Magisterarbeit, 2011
145 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriff
3 Vorformen des Trampolins
4 Das moderne Stahlrohrgerät als Wegbereiter einer Sportart
4.1 George Nissen und der Werdegang einer Idee
4.2 Entstehung des ersten Trampolins
4.3 Der Name
4.4 Verbreitung des Sportgeräts
4.4.1 Verbreitung in den USA
4.4.2 Verbreitung weltweit
4.4.3 Mitbewerber und Imageprobleme
4.5 Nissens weitere Unternehmertätigkeiten
4.6 Nationale Entwicklung des Trampolins
4.7 Weitere Entwicklung des Trampolins
5 Entstehung und Entwicklung einer neuen Sportart
5.1 George Nissen als Urvater der Sportart
5.2 Internationale Entwicklung
5.2.1 Gründung und Aufgaben des internationalen Trampolinverbands FIT
5.2.2 Internationale Steigerung der Wettkampfaktivitäten
5.3 Olympischer Werdegang
5.4 Der nationale Weg des Trampolinturnens
5.4.1 Allgemeine Entwicklung
5.4.2 Entstehung und Entwicklung des deutschen Liga-Systems
6 Entwicklung des Wettkampfsystems im Trampolinturnen
6.1 Terminologie
6.1.1 Fachausdrücke
6.1.2 Ausführungsarten
6.2 Wettkampfklassen
6.3 Wettkampfdisziplinen des großen Trampolins
6.3.1 Geräte
6.3.2 Pflichtübungen
6.3.2.1 P-Übungen
6.3.2.2 M-Übungen
6.3.3 Wettkampfablauf
6.3.3.1 Qualifikationsphase
6.3.3.2 Finale
6.4 Wettkampfdisziplin Doppelmini Tramp
6.4.1 Geräte
6.4.2 Der Wettkampfablauf beim Doppelmini Tramp
6.5 Wettkampfdisziplin Tumbling
6.5.1 Die Tumblingbahn
6.5.2 Wettkampfablauf
6.6 Wettkampfregeln und Kampfrichterwesen
6.6.1 Das Kampfgericht
6.6.2 Die Entwicklung der Wettkampfbestimmungen
6.6.2.1 Rückblick: Das Wettkampfverfahren bis zu den ersten Weltmeisterschaften 1964
6.6.2.2 Rückblick: Die Implementierung erster eigener Wettkampfbestimmung bis heute
6.6.2.3 Wandel der Gewichtung der einzelnen Wertungsbestandteile
6.6.3 Ausblick
7 Leistungsentwicklung beim Trampolinturnen
7.1 Abgrenzung zu ähnlichen und verwandten Sportarten
7.2 Die Leistungsentwicklung am Beispiel der Schwierigkeit
7.3 Leistungssteigerung durch Materialverbesserung
7.3.1 Verbesserung des Sprunggeräts
7.3.2 Entwicklung und Einsatz neuer Hilfsmittel
7.4 Leistungssteigerung durch Technikänderung
7.4.1 Technik aktuell
7.4.2 Salto rückwärts gestreckt
7.4.3 Schraubensalto
7.4.4 Aussortierte Sprünge
7.4.5 Zusammenstellung von Sprungkombinationen
7.5 Leistungssteigerung durch die Einführung eines Kadersystems
8 Nutzung des Trampolins in anderen Bereichen
8.1 Das Trampolin als Trainingshilfsmittel für andere Sportarten
8.2 Das Trampolin als Therapiegerät
8.3 Das Trampolin für verschiedene Berufsgruppen
8.4 Das Trampolin im Schulsport
9 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung und die sportliche Entwicklung des Trampolinturnens vom einfachen Freizeitgerät zur international anerkannten olympischen Wettkampfsportart, wobei der Schwerpunkt auf der Etablierung des Wettkampfsystems und der Leistungssteigerung durch technische und methodische Neuerungen liegt.
4.2 Entstehung des ersten Trampolins
Mit 16 Jahren verließ Nissen mit dem Abschluss die High-School, fühlte sich aber zu jung, um gleich mit dem Studium zu beginnen. Er startete einige Versuche, seiner Vorstellung seines rückfedernden Apparates eine Form zu verleihen. Wichtig waren für ihn folgende Eigenschaften: einfache Bedienung, wenig Platzbedarf bei der Benutzung und ein elastisches Tuch. Die Sicherheitsnetze aus dem Zirkus benötigten viel Raum, aufwendige Befestigung und waren so wenig alltagsauglich. Der erste Bauort war die elterliche Garage, in der er mit Material vom örtlichen Schrottplatz den ersten Stahlrahmen baute.
