Masterarbeit, 2024
117 Seiten, Note: 1,4
1. Theoretischer Hintergrund
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Bindung
1.2.1 Definition von Bindung
1.2.2 Zusammenfassung der Bindungstheorie
1.2.3 Entwicklungsphasen der frühkindlichen Bindung
1.2.4 Frühe Bindungstypen
1.2.5 Elterliches Erziehungsverhalten und der Einfluss auf die kindliche Bindung
1.2.6 Bindung im Erwachsenenalter
1.3 Emotionale Kompetenz
1.3.1 Emotionsregulation und Bindung
1.4 Narzissmus
1.4.1 Definitionen Narzissmus
1.4.1.1 Allgemeine Definition von Narzissmus
1.4.1.2 Definition: normativer Narzissmus
1.4.1.3 Definition: pathologischer Narzissmus
1.4.1.4 Arten von pathologischem Narzissmus
1.4.2 Ätiologie: Die Entstehung von Narzissmus
1.4.3 Narzissmus in der Familie
1.4.3.1 Einordnung der Erziehungsstile zur Ätiologie von Narzissmus
1.4.3.2 Eltern-Kind-Bindung
1.4.3.2.1 Narzissmus in der Familie: Eltern-Kind-Bindung
1.4.3.3 Narzissmus in der Familie: psychische Gewalt
1.4.3.4 Narzissmus in der Familie: die Folgen narzisstischer Gewalt
1.4.3.5 Narzissmus in der Familie: transgenerationale Folgen und Weitergabe
1.4.4 Narzissmus und Bindung
1.4.5 Medialer Narzissmus
1.4.6 Narzissmus in der Arbeitswelt
1.5 Forschungsstand
2. Methode
2.1 Untersuchungsdesign
2.2 Stichprobenbeschreibung
2.3 Operationalisierung
2.3.1 Fragebogen zur Erhebung der Bindungssicherheit (RSQ 2.0)
2.3.2 Fragebogen zur Erhebung der Emotionalen Kompetenz (EKF-S)
2.3.3 Fragebogen zur Erhebung von Narzissmus (NPI-d)
2.4 Untersuchungsdurchführung
2.5 Hypothesen
2.6 Auswertungsmethode
3. Ergebnisse
3.1 Begründung der Erhebung und theoretische Einbettung
3.2 Deskriptive Ergebnisse
3.3 Interferenzstatistische Ergebnisse
3.4 Weiterführende Analysen
4. Diskussion
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Interpretation und Inhaltliche Einordnung der Ergebnisse
4.3 Bewertung der Methode
4.4 Praxisbezug, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen Bindungssicherheit, emotionaler Kompetenz und der Ausprägung narzisstischer Persönlichkeitsmerkmale anhand einer empirischen Stichprobe von 141 Probanden.
1.1 Hinführung zum Thema
Als der Jüngling Narziss der Nymphe Echo das Herz bricht, da er ihre Liebe verschmäht, sie nicht lieben kann, will und mag, flieht sie und verbirgt sich voll Scham im Wald. Daraufhin verflucht Nemesis, die Göttin der Rache, Narziss: Er soll sich in sich selbst verlieben und sich in Ewigkeit doch nicht erlangen. Narziss sieht sich im Quell des Wassers seinem eigenen Spiegelbild gegenüber und verliebt sich unsterblich. Er ist erstaunt über das Erscheinungsbild und möchte den schönen Knaben im Wasser ergreifen – doch es gelingt ihm nicht. Als er endlich erkennt, dass er sich selbst begehrt, weint er. Das Wasser beginnt durch die Tropfen zu beben, sodass er sich selbst nicht mehr sehen kann und vor lauter Schmerz schwindet er qualvoll dahin. Übrig bleibt statt seines Leichnams eine Blume, die Narzisse (Dörrie, 1967; Ovid, Metamorphosen, Liber III. S.113).
