Examensarbeit, 2010
79 Seiten, Note: 3,0
I. Einleitung
II. Der Gründungsakt der Stadt Neuenburg am Rhein
a. Neuenburg und der Rhein
b. Neuenburg die Zähringerstadt?
c. Neuenburg als Gegenstand eines Erbschaftsstreites
d. Neuenburg in den Wirren des Krieges
e. Neuenburg wird Habsburger Stadt
III. Die Stadt Neuenburg unter vorderösterreichischer Herrschaft
a. Das verpfändete Neuenburg bewahrt seine Selbstständigkeit
b. Neuenburg unter den Brüdern Albrecht III. und Leopold III.
c. Die Schlacht von Sempach 1386
IV. Die habsburgerischen Lande und das Haus Österreich
a. Ein Exkurs in die Landeskunde
b. König Rudolf I. mächtigster Repräsentant in Südwestdeutschland
V. Landvögte und Landstände
a. Die Entstehung der Vogtei und der Landstände
b. Das Amt des Landvogtes und seine Aufgabenbereiche
c. Neuenburg und die vorderösterreichischen Landstände
d. Aufgabe und Organisation der Landtage
e. Der Neuenburger Landtag von 1469
VI. Peter von Hagenbach und die burgundische Herrschaft
a. Die Pläne Karls des Kühnen und die Person Peter von Hagenbach
b. Das Ende Hagenbachs und der burgundischen Herrschaft
VII. Das Konstanzer Konzil 1414 - 1418
a. Zur Vorgeschichte des Konzils
b. Das Konstanzer Konzil
c. Johannes XXIII. und die Stadt Neuenburg
Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte der Stadt Neuenburg am Rhein vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, wobei der Fokus auf ihrer Rolle innerhalb des vorderösterreichischen Herrschaftsgefüges, ihrer Teilnahme an bedeutenden historischen Ereignissen wie der Schlacht von Sempach und dem Konstanzer Konzil sowie der administrativen Entwicklung durch Landtage liegt.
Neuenburg die Zähringerstadt?
Die Stadt Neuenburg am Rhein wurde 1175 von Herzog Berthold IV. von Zähringen in der typischen Zähringer-Bauweise, in Kreuzform, gegründet. Der Anlass der Stadtgründung waren Expansionsversuche der Staufer von ihrem Besitz Badenweiler in ihre Besitzungen im benachbarten Elsass. Die Zähringer sicherten mit der Stadt Neuenburg den Rheinübergang und konnten von den Benutzern Tribut verlangen.
„Gründer der Stadt ist Herzog Berthold IV. von Zähringen. Dies beweist, wenn auch eine eigentliche Gründungsurkunde fehlt, eindeutig das in der Zeit zwischen 1317 bis 1341 entstandene Tennenbacher Güterbuch.“4
Das 1158 gegründete Zisterzienserkloster Tennenbach - oder wie es zunächst hieß: Porta Coeli, Himmelspforte, steht mit der Stadt Neuenburg in enger Beziehung.
Von der Entstehungsgeschichte des Klosters ist bekannt, dass zu ihrem Gründerkreis alle bedeutenden Adelsgeschlechter im Breisgau zählten. Neben den Herzögen von Zähringen gehörten die Grafen von Nimburg sowie der Markgraf von Hachberg, die Herren von Üsenberg und die Herren von Schwarzach zu den Initiatoren der Klostergründung. Der größte Verdienst kam Markgraf Hermann III. von Baden mitsamt seinen Vasallen und Ministerialen zu. In den ersten anderthalb Jahrhunderten seines Bestehens hatte das Kloster einen ausgedehnten Grundbesitz aufgebaut, der sich über mehr als 200 Orte in der südlichen Ortenau, im ganzen Breisgau und bis hinauf auf die Höhen des Schwarzwaldes verteilte – auch die Stadt Neuenburg gehörte dazu.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Stadt Neuenburg am Rhein und deren historische Rolle im Mittelalter.
II. Der Gründungsakt der Stadt Neuenburg am Rhein: Historische Analyse der Stadtgründung, der geografischen Lage und der herrschaftlichen Konflikte.
III. Die Stadt Neuenburg unter vorderösterreichischer Herrschaft: Darstellung der administrativen und politischen Anbindung Neuenburgs an das Haus Österreich.
IV. Die habsburgerischen Lande und das Haus Österreich: Erläuterung der territorialen Strukturen von Vorderösterreich und der Machtpolitik König Rudolfs I.
V. Landvögte und Landstände: Untersuchung der Verwaltungsorgane und der Entwicklung ständischer Partizipation.
VI. Peter von Hagenbach und die burgundische Herrschaft: Analyse der burgundischen Machtbestrebungen unter Karl dem Kühnen und dem Wirken des Landvogts.
VII. Das Konstanzer Konzil 1414 - 1418: Beschreibung des Schismas und der Auswirkungen des Konzils auf die Stadt Neuenburg.
Neuenburg am Rhein, Zähringer, Habsburger, Vorderösterreich, Schlacht von Sempach, Landstand, Landtag, Peter von Hagenbach, Konstanzer Konzil, Karl der Kühne, Reichsfreiheit, Mittelalter, Landvogt, Stadtgeschichte, Adolphinisches Privilegium.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Stadt Neuenburg am Rhein vom Mittelalter bis zum späten 15. Jahrhundert unter wechselnden Herrschaftsverhältnissen.
Die zentralen Themen umfassen die Stadtgründung durch die Zähringer, die Integration in das habsburgische Herrschaftsgebiet, die Rolle der Stadt in regionalen Konflikten und die Entwicklung ständischer Verwaltungsstrukturen.
Das Ziel ist die Rekonstruktion der ungewöhnlichen Geschichte Neuenburgs und ihrer Einbettung in die großen Zusammenhänge der europäischen Entwicklung des Mittelalters.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Stadtchroniken, urkundlicher Quellen und einschlägiger Fachliteratur zur Regional- und Territorialgeschichte basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Verpfändung an Vorderösterreich, der Beteiligung an der Schlacht von Sempach, dem Neuenburger Landtag von 1469 sowie dem Wirken von Peter von Hagenbach und den Folgen des Konstanzer Konzils.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie vorderösterreichische Herrschaft, landständische Entwicklung, Machtkämpfe zwischen Habsburg und Burgund sowie städtische Autonomie bestimmt.
Der Rhein war einerseits eine Quelle für Handelsreichtum und natürliche Schutzbarriere, stellte jedoch durch ständige Hochwasser und die Zerstörung des Stadtzentrums auch eine existenzielle Bedrohung dar.
Dieser Landtag ist eine wichtige Quelle für die politischen Verhältnisse und die Organisation der Ständekorpora im 15. Jahrhundert, da er die erste bedeutende Überlieferung landständischer Matrikeln darstellt.
Nach einer Revolte wurde er gefangen genommen und 1474 durch ein Landfriedensgericht, das aus Vertretern der geschädigten Städte und Eidgenossen bestand, hingerichtet.
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