Examensarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 14
1. Problemstellung
2. Begrifflichkeiten
2.1 Selbstständigkeit
2.1.1 Selbstständigkeit als allgemeines Erziehungsziel in der Schule
2.1.2 Selbstständigkeit im Sportunterricht
2.2 Verantwortung
2.2.1 Verantwortungsübernahme in der Schule
2.2.2 Verantwortung im Sportunterricht
3. Theoretische Überlegungen
3.1 Der Lehrplan
3.2 Das Kerncurriculum
3.3 Didaktische Konzepte
3.3.1 Das Sportartenprogramm nach SÖLL
3.3.2 Handlungsfähigkeit nach KURZ
3.2.3 Erziehender Sportunterricht nach BALZ u.a.
4. Die Lerngruppe
4.1 Anthropogene Voraussetzungen
4.2 Lerngruppenanalyse
4.3 Die Lehrerrolle
5. Praktische Durchführung
5.1 Aufgabenübertragung im Sportunterricht
5.2 Die Aufwärmphasen
5.2.1 Die Einteilung und Durchführung
5.2.2 Ein Beispiel einer Aufwärmphase im Tischtennis
5.3 Erarbeitung von Stationen zum Thema Dribbling im Basketball
6. Auswertung
6.1 Schülerevaluationsbogen
6.2 Lehrerbeobachtungen
6.2.1 Aufgabenübertragung im Sportunterricht
6.2.2 Aufwärmphasen
6.2.3 Erarbeitung von Stationen zum Thema Dribbling im Basketball
7. Schlussfolgerungen
7.1 Grundsätzliches zur Selbstständigkeitserziehung
7.2 Lehrerverhalten und Selbstständigkeitserziehung
7.3 Verbalisieren und Selbstständigkeitserziehung
7.3.1 Sprachverhalten
7.3.2 Gesprächsgelegenheiten
7.3.3 Metakommunikation
7.4 Inhalte und Selbstständigkeitserziehung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Selbstständigkeit von Schülerinnen und Schülern einer 8. Realschulklasse im Sportunterricht durch die gezielte Übertragung von Verantwortung gefördert werden kann. Dabei wird analysiert, wie offene Unterrichtsformen und die Einbeziehung der Lernenden in Planungsprozesse die Kompetenzentwicklung sowie die Unterrichtsatmosphäre beeinflussen.
5.1 Aufgabenübertragung im Sportunterricht
Nur wenn wir SuS etwas zutrauen und ihnen bedeutsame Aufgaben zumuten, werden sie Selbstvertrauen und Selbstständigkeit entwickeln, werden sie mündig werden, also die Übernahme von Verantwortung als selbstverständlich ansehen. Bereits zu Beginn des 2. Halbjahres des Schuljahres 2009/ 2010 entschied die Klasse gemeinsam über die zu behandelnden Themen des 2. Halbjahres. Weiterhin verteilte die Klasse neben den ohnehin schon bestehenden Aufgaben innerhalb der Klasse, wie etwa Klassensprecherin, Schulsanitäter oder Klassenbuchführer, gemeinsam verschiedene Aufgaben. Die zu verteilenden Aufgaben bestanden zum Einen aus Aufgaben des organisatorischen Bereichs, wie etwa die Kontrolle der Anwesenheit, Materialverantwortliche oder auch Verantwortliche für Musik.