In Anlehnung an diese griechische Mythologie wird Narzissmus als Fluch erlebt: Die Verliebtheit in das eigene Selbst bietet keine Lösung hinsichtlich einer wahrhaftigen Bindung zu sich und anderen. Mit anderen in Beziehung zu treten, verbunden und dennoch getrennt zu sein, das Streben nach Autonomie und Integrität sind die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen. Dabei ermöglicht uns die Erfahrung von gesunder Bindung eine liebevolle Haltung aus einer Position der Fülle heraus. Die Erhaltung und Wiederherstellung eines gesunden Selbstwertgefühls bildet dabei eine Grundmotivation ab. Narzisstische Konflikte können als Selbstwertkonflikte betrachtet werden (Kast, 2004).
1. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel bietet eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Bindungstheorie, des Konstrukts Narzissmus inklusive seiner Ätiologie sowie der emotionalen Kompetenz, um den wissenschaftlichen Rahmen für die Untersuchung zu spannen.
2. Methode: Hier werden das quantitative Studiendesign, die Stichprobenbeschreibung sowie die verwendeten validierten Erhebungsinstrumente (RSQ 2.0, EKF-S, NPI-d) und die statistische Vorgehensweise zur Hypothesenprüfung detailliert dargestellt.
3. Ergebnisse: In diesem Kapitel erfolgt die deskriptive und inferenzstatistische Auswertung der erhobenen Daten, wobei Zusammenhänge zwischen Bindungssicherheit, emotionaler Kompetenz und Narzissmus mittels Korrelations-, Regressions- und Mediationsanalysen überprüft werden.
4. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die statistischen Befunde im Kontext der bestehenden Forschung, bewertet kritisch die methodischen Limitationen und bietet einen Ausblick auf die praktische Relevanz sowie zukünftige Forschungsbedarfe.
Bindungssicherheit, Narzissmus, Emotionale Kompetenz, Emotionsregulation, Eltern-Kind-Bindung, Pathologischer Narzissmus, Bindungstheorie, Quantitative Forschung, Persönlichkeitspsychologie, Transgenerationale Weitergabe, Selbstwertregulation, Psychische Gesundheit, Erziehungsstile, Medialer Narzissmus, SoSci-Survey
Die Arbeit untersucht, wie sich die frühkindliche Bindungssicherheit und die emotionale Kompetenz auf die Entwicklung narzisstischer Persönlichkeitsmerkmale im Erwachsenenalter auswirken und ob diese Konstrukte signifikant miteinander korrelieren.
Die Arbeit verknüpft die psychologischen Konzepte Bindungstheorie, Narzissmus und emotionale Kompetenz miteinander, wobei ein besonderer Fokus auf den familiären Ursprüngen und den Folgen narzisstischer Gewalt liegt.
Das primäre Ziel ist es, durch eine empirische Querschnittsstudie die theoretischen Annahmen über den Zusammenhang zwischen unsicherer Bindung, Defiziten in der emotionalen Regulation und narzisstischen Ausprägungen statistisch zu belegen.
Es wurde eine quantitative Online-Studie mittels der Plattform "SoSci-Survey" durchgeführt, wobei standardisierte Fragebögen (RSQ 2.0, EKF-S und NPI-d) zur Anwendung kamen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens sowie eine ausführliche Präsentation der Ergebnisse mittels Korrelations-, Regressions- und Mediationsanalysen.
Zentrale Begriffe sind Bindungssicherheit, Narzissmus, emotionale Kompetenz, Emotionsregulation, Eltern-Kind-Bindung, sowie die Unterscheidung zwischen normativen und pathologischen Ausprägungen des Narzissmus.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine geringere emotionale Kompetenz mit höheren Werten in verschiedenen Narzissmus-Skalen korreliert, was die Annahme unterstützt, dass Defizite in der Regulation eigener und fremder Gefühle mit narzisstischen Tendenzen einhergehen.
Die Studie konnte zeigen, dass eine niedrigere Bindungssicherheit mit einer höheren Tendenz zum Narzissmus assoziiert ist, was insbesondere in den Skalen "Anspruchsdenken" und "Angst vor Trennung" sichtbar wird.
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