Bachelorarbeit, 2017
32 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Begriffsklärung
3 Beschreibung der Trisomie 21
3.1 Typische Merkmale
3.1.1 Äußeres Erscheinungsbild
3.1.2 Beeinträchtigung von bestimmten Organen
3.2 Pädagogisch-psychologische Merkmale
3.2.1 Allgemeine Entwicklung
3.2.2 Intelligenz
3.2.3 Verhalten und Kompetenzen
4 Die Sprachentwicklung
4.1 Theoretische Grundlagen der Sprachentwicklung
4.2 Kommunikation und Sprache der Kinder mit Trisomie 21
4.2.1 Verbale Kommunikation
4.2.2 Nonverbale Kommunikation
5 Förderung von Sprachentwicklung
5.1 Gebärdenunterstütze Kommunikation
5.1.1 Vorteile der GuK
5.1.2 Beeinträchtigungen der Lautsprache durch GuK
5.2 Sprechenlernen durch frühes Lesen
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Spracherwerb von Kindern mit Trisomie 21 unter Berücksichtigung ihrer syndromspezifischen Besonderheiten und evaluiert dabei den Einsatz spezifischer Fördermaßnahmen.
3.1.1 Äußeres Erscheinungsbild
Bei Menschen mit Trisomie 21 herrscht eine große Ähnlichkeit. Das Trisomie 21 verursachende Chromosom 21 beeinflusst die Embryogenese und löst ein typisches Aussehen aller Menschen mit Trisomie 21 aus (vgl. Wilken 2014, S. 25). Stengel-Rutkowski erwähnt sogar, dass sie anderen Menschen mit der gleichen genetischen Veränderung ähnlicher sehen und sich von ihren leiblichen Geschwistern sowie Familienangehörigen wesentlich unterscheiden (vgl. Stengel-Rutkowski 1990, S. 31).
Besonders auffällig ist die Form der Augen. Das Augenlid ist schräg gestellt und mandelförmig. Früher wurde dazu „Mongolenfalte“ gesagt, was heute als „Epicanthus“ definiert wird. Die Nase ist charakteristisch durch die kleine Form und breite Nasenwurzel. Dabei sind die Nasennebenhöhlen hypoplastisch oder fehlen komplett (vgl. Simader 1999, S. 3). Weiter fallen die kleinen dysplastischen Ohren auf, die tiefer angesetzt sind, sowie eine große Zunge, die aus dem meist offenen Mund herausgeschoben wird. Laut Annerèn et al. (1996, S. 59, zit. nach Ostad 2008) ist das Herausschieben der Zunge mit einer Muskelhypotonie (Muskelschlaffheit) sowie mit einer Enge des Gaumens verbunden. Weitere Auffälligkeiten im Kiefer- und Mundbereich sind eine Zahnunterzahl und Zahnhypoplasien (vgl. Ostad 2008, S. 25).
Der Körperbau der betroffenen Menschen ist meistens durch Kleinwüchsigkeit und Gedrungenheit gekennzeichnet. Schon im Alter von sechs Jahren sind sie im Vergleich zu Kindern ohne Trisomie 21 im Durchschnitt 12 cm kleiner. Die Endgröße beträgt bei Männern 147 bis 162 cm und bei Frauen 135 bis 155 cm (vgl. Wilken 2014, S. 27).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sprachentwicklung bei Kindern mit Trisomie 21 ein und benennt das Ziel der Arbeit, verschiedene Möglichkeiten der Sprachförderung zu beleuchten.
2 Begriffsklärung: Hier wird der historische Hintergrund des Begriffs Trisomie 21 und dessen medizinische Ursache durch die Chromosomenstörung erläutert.
3 Beschreibung der Trisomie 21: Das Kapitel bietet einen tiefen Einblick in die körperlichen, kognitiven und verhaltensbezogenen Merkmale sowie die individuellen Entwicklungspfade von Kindern mit Trisomie 21.
4 Die Sprachentwicklung: Hier werden theoretische Grundlagen der Sprachaneignung dargelegt und die spezifischen Herausforderungen in der verbalen sowie nonverbalen Kommunikation bei Kindern mit Trisomie 21 untersucht.
5 Förderung von Sprachentwicklung: In diesem Kapitel werden zwei zentrale Fördermethoden – die gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK) und das frühe Lesen – detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihres Nutzens diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit individueller, auf das Kind abgestimmter Förderansätze, um die Teilhabe und Sprachkompetenz zu verbessern.
Trisomie 21, Down-Syndrom, Sprachentwicklung, Sprachförderung, Gebärdenunterstützte Kommunikation, GuK, Frühes Lesen, Kognitive Entwicklung, Muskelhypotonie, Kommunikation, Pädagogik, Sprachkompetenz, Inklusion.
Die Arbeit befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen bei der Sprachentwicklung von Kindern mit Trisomie 21 und untersucht Möglichkeiten zur effektiven Sprachförderung.
Zu den zentralen Themen gehören die syndromspezifischen körperlichen und psychischen Merkmale der Trisomie 21, die Grundlagen des Spracherwerbs sowie konkrete pädagogische Methoden zur Unterstützung der Sprache.
Das primäre Ziel ist es, den Prozess des Spracherwerbs bei betroffenen Kindern unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen zu beschreiben und zu zeigen, wie durch gezielte Förderung (z.B. GuK oder Lesen) bessere Ergebnisse erzielt werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller pädagogisch-psychologischer Erkenntnisse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Trisomie 21, eine theoretische Einordnung der Sprachentwicklung und eine praxisorientierte Analyse von Förderkonzepten für die Kommunikation.
Wichtige Schlagworte sind Trisomie 21, Gebärdenunterstützte Kommunikation, Spracherwerb, Frühförderung, visuelles Gedächtnis und individuelle Kompetenzentwicklung.
Da das auditive Gedächtnis bei diesen Kindern oft stärker beeinträchtigt ist, stellt das visuelle Gedächtnis einen kompensatorischen Weg dar, um Informationen aufzunehmen, zu speichern und den Spracherwerb erfolgreich zu unterstützen.
Die ausgeprägte Muskelschlaffheit betrifft auch die Sprechorgane wie die Zunge. Dies erschwert die Artikulation von Lauten und führt zu einer oft undeutlicheren Aussprache.
Nein, die Forschung zeigt, dass Gebärden die Lautsprache nicht verhindern. Im Gegenteil können sie durch die visuelle Unterstützung Sicherheit vermitteln und Kinder motivieren, schneller in die verbale Kommunikation zu treten.
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