Wie im vorangegangen Kapitel beschrieben, existierten erste tischähnliche Trampolinkonstruktionen bereits Ende des 19. Jahrhunderts (vgl. Copp, 1991). Nissen wusste von all diesen Erfindungen aber nichts. Er wollte etwas erfinden, was es ihm ermöglichte zu springen und turnerische Tricks in der Luft zu vollführen (vgl. de Wyze, 1998).
Sein erster Impuls war es, eine runde Konstruktion zu bauen. Ein rundes Design, so dachte er, ist einfach zu entwerfen. Es hat den Vorteil, dass die Kräfte überall gleichermaßen wirken. Ein großer Nachteil war allerdings der große Platzbedarf einer runden Konstruktion. ImVergleich zu einem rechteckigen Apparat, muss eine runde Konstruktion wesentlich größer gebaut werden, um die gleiche, größtmögliche Ausdehnung zu erhalten.
Aber etwas anderes störte ihn am runden Sprunggerät noch wesentlich mehr, obwohl sich die runden Trampoline auf dem Frei,zeitmarkt vor allem bei den Gartentrampolinen durchgesetzt haben – die fehlende Orientierung (vgl. Guillaume, 2006; de Wyze, 1998).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Faszination des Trampolinspringens ein, benennt das Forschungsziel und grenzt den Bereich des leistungssportlichen "Trampolinturnens" vom allgemeinen "Trampolinspringen" ab.
2 Begriff: Dieses Kapitel erörtert die ungeklärte Etymologie und Herkunft des Begriffs "Trampolin" und beleuchtet verschiedene Mythen und historische Ansätze zur Namensgebung.
3 Vorformen des Trampolins: Es wird die Geschichte früher, trampolinähnlicher Konstruktionen wie Zirkusnetze oder einfache Sprungvorrichtungen bei verschiedenen Kulturen und historischen Akrobaten dargestellt.
4 Das moderne Stahlrohrgerät als Wegbereiter einer Sportart: Dieses Kapitel schildert das Leben von George Nissen, die Erfindung des ersten modernen Trampolins und die weltweite Verbreitung des Geräts.
5 Entstehung und Entwicklung einer neuen Sportart: Der Schwerpunkt liegt auf der Gründung internationaler und nationaler Verbände, der Einführung von Wettkampfsystemen und dem Weg zur olympischen Sportart.
6 Entwicklung des Wettkampfsystems im Trampolinturnen: Dieses Kapitel beschreibt detailliert das technische Regelwerk, die Disziplinen, das Kampfrichterwesen und die historische Entwicklung der Bewertungskriterien.
7 Leistungsentwicklung beim Trampolinturnen: Hier werden die Faktoren erläutert, die zur Leistungssteigerung führten, darunter Materialoptimierung, Technikänderungen der Sprünge und die Institutionalisierung durch Kadersysteme.
8 Nutzung des Trampolins in anderen Bereichen: Es wird der Exkurs zu Anwendungsfeldern wie dem Training anderer Sportarten, der Therapie sowie dem Schul- und Breitensport vollzogen.
9 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rückschau auf die rasante Entwicklung der Sportart und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.
Trampolinturnen, George Nissen, Wettkampfsystem, Leistungsentwicklung, Technikoptimierung, Kadersystem, Trampolin, Sportgerät, FIG, FIT, Wettkampfregeln, Schwierigkeitsgrad, Trampolinspringen, Therapie, Training.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Entwicklung und Professionalisierung des Trampolinturnens vom Zirkusgerät zur olympischen Wettkampfsportart.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Geräteentwicklung, der Gründung und Etablierung nationaler und internationaler Verbandsstrukturen, dem Aufbau eines Wettkampfsystems sowie der stetigen Leistungssteigerung der Athleten.
Das Ziel ist es, den Werdegang des Trampolinturnens unter dem Aspekt des Leistungssports darzustellen und die Einflüsse von Technik, Regelwerk und Kadersystemen auf die Leistungsfähigkeit aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse historischer Dokumente und Wettkampfbestimmungen sowie ergänzenden Experteninterviews mit Trainern und Funktionären.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung (Geräte), die organisatorische Entwicklung (Verbände, Olympia), die systemische Entwicklung (Wettkampfregeln, Wertung) und die sportliche Entwicklung (Leistung, Technik, Kaderstrukturen).
Die wichtigsten Begriffe sind Trampolinturnen, Wettkampfsystem, Schwierigkeitsgrad, Leistungsentwicklung und die technische Evolution des Sprunggeräts.
George Nissen gilt als der Urvater des modernen Trampolins, da er das erste kommerziell nutzbare Stahlrohrgerät entwickelte und maßgeblich an der Popularisierung und der ersten internationalen Verbreitung beteiligt war.
Das Bewertungssystem hat sich von einer Kopplung von Haltung und Schwierigkeit (1:1) hin zu einer starken Gewichtung der Haltung (3:1) entwickelt, um technische Sauberkeit gegenüber rein spektakulären, aber unsicheren Sprüngen zu fördern.
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