurteilung des Augustus stark von der zeitlichen Distanz und der politischen Grundhaltung des jeweiligen Autors abhängt.
Augustus, Octavian, Principat, Antike Literatur, Römische Geschichte, Herrschaftslegitimation, Pax Augusta, Bürgerkrieg, Vergil, Horaz, Ovid, Tacitus, Sueton, Cassius Dio, Res publica.
Die Arbeit untersucht, wie das Bild des Augustus und der Begründung des Principats in der antiken Literatur dargestellt wurde.
Im Zentrum stehen der politische Übergang von der Republik zum Kaisertum, die Person Augustus’ und die literarische Auseinandersetzung damit durch sechs ausgewählte antike Schriftsteller.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob die antiken Autoren Augustus’ Taten legitimierten, kritisierten oder ambivalente Urteile fällten, abhängig von ihrem eigenen zeitlichen und politischen Kontext.
Die Arbeit basiert auf einer philologischen Textanalyse von antiken Quellenzeugnissen, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit der neueren fachwissenschaftlichen Forschungsliteratur.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er behandelt zunächst die Darstellung der machtpolitischen Etablierung Octavians und anschließend die literarische Reflexion der "neuen Ordnung" unter Augustus.
Wesentliche Begriffe sind Principat, Pax Augusta, Herrschaftslegitimation, politische Propaganda und die literarische Wahrnehmung von Umbrüchen in der römischen Geschichte.
Vergil und Horaz als augusteische Dichter betonen oft den "Pax Augusta" und die Friedensstiftung, während der spätere Historiker Tacitus eine stark kritische, pessimistische Sicht auf den Verlust der republikanischen "libertas" einnimmt.
Ovid nimmt eine Sonderrolle ein; er ist eher unpolitisch, lässt jedoch in seinen Werken, wie den Metamorphosen, subtile, ironische oder sogar antiaugusteische Untertöne durchscheinen, die ihm möglicherweise zum Verhängnis wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