Zum Anderen wurde vereinbart, dass SuS, die ihre Sportsachen vergessen haben, Beobachtungsprotokolle anfertigen sollten. Ein zu Beginn des Halbjahres ausgeteilter Merkzettel für das Verhalten bei Nichtteilnahme im Sportunterricht wies weiterhin darauf hin, evtl. während des Unterrichtsgeschehens behilflich zu sein. Daneben wurden im Rahmen der Unterrichtseinheiten SuS als Experten eingesetzt, um ihr Wissen lehrend und unterstützend weiterzugeben. Solche Experten waren SuS, die Sportarten aktiv betreiben, oder eben SuS, die schnellere Fortschritte machten. Die SuS übernahmen in kleinen Gruppen von 3 SuS die verantwortungsvollen Aufgaben. Dabei besprach ich nur die Zielsetzung mit ihnen, also was von den SuS, die die Aufgaben inne haben, erwartet wurde. In der Ausführung und Gestaltung der Aufgaben hatten die SuS freie Hand. So entwickelte z.B. die Gruppe, welche die Anwesenheit kontrollierte, ein recht ausgeklügeltes System, um alle Eventualitäten der Anwesenheitskontrolle im Sportunterricht zu erfassen.
1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung der Selbstständigkeit als Erziehungsziel im Sportunterricht und Begründung der Forschungsarbeit.
2. Begrifflichkeiten: Definition von Selbstständigkeit und Verantwortung sowie deren Bedeutung als schulische Erziehungsziele.
3. Theoretische Überlegungen: Analyse von Lehrplänen, Kerncurricula und didaktischen Konzepten (Söll, Kurz, Balz) hinsichtlich ihrer Eignung zur Selbstständigkeitserziehung.
4. Die Lerngruppe: Vorstellung der Schülerschaft, ihrer Voraussetzungen sowie Reflexion über die Rolle der Lehrkraft.
5. Praktische Durchführung: Konkrete Anwendung von Methoden wie Aufgabenübertragung, selbstständige Aufwärmphasen und Stationenlernen im Unterricht.
6. Auswertung: Reflexion der Unterrichtsergebnisse mittels Schülerevaluation und Lehrerbeobachtungen.
7. Schlussfolgerungen: Ableitung pädagogischer Konsequenzen für die Förderung von Selbstständigkeit, Kommunikation und Lehrerverhalten.
8. Fazit: Zusammenfassendes Ergebnis der Arbeit und Bestätigung der gewählten Methoden.
Selbstständigkeit, Verantwortung, Sportunterricht, Erziehung, Schülermitbestimmung, offener Unterricht, Sozialkompetenz, Handlungsfähigkeit, Aufgabenübertragung, Kooperation, Reflexion, Didaktik, Selbstwirksamkeit, Lernprozesse, Partizipation.
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, die Selbstständigkeit von Schülern in einer 8. Realschulklasse im Fach Sport durch die gezielte Übertragung von Verantwortung zu fördern.
Die zentralen Themen sind Selbstständigkeitserziehung, Verantwortungsübernahme, offene Unterrichtsmethoden im Sport sowie die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass durch die aktive Einbindung der Schüler in organisatorische und methodische Gestaltungsprozesse die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gesteigert werden können.
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Didaktik-Konzepte) und empirischer Begleitung durch Beobachtungsprotokolle und einen Schülerevaluationsbogen.
Der Hauptteil widmet sich der Lerngruppenanalyse, der praktischen Umsetzung von Expertenrollen, der Gestaltung von Aufwärmphasen durch Schüler sowie der Evaluation dieser Maßnahmen.
Wichtige Schlüsselwörter sind Selbstständigkeit, Verantwortung, Partizipation, offener Sportunterricht und Sozialkompetenz.
Durch die Übertragung von Aufgaben wie Anwesenheitskontrolle, Materialverwaltung, Musikgestaltung und die Rolle als Experten in Übungsphasen.
Die Schüler bewerteten die Möglichkeit der Mitgestaltung und das Vertrauen der Lehrkraft auf den Evaluationsbögen mehrheitlich sehr positiv.
Zu den Herausforderungen zählten soziale Konflikte bei der Gruppenarbeit und die Notwendigkeit, Schüler an das eigenständige Arbeiten ohne direkte Lehreranweisungen zu gewöhnen.
Der Autor schlussfolgert, dass die strukturierte, vielseitige Förderung durch Verantwortung ein notwendiger und sinnvoller Weg ist, um übergeordnete Erziehungsziele zu erreichen.
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