Diplomarbeit, 2010
140 Seiten
1 Einleitung
2 Scheidungen in Deutschland (Statistik)
2.1 Die Scheidungsrate
2.2 Zahlen der von Scheidung betroffenen Kinder
2.3 Resümee
3 Die Bedeutung der Ehe und Scheidung
3.1 Ein Blick in die Geschichte
3.2 Bedeutung der Ehe heute
3.3 Scheidungsgründe heute
3.3.1 Ansätze von Scheidungstheorien
3.3.2 Empirische Untersuchungen
3.3.3 Resümee
4 Die rechtlichen Regelungen der Beziehung zwischen Eltern und Kindern nach Scheidung oder Trennung
4.1 Elterliche Sorge
4.1.1 Bei Scheidung
4.1.2 Bei Trennung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft
4.1.3 Inhalt der elterlichen Sorge
4.1.4 Grenzen der elterlichen Sorge
4.1.5 Resümee
4.2 Recht des Kindes auf Umgang
4.3 Resümee
5 Grundlagen der Mediation
5.1 Das Verfahren der Mediation
5.1.1 Phase 1 - Vorbereitung
5.1.2 Phase 2 - Konfliktanalyse
5.1.3 Phase 3 - Produktive Beilegung der Konflikte
5.1.4 Phase 4 - Mediationsvereinbarung
5.1.5 Phase 5 - Evaluation
5.2 Die Rolle des Mediators
5.3 Grenzen der Mediation
5.3.1 Ansprüche aus geltendem Recht
5.3.2 Nichtvereinbare Positionen
5.3.3 Kognitive Beschränkungen
5.3.4 Therapie
5.3.5 Eskalationsstufen der Konflikte
5.3.6 Mediator
5.3.7 Resümee
5.4 Arbeitsfelder der Mediation
6 Trennungs- und Scheidungsmediation als eine besondere Form der Mediation
6.1 Definition
6.2 Besonderheiten
6.2.1 Konflikte
6.2.2 Kompetenzen des Mediators
6.2.3 Ziele der Parteien
6.2.4 Mediationsvereinbarung
6.2.5 Kinder in der Mediation
6.3 Grenzen der Trennungs- und Scheidungsmediation
6.4 Leistungen der Mediation in der Praxis
7 Gesamtresümee und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung der Mediation als Unterstützungsangebot in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext von Trennung und Scheidung. Ziel ist es zu erörtern, wie ein Mediationsverfahren dazu beitragen kann, die elterliche Verantwortung trotz der Auflösung der Paarebene nachhaltig zu wahren und das Wohl der betroffenen Kinder sicherzustellen.
3.3.1 Ansätze von Scheidungstheorien
Die Ehescheidung ist neben der Verwitwung und dem Getrenntleben eine wesentliche Form der Familiendesorganisation bzw. Familienumorganisation. Ihre Bedeutung für die Familiensoziologie ist schon immer betont worden, da Untersuchungen von Ehe und Familie nicht nur deren Funktionieren und Konstituieren im Blick haben dürfen, sondern auch Formen der Umstrukturierung oder Auflösung.
Nimmt man den Blick von der gesamtgesellschaftlichen Ebene - makrosoziologische Perspektive - ein, dann wird die Institution Ehe und Familie als ein soziales Subsystem gesehen, dessen Funktionen für die Gesellschaft thematisiert werden. Im Vordergrund stehen die funktionalen Beziehungen zwischen dem System Ehe und Familie und seiner gesellschaftlichen Umwelt. Ergeben sich Änderungen im gesamtgesellschaftlichen System, so führen diese zu neuen Anforderungen an Ehe und Familie. Hier muss es dann zu einer Anpassung kommen. Ergeben sich bei diesem Prozess Probleme, so können diese sich in einem erhöhten Scheidungsrisiko niederschlagen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, stellt die Relevanz der steigenden Scheidungsraten dar und formuliert das Ziel der Arbeit, Mediation als Hilfe zur Aufrechterhaltung der Elternschaft zu untersuchen.
2 Scheidungen in Deutschland (Statistik): Dieses Kapitel präsentiert statistische Daten des Statistischen Bundesamtes zu Eheschließungen und Scheidungen und verdeutlicht die Zunahme betroffener Kinder.
3 Die Bedeutung der Ehe und Scheidung: Hier werden der historische Wandel des Familienbildes und moderne Scheidungstheorien sowie empirische Studien diskutiert.
4 Die rechtlichen Regelungen der Beziehung zwischen Eltern und Kindern nach Scheidung oder Trennung: Das Kapitel behandelt die rechtliche Situation der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts unter Berücksichtigung aktueller Gesetzesreformen.
5 Grundlagen der Mediation: Es werden das allgemeine Mediationsverfahren, die Rolle des Mediators sowie dessen Arbeitsfelder und Grenzen theoretisch erläutert.
6 Trennungs- und Scheidungsmediation als eine besondere Form der Mediation: Dieses Kernkapitel vertieft die Besonderheiten der Scheidungsmediation, insbesondere den Umgang mit hochstrittigen Eltern und die Frage der Kindespartizipation.
7 Gesamtresümee und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Bedeutung für die Soziale Arbeit.
Mediation, Scheidung, Trennung, Elternschaft, Sorgerecht, Umgangsrecht, Kindeswohl, Sozialarbeit, Familiensoziologie, Konfliktmanagement, Bindungstheorie, Scheidungsstatistik, Konflikteskalation, Familienmediation.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Mediation als Konfliktlösungsverfahren in Trennungs- und Scheidungssituationen innerhalb der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit umfasst rechtliche Rahmenbedingungen, soziologische Analysen der Ehe, psychologische Aspekte der Konfliktbewältigung und die praktische Anwendung von Mediationsmodellen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Mediation Eltern unterstützen kann, trotz Trennung oder Scheidung ihre gemeinsame elterliche Verantwortung zum Wohle des Kindes wahrzunehmen.
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse soziologischer und rechtlicher Ansätze sowie eine Auswertung empirischer Studien zur Scheidungsmediation.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Mediation, rechtliche Voraussetzungen der elterlichen Sorge und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den spezifischen Anforderungen der Scheidungsmediation.
Die wichtigsten Begriffe sind Mediation, elterliche Verantwortung, Kindeswohl, Familiensoziologie und Trennungskonflikte.
Die Scheidungsmediation ist geprägt durch die dauerhafte Bindung zwischen Eltern und Kind, die im Gegensatz zur beendbaren Paarbeziehung nicht kündbar ist, was das Verfahren hochkomplex macht.
Das Kind nimmt eine zentrale, aber schwierige Rolle ein; die Autorin plädiert dafür, das Kindeswohl stets in den Fokus zu stellen und diskutiert differenziert die Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung des Kindes am Prozess.
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