Masterarbeit, 2010
106 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1 Motivation
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Studiendesign
2. Grundlagen
2.1 Value Management
2.1.1 Grundlagen des Value Managements
2.1.2 Bedeutung des Value Managements für die Organisation
2.1.3 Methoden und Werkzeuge des Value Managements
2.2 Wertanalyse
2.3 Value Management/Wertanalyse und Target Costing
3. Grundlagen des Entwicklungsprozesses und Besonderheiten im Automotive-Bereich
3.1 Grundlagen des Entwicklungsprozesses
3.2 Der Konstruktionsprozess nach VDI-Richtlinie 2221
3.3 Integrierte Produktentwicklung
3.4 Entwicklungsprozess nach APQP
3.5 Entwicklungsprozess nach VDA 4.3
4. Übertragung des Value Managements in den Entwicklungsprozess
4.1 Value Management/Wertanalyse im Entwicklungsprozess
4.2 Entwicklung eines Value Management-Baukastensystems
4.3 Integration in den APQP-Prozess
4.4 Integration in VDA 4.3
4.5 Frontloading der Wertanalyse
5. Anwendung in der Praxis
5.1 Aktueller Stand der Wertanalyse
5.2 Ergebnisse der Online-Umfrage
5.3 Wertanalyse bei der TAKATA-PETRI AG
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie das Value Management effektiv in den Entwicklungsprozess technischer Produkte innerhalb des Automotive-Bereichs integriert werden kann, um sowohl Qualität zu maximieren als auch Kosten zu minimieren.
2.2 Wertanalyse
“Value analysis is a problem-solving system implemented by the use of a specific set of techniques, a body of knowledge, and a group of learned skills. It is an organized creative approach that has for its purpose the efficient identification of unnecessary cost, i.e., cost that provides neither quality nor use nor life nor appearance nor customer features. When applied to products, this approach assists in the orderly utilization of better approaches, alternative materials, newer processes, and abilities of specialized suppliers. It focuses engineering, manufacturing, and purchasing attention on one objective-equivalent performance for lower cost. Having this focus, it provides step-by step procedures for accomplishing its objectives efficiently and with assurance.” (Miles (1989), S. 3)
„In der Wertanalyse werden ein Produkt bzw. seine Komponenten als eine Gesamtheit von Funktionen betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob diese oder einzelne Funktionen kostengünstiger zu realisieren sind, als dies im Ausgangsstadium der Fall ist.“ (Bea/Haas (2009), S. 355 f.) Auch KAMISKE/BRAUER definieren die Methode der Wertanalyse in ähnlicher Art und Weise, jedoch mehr kundenorientiert: „Die Wertanalyse kann als eine vom Produkt unabhängige, systematische Methode zur Problemerkennung und –lösung betrachtet werden, um den vom Kunden bzw. Anwender gewünschten Nutzen mit den geringstmöglichen Kosten zu realisieren, ohne dabei Qualität, Zuverlässigkeit und Marktfähigkeit negativ zu beeinflussen.“ (Kamiske/Brauer (2008), S. 211) Außerdem bietet die Wertanalyse wirkungsvolle und realisierbare Möglichkeiten zur Lösung von Problemen, wie z. B. ungenügende Kenntnis über die vom Markt bzw. Kunden geforderten Produktfunktionen oder steigender Wettbewerbsdruck. Verdeutlicht wird dies indirekt durch zu hohe Herstellkosten eines Produktes oder einer Produktkomponente, wodurch eine marktfähige Preisfindung verhindert wird. (vgl. Wiest (2004) S. 642 f.). Zusammengefasst verfolgt die Wertanalyse vorwiegend zwei Hauptziele: Verringerung der Kosten und Verbesserung der Funktionen.
1. Einführung: Darstellung der Ausgangssituation im Automotive-Sektor und Definition der Forschungsfrage sowie des Studiendesigns.
2. Grundlagen: Erläuterung der theoretischen Basis von Value Management und Wertanalyse sowie deren Methoden und Abgrenzung zum Target Costing.
3. Grundlagen des Entwicklungsprozesses und Besonderheiten im Automotive-Bereich: Analyse der Standard-Entwicklungsabläufe und deren spezifische Anforderungen in der Automobilindustrie.
4. Übertragung des Value Managements in den Entwicklungsprozess: Erarbeitung von Integrationsansätzen, inklusive der Entwicklung eines Baukastensystems und Frontloading-Strategien.
5. Anwendung in der Praxis: Detaillierte Darstellung des aktuellen Umfragestatus und Fallstudie zur Wertanalyse bei der TAKATA-PETRI AG.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Einschätzung zum künftigen Forschungsbedarf.
Value Management, Wertanalyse, Produktentwicklung, Automotive, Target Costing, Prozessintegration, Kostenreduzierung, Funktionsverbesserung, Qualitätsmanagement, APQP, VDA 4.3, Konstruktion, Innovation, Effizienz, Projektmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Value Management-Ansatzes in den Produktentwicklungsprozess von Automobilzulieferern, um Kosten zu senken und Funktionen zu optimieren.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Value Managements, die Analyse technischer Entwicklungsprozesse (APQP, VDA 4.3, VDI 2221) und die praktische Umsetzung mittels Baukastensystemen.
Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Value Management und Wertanalyse frühzeitig im Entwicklungsprozess angewendet werden können, um das volle Einsparpotenzial zu heben.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche sowie einer empirischen Online-Umfrage unter Experten und einer detaillierten Fallstudie bei der TAKATA-PETRI AG.
Der Hauptteil widmet sich der Übertragung von Value Management-Methoden in den Automobil-Entwicklungsprozess, inklusive Frontloading-Strategien und Baukastensystemen.
Wesentliche Begriffe sind Value Management, Wertanalyse, Produktentwicklung, Kostensenkungspotenzial und Prozessintegration im Automotive-Bereich.
Da ca. 80-90 % der Produktkosten bereits in der Entwicklungs- und Konstruktionsphase festgelegt werden, ist ein späteres Ansetzen zur Kostensenkung weit weniger effizient.
Das Projekt zeigte, dass die Anwendung von Wertanalyse-Methoden auf einen schaltbaren Kraftbegrenzer deutliche Einsparungspotenziale bietet, sofern eine frühzeitige methodische Begleitung sichergestellt ist.
Das Management ist essenziell; ohne ein aktives Vorleben der Werte und die Bereitstellung entsprechender Rahmenbedingungen durch die Führungsebene kann die Wertanalyse ihre Wirkung nicht voll entfalten.
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