Bachelorarbeit, 2025
81 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
1.1 Problembeschreibung und Pflegerelevanz
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Was ist Pflege?
2.2 Historische Entwicklung der Pflege
2.3 Emanzipation allgemein und bezogen auf die Pflege
2.4 Profession – Professionalisierung
2.5 Tertiäres Bildungsniveau – Akademisierung allgemein und in der Pflege
3 Methodik
3.1 Recherche
3.2 Literaturauswahl
3.3 Kritische Würdigung
4 Ergebnisse
4.1 Tabellarische Darstellung
4.2 Hindernisse und Widerstände gegen die Akademisierung der Pflege
4.3 Erweiterte Pflegepraxis Advanced Practice Nurse/Communitiy Health Nurse
4.4 Interprofessionelle Zusammenarbeit
4.5 Gesundheitsförderung und Prävention
4.6 Patient*innenorientierte Versorgung und Kosteneffizienz
5 Diskussion
5.1 Methodische Diskussion
5.2 Inhaltliche Diskussion
5.3 Limitationen
6 Schlussfolgerungen und Ausblick
6.1 Bezugnahme auf Beantwortung der Forschungsfrage und Zielerreichung
6.2 Schlussfolgerungen und Ausblick für die Pflegepraxis
6.3 Schlussfolgerungen und Ausblick für die Pflegewissenschaft
Diese Bachelorarbeit untersucht die Gründe für die späte Akademisierung der Pflege in Österreich und beleuchtet die Chancen zur Emanzipation der Profession durch erweiterte Rollenprofile auf tertiärem Bildungsniveau. Ziel ist es, Hindernisse aufzuzeigen, den Einfluss der Akademisierung zu analysieren und internationale Best-Practice-Beispiele für die österreichische Praxis nutzbar zu machen.
1.1 Problembeschreibung und Pflegerelevanz
Im Vereinigten Königreich sowie in den USA wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts über die Etablierung der Pflegeausbildung an Universitäten nachgedacht, während im mitteleuropäischen Raum die Ausbildung einer Lehre gleichkam. 1988 empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Pflegeausbildung an Universitäten durchzuführen (Dieplinger et al., 2018).
Die WHO verabschiedete 2016 die Globale Strategie für Gesundheitspersonal: „Workforce 2030“. Es handelt sich um eine politische Agenda, die unter anderem Strategien festlegt, das Ungleichgewicht der Ausbildungsstandards und Hindernisse für die interprofessionelle Zusammenarbeit in den Bereichen Medizin und Pflege zu beseitigen (McIsaac et al., 2024).
In Österreich ist der Anteil akademisch ausgebildeter Pflegender noch wesentlich geringer als im restlichen Europa (Dieplinger et al., 2018). 2008 startete in Österreich die erste Ausbildungsinitiative für Advanced Nursing Practice (ANP). ANP-Masterprogramme werden zurzeit an den Fachhochschulen Wien, Krems und Linz angeboten. Auch an der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg (PMU) und an der UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik) in Hall in Tirol, finden ANP Masterausbildungen statt (Herzog et al., 2024).
Der pflegerische Versorgungsbedarf der Bevölkerung wird mit einer Steigerung der Komplexität der Bedürfnisse einhergehen. Eine Anpassung der Ausbildung der Pflege im tertiären Bereich, und eine damit einhergehende Erweiterung der Aufgabenbereiche der Pflege, macht eine qualitative Verbesserung der akuten und chronischen Versorgung in Österreich möglich (Dieplinger et al., 2018).
1 Einleitung: Beschreibt den aktuellen Stand der Pflegeausbildung in Österreich im Vergleich zu internationalen Standards und führt in die Problematik der Professionalisierung ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Begriffe wie Pflege, Emanzipation und Professionalisierung und beleuchtet die historische Entwicklung sowie das tertiäre Bildungssystem.
3 Methodik: Erläutert das Vorgehen der systematisierten Literaturrecherche, die Auswahlkriterien für die inkludierten Studien und die Instrumente zur kritischen Würdigung.
4 Ergebnisse: Synthetisiert die Erkenntnisse der acht untersuchten Studien zu Themen wie Hindernissen bei der Akademisierung, APN/CHN-Rollen und interprofessioneller Zusammenarbeit.
5 Diskussion: Reflektiert die methodische Qualität der Arbeit und interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf den österreichischen Kontext sowie bestehende Limitationen.
6 Schlussfolgerungen und Ausblick: Beantwortet die Forschungsfrage, leitet Handlungsempfehlungen für Praxis und Wissenschaft ab und skizziert zukünftige Entwicklungsnotwendigkeiten.
Advanced Practice Nursing, Family practices, Akademisierung der Pflege, Profession Pflege, primäre Gesundheitsversorgung, Community Health Nursing, interprofessionelle Zusammenarbeit, Gesundheitsförderung, Prävention, Emanzipation, Pflegeforschung, Pflegewissenschaft, Patient*innenzufriedenheit, Kosteneffizienz.
Die Arbeit analysiert die Situation der Pflege in Österreich, insbesondere den Nachholbedarf bei der Akademisierung und die Potenziale durch eine erweiterte Pflegepraxis.
Im Fokus stehen die Hindernisse für eine akademische Ausbildung, das Berufsbild der Advanced Practice Nurse (APN) und der Community Health Nurse (CHN) sowie deren Rolle in der Primärversorgung.
Das Ziel ist es, Hindernisse und Chancen der Akademisierung zu beleuchten und anhand internationaler Vorbilder Wege für eine Emanzipation der Profession Pflege in Österreich aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer systematisierten Literaturrecherche, bei der acht geeignete Studien qualitativ und quantitativ kritisch gewürdigt und synthetisiert wurden.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Literaturanalyse, unterteilt in die Kategorien Hindernisse, erweiterte Pflegepraxis, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie Gesundheitsförderung und Kosteneffizienz.
Die wichtigsten Schlagworte sind Akademisierung, Advanced Practice Nursing, Community Health Nursing, interprofessionelle Zusammenarbeit und Emanzipation der Pflege.
Durch akademische Bildung kann die Pflege eigenständiges wissenschaftliches Wissen generieren, sich als gleichwertiger Teil des Gesundheitssystems positionieren und so aus traditionellen, untergeordneten Hierarchiemodellen ausbrechen.
Das Hamric-Modell dient in einer der untersuchten Studien als theoretischer Rahmen, um zu untersuchen, welche spezifischen Aufgaben österreichische Pflegepersonen mit tertiärem Bildungsniveau in der Praxis tatsächlich übernehmen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

