Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 1,0
1. THEMA-FRAGESTELLUNG
1.1. Relevanz der Problematik
1.2. Fragestellung
1.3. Vorgangsweise
2. THEORIEHINTERGRUND
2.1. Fachzuordnung
2.2. Literaturrecherche
2.3. Stand der Forschung
2.4. Elternarbeit
2.4.1. Begriffsklärung: Elternarbeit
2.4.5. Ziele und Nutzen der Elternarbeit
2.4.2. Der Wandel der Elternarbeit
2.4.3. Grundannahmen zur Eltern- und Angehörigenarbeit
2.4.6. Methoden der Elternarbeit
2.4.4. Forderungen an die Mitarbeiter um effiziente Elternarbeit zu leisten
2.4.7. Probleme und Hindernisse in der Elternarbeit
2.5. Beschreibung des Untersuchungsfeldes
2.5.1. Sozialpädagogische Wohngemeinschaften
2.6. Die Bedeutung der Familie
3. DESIGN
4. STICHPROBE
4.1. Tatsächlicher Stichprobenumfang
4.2. Feldzugang
5. ERHEBUNGSMETHODIK
5.1. Fragebogen
5.2. Ablauf der Fragebogenstudie und der Entwicklung des Testinstrumentes
5.3. Die praktische Forschung/Fragebogen
5.4. Das Leitfadeninterview
5.5. Ablauf des Leitfadeninterviews und die Entwicklung des Testinstrumentes
5.6. Die praktische Forschung/Leitfadeninterview
6. AUSWERTUNGSMETHODIK
6.1. Fragebogenstudie
6.2. Leitfadeninterview
6.3. Erfahrung mit der Methodik
6.4. Ergebnisdarstellung
6.4.1. Fragebogenstudie
6.4.2. Leitfadenstudie
6.4.3. Gesamtergebnis der Leitfaden- und Fragebogenstudie:
7. GÜTEKRITERIEN, METHODENKRITIK
7.1. Fragebogenstudie
7.2. Leitfadeninterview
7.3. Methodenkritik
8. AUSBLICK, SCHLUSSFOLGERUNGEN
9. LITERATUR
10. ANHANG
10.1. Das Leitfadeninterview
10.1. Der Fragebogen
10.3. Ergebnisdarstellung der Leitfadeninterviews
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand der Eltern- und Angehörigenarbeit in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften einer Kärntner Einrichtung der Jugendwohlfahrt. Ziel ist es, anhand einer empirischen Erhebung zu bestimmen, ob die praktizierte Elternarbeit den modernen Anforderungen an eine systemische und familienorientierte Arbeitsweise entspricht.
2.4.6. Methoden der Elternarbeit
Die Methoden der Eltern- und Angehörigenarbeit sind so vielseitig wie das Themengebiet an sich. Es handelt sich dabei um eine Arbeit mit und für Menschen, welche ihre Kinder in fremden Händen wissen. Die Elternarbeit umfasst weit mehr als nur das Einzelgespräch mit der Kindesmutter und dem Kindesvater. (vgl. CONEN 1990, S. 44) Die Arbeit mit dem Herkunftssystem umfasst komplexe und systemische Familienarbeit, Elternberatung und Elternförderung. In einigen Fällen wird auch Familientherapie innerhalb stationärer Unterbringung angeboten. Diese ist auf die institutionellen Bedingungen zugeschnitten und so für diesen Rahmen optimal. (vgl. BÖSCH und CONEN 1987, S. 61) Die Eltern- und Angehörigenarbeit umfasst dabei verschiedene Zielsetzungen und bedient sich an der am Einzelfall orientierten Methodik.
Conen stellte anhand ihrer durchgeführten Studie (1990) einen Katalog der verschiedenen Methoden zusammen. So beschreibt sie unter anderem Institutionen, welche Elternarbeit im Rahmen themenzentrierter Seminare anbieten und gemeinsam mit den Eltern/Angehörigen Wochenenden veranstalten. (vgl. CONEN 1990, S. 44 ff.)
Nach neueren Studien versteht die Methodik der Elternarbeit den Teil der Wissensvermittlung als äußerst wichtig. Denn häufig benötigen die Eltern/Angehörigen ein grundständiges Wissen über die Entwicklung eines Kindes und dessen Bedürfnisse. Darüber hinaus benötigen die meisten Personen des Herkunftssystems flexible neue Handlungsoptionen im Umgang mit ihren Kindern. Um dies zu gewährleisten, müssen Übungsfelder angeboten werden, in welchen alternative Handlungsoptionen ausprobiert werden dürfen. Ein weiterer Schritt der Methodologie ist der Transfer des Gelernten/Erprobten in den Alltag. Hierfür benötigen die Eltern viele Gespräche und Motivation. Bis es zu einer Veränderung im Verhalten kommt, bedarf es genügend Zeit und Raum zur Selbsterfahrung im Zusammenhang mit individuellen Sinn- und Erziehungsfragen. Durch gezielte Anleitung die eigenen Sichtweisen kritisch zu hinterfragen, können die Eltern/Angehörigen mehr Verständnis für sich selbst erlangen. Unter anderem können sie wahrnehmen, dass Schwierigkeiten, welche sie als volljährige Personen haben, unbewusste Auswirkungen auf die Beziehung zu ihren minderjährigen Kindern haben können.
