Magisterarbeit, 2007
215 Seiten, Note: 3,0
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Frage, wie der Bilderkrieg zwischen den USA und einer radikal-islamischen internationalen nach dem 11. September 2001 geführt wurde. Sie analysiert die bildlichen Inszenierungen und Propaganda-Strategien beider Seiten und untersucht die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung.
Die Arbeit beginnt mit der Darstellung der Ereignisse des 11. September 2001 und untersucht, wie diese vom Medienereignis 9/11 zu einem „visuellen Kriegserklärung“ wurden. Im Folgenden werden die neuen Qualitäten bildlicher Inszenierung im Bilderkrieg, insbesondere die Bedeutung von Bildpolitik und die Funktion visueller Kriegspropaganda, analysiert.
Die Kapitel 3 und 4 untersuchen Amerikas Reaktion auf die Anschläge, die politische Funktionalisierung von 9/11 und die US-Bildstrategie im Afghanistan-Krieg, einschließlich der Darstellung des Feindes und der erwünschten Kriegsbilder.
Kapitel 5 befasst sich mit dem Irak-Feldzug und der veränderten Bildstrategie der USA, die durch die Erweiterung des Terrorismuskonzeptes geprägt war. Auch hier werden die erwünschten Kriegsbilder und die markanten Stationen des Bilderkrieges, wie Drohgebärden und die symbolische Zerstörung des Saddam-Regimes, beleuchtet.
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die radikal-islamische Internationale in ihrer ideologischen Grundlage und ihren Wesenszügen, insbesondere dem Konzept des Dschihad, vorgestellt.
Die Kapitel 7 und 8 beleuchten die visuelle Selbstdarstellung radikaler Islamisten und den „Bild-Dschihad“ mit seinen Strategien und visuellen Botschaften, wie Entführungen, Kampfeinsätzen und „Märtyreroperationen“.
Schließlich werden die Ergebnisse des Bilderkrieges zusammengefasst und die Auswirkungen auf beide Seiten, die USA und die radikal-islamische Internationale, analysiert.
Bilderkrieg, visuelle Kriegspropaganda, 9/11, Terrorismus, Afghanistan-Krieg, Irak-Krieg, radikaler Islamismus, Dschihad, Bildstrategie, Medienmanipulation, öffentliche Meinung.
Der Bilderkrieg beschreibt die massenmedial geführte Auseinandersetzung nach 9/11, in der visuelle Inszenierungen und Propaganda als strategische Waffen eingesetzt werden.
Während der Afghanistan-Krieg anfangs eher „bilderlos“ war, setzte die USA im Irak-Krieg auf eine offensive Bildstrategie mit Echtzeit-Übertragungen und symbolischen Inszenierungen (z.B. Sturz der Saddam-Statue).
Die dschihadistische Strategie nutzt Bilder von Hinrichtungen, Kampfeinsätzen und „Märtyreroperationen“, um Botschaften des Schreckens zu verbreiten und Anhänger zu mobilisieren.
Es bezeichnet den medialen und virtuellen Raum (Internet, TV), in dem der ideologische Kampf um die öffentliche Wahrnehmung unabhängig vom physischen Kampfplatz stattfindet.
Strukturelle Ursachen wie das Internet und globale Nachrichtensender führten dazu, dass auch unerwünschte Bilder (das „wahre Gesicht“ des Krieges) die Öffentlichkeit erreichten und staatliche Bildmonopole aufbrachen.
Die Zwischenbilanz zeigt für die USA einen erheblichen Legitimitätsverlust und Demoralisierung durch die visuelle Dokumentation der Kriegsfolgen.
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