Bachelorarbeit, 2008
75 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Bedeutung von Fernsehpersönlichkeiten
2.1 Das Kulturphänomen ‚Star’
2.2 Sendungsakzeptanz durch Fernsehstars
2.3 Menschen als Markenprodukte
2.4 Von der Rezeption zur parasozialen Interaktion
2.5 Zwischenfazit 1
3. Stefan Raab – Biografie und Karriere
3.1 Karriere: Musik
3.2 Karriere: Fernsehen
3.3 Zwischenfazit 2
4. Das Format ‚Raab’
4.1 Die Raab´schen Sendekonzepte
4.2 Humorgenerierung durch Comedy
4.3 Comedies als Teil des Unterhaltungsfernsehens
4.4 Raab in der Kritik
4.5 Zwischenfazit 3
5. Methodische Grundlagen
5.1 Erkenntnisinteresse
5.2 Forschungsdesign und Materialbasis
5.3 Methodisches Vorgehen
6. Empirische Untersuchung
6.1 Hypothesenbildung
6.2 Auswertung und Analyse der Befragung
6.2.1 Soziodemographische Merkmale
6.2.2 Fernsehkonsum und –motivation
6.2.3 Bekanntheit von Stefan Raab
6.2.4 Beliebtheit von Stefan Raab
6.2.5 Bekanntheit der ‚Raab-Formate’
6.2.6 Gedanken und Assoziationen
6.2.7 Raab im Vergleich
6.2.8 Attributszuschreibungen
7. Schlussbetrachtung
9. Anhang
Anhang 1: Tabellarischer Lebenslauf von Stefan Raab
Anhang 2: Fragebogen
Anhang 3: Ergänzende Tabellen
Die Arbeit untersucht die Wirkungsweise der Fernsehpersönlichkeit Stefan Raab auf das deutsche Publikum. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Raab als Akteur des Unterhaltungsfernsehens wahrgenommen wird, welche medienpsychologischen Mechanismen bei seiner Rezeption eine Rolle spielen und warum er trotz teils kontroverser Kritik einen anhaltenden Erfolg als "Marke" verzeichnen kann.
Die Bedeutung von Fernsehpersönlichkeiten
Viele Fernsehpersönlichkeiten zählen heute zu den so genannten Stars. Das Phänomen Star hat eine lange Geschichte. Schon bevor der Begriff des Stars eingeführt wurde, gab es diesen Kult. Zunächst gab es die Theaterstars. Mit Einführung des Mediums Fernsehen kamen zahlreiche andere Star-Ausprägungen hinzu. Mit immer weiter fortschreitender Zeit und Technologie ist der Star immer wichtiger und komplexer geworden. Dabei sind neue Star-Typen entstanden, die vor allem die Wirtschaft für sich entdeckt hat. Obwohl dieses Feld, besonders das des Fernsehstars im Speziellen, für die Forschung ein umfassendes Themengebiet darstellt, wurde es noch unzureichend behandelt. Der größte Teil der Literatur über Stars befasst sich mit biografischen Daten einzelner Künstler.
Im Folgenden stelle ich den Starkult mit seinen wichtigsten Aspekten dar und gehe in einem weiteren Punkt näher auf den Fernsehstar ein, da dieser Star-Typ im Fokus meiner Arbeit steht. Der hierbei verwendete Medienbegriff bezieht sich auf „komplexe institutionalisierte Systeme um organisierte Kommunikationskanäle“ (Saxer 1997, 205). Bei Poss sind dies die ‚tertiären Medien’, die bei der Herstellung und Übertragung und auch für den Empfang der kommunikativen Inhalte eine technische Einrichtung benötigen (vgl. Hunziker 1996, 16). Damit sind die Massenmedien, also sowohl der Hör- und Fernsehrundfunk, als auch die Printmedien gemeint.
In einem weiteren Abschnitt wird erläutert, wie die Wirtschaft den Star für sich nutzt. Ich gehe hierfür auf den Markenbegriff ein und erläutere, wie der Mensch als eine solche Marke eingesetzt werden kann. Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit der besonderen Rolle, die die Rezipienten für das Phänomen Star einnehmen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die medienorientierte Fragestellung der Arbeit ein, erläutert die Bedeutung Stefan Raabs im deutschen Fernsehen und skizziert das methodische Vorgehen der Untersuchung.
2. Die Bedeutung von Fernsehpersönlichkeiten: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen über das Phänomen "Star", die Rolle von Fernsehstars im Mediensystem und die konzeptionelle Einordnung von Personen als Marken.
3. Stefan Raab – Biografie und Karriere: Hier wird der berufliche Werdegang von Stefan Raab nachgezeichnet, von seinen Anfängen in der Musikbranche bis hin zu seinen vielfältigen Tätigkeiten als Moderator und Produzent im Fernsehen.
4. Das Format ‚Raab’: Dieser Teil analysiert die spezifischen Sendekonzepte von Stefan Raab, beleuchtet das Genre Comedy als Erfolgsfaktor und setzt sich kritisch mit den Vorwürfen auseinander, die ihm im Rahmen seiner Sendungen entgegengebracht werden.
5. Methodische Grundlagen: Hier werden das Erkenntnisinteresse, die Konzeption des Forschungsdesigns und das methodische Vorgehen der empirischen Befragung dargelegt.
6. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Umfragedaten, analysiert die Bekanntheit und Beliebtheit von Raab und seinen Formaten und interpretiert die Attributszuschreibungen der Probanden.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen, bewertet die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze.
Stefan Raab, Fernsehstar, Unterhaltungsfernsehen, Medienwirkung, Rezeptionsforschung, TV total, Starimage, Markenprodukt, Comedy, Parasoziale Interaktion, Einschaltquoten, Eventfernsehen, empirische Untersuchung, Zuschauerbindung, Medienkomik.
Die Arbeit analysiert die mediale Wirkungsweise von Stefan Raab und untersucht, wie er als "genuiner Fernsehstar" vom Publikum wahrgenommen und bewertet wird.
Themen sind die Theorie des Starkults, das Konzept der Person als Marke, die Analyse von Raabs Sendekonzepten und die empirische Untersuchung seiner Beliebtheit beim Zuschauer.
Das Ziel ist es, die Gründe für den Erfolg von Stefan Raab zu identifizieren und zu zeigen, wie seine "Raab-Industrie" die Mechanismen von Unterhaltung und Zuschauerbindung erfolgreich nutzt.
Es wird eine empirische, rezipientenorientierte Untersuchung durchgeführt, die auf einem standardisierten Fragebogen basiert, welcher sowohl quantitativ als auch qualitativ (Inhaltsanalyse) ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erläuterungen zu Fernsehpersönlichkeiten, die Biografie und Karriere Raabs sowie eine tiefgehende Analyse seiner Sendeformate und der daran geäußerten Kritik.
Die zentralen Schlagworte sind Star-Phänomen, Markenbildung, TV-Unterhaltung, Medienwirkung und Rezeptionspsychologie.
Die empirischen Daten zeigen, dass Stefan Raab bei jüngeren Zuschauern (20-29 Jahre) deutlich beliebter ist, während ältere Generationen ihn häufiger als "unverschämt" oder "respektlos" wahrnehmen.
Raab wird als "Innovator" und "Kreativkopf" gesehen, der durch seine Eventsendungen hohe Quoten generiert und somit eine starke, langfristige Zuschauerbindung an den Sender erreicht.
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