1. THEMA-FRAGESTELLUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Elternarbeit in der stationären Erziehung und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Qualität der praktizierten Arbeit in der untersuchten Einrichtung.
2. THEORIEHINTERGRUND: Hier werden theoretische Grundlagen, Begriffsdefinitionen und der aktuelle Stand der Forschung zur Elternarbeit dargelegt, inklusive methodischer Ansätze und systemischer Grundannahmen.
3. DESIGN: Es wird begründet, warum ein deskriptives Forschungsdesign für die Zielsetzung der Studie am besten geeignet ist.
4. STICHPROBE: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl der Teilnehmer sowie den Feldzugang innerhalb des Trägervereins und definiert den tatsächlichen Stichprobenumfang.
5. ERHEBUNGSMETHODIK: Hier werden die Konstruktion und Durchführung des Fragebogens sowie des Leitfadeninterviews detailliert erläutert.
6. AUSWERTUNGSMETHODIK: Das Kapitel beschreibt die quantitative Auswertung der Fragebögen sowie die interpretative Analyse der Interviews und führt die Gesamtergebnisse beider Erhebungsmethoden zusammen.
7. GÜTEKRITERIEN, METHODENKRITIK: Es erfolgt eine kritische Reflexion der Forschungsarbeit hinsichtlich Objektivität, Reliabilität, Validität sowie der methodischen Vorgehensweise.
8. AUSBLICK, SCHLUSSFOLGERUNGEN: Auf Basis der Ergebnisse werden Schlussfolgerungen für die Praxis gezogen und Empfehlungen für notwendige Maßnahmen innerhalb der Institution ausgesprochen.
9. LITERATUR: Auflistung aller verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
10. ANHANG: Dieser Teil enthält die verwendeten Erhebungsinstrumente (Leitfadeninterview und Fragebogen) sowie detaillierte Ergebnistabellen.
Elternarbeit, Angehörigenarbeit, stationäre Erziehung, sozialpädagogische Wohngemeinschaft, Fremdunterbringung, Systemische Pädagogik, Erziehungspartnerschaft, Herkunftssystem, Bindungstheorie, Elternförderung, Elternschulung, Biografiearbeit, Methoden der Elternarbeit, Interventionsmöglichkeiten, Qualitätssicherung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Stellenwert und der praktischen Umsetzung der Eltern- und Angehörigenarbeit in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften einer Kärntner Institution der Jugendwohlfahrt.
Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition von Elternarbeit, systemische Grundannahmen in der Heimerziehung, die Bedeutung der Herkunftsfamilie und der methodische Umgang mit Eltern innerhalb stationärer Einrichtungen.
Das Ziel ist es, den Status quo der Elternarbeit in einer konkreten Einrichtung zu erheben und auf einem Kontinuum zwischen „guter“ und „ungenügender“ Praxis einzuordnen.
Es wurde ein deskriptives Forschungsdesign gewählt, welches eine quantitative Fragebogenstudie unter Mitarbeitern mit einer qualitativen Leitfadeninterviewstudie mit Führungskräften kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theoriehintergrund und einen Forschungsteil. Er beleuchtet institutionelle Störvariablen, die Bedeutung der Familienressourcen sowie Methoden wie Biografiearbeit oder das Selbstmanagementtraining.
Zentrale Begriffe sind Elternarbeit, Fremdunterbringung, Systemische Pädagogik, Erziehungspartnerschaft und die Unterstützung von Herkunftsfamilien.
Die Rückführung wird als zentrales, aber oft schwer erreichbares Ziel beschrieben, für dessen erfolgreiche Umsetzung eine intensivere und planmäßigere Einbindung der Eltern in den Betreuungsprozess erforderlich wäre.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die grundlegende Arbeitssituation als positiv bewertet wird, jedoch spezifische Bereiche wie strukturierte Elternschulungen und aktive Einbindung in den Alltag verbesserungswürdig sind.
Es wird empfohlen, die Kooperation mit Eltern durch gezielte Konzepte zur Kompetenzsteigerung auszubauen und seitens des Dienstgebers die notwendigen zeitlichen und finanziellen Ressourcen bereitzustellen.
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