Bachelorarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 1,0
1. Krise: Gefahr und Chance?
2. Aufbau der Arbeit
2.1 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
2.2 Definitionen und Beschränkungen
2.2.1 Luftverkehr
2.2.2 Krisen
3. Unternehmensverbindungen
3.1 Unternehmensvereinigungen
3.2 Unternehmenskooperationen
3.3 Strategische Allianzen
3.4 Die strategischen Allianzen in der Luftfahrt
4. Analyse der makroökonomischen Einflussfaktoren
4.1 Einflussfaktoren
4.1.1 Politische Faktoren
4.1.2 Wirtschaftliche Faktoren
4.1.3 Soziokulturelle Faktoren
4.1.4 Technologische Faktoren
4.2 Schlüsselfaktoren
5. Ausgewählte Krisen im Bezug auf die Luftfahrt
5.1 Die Anschläge des 11. September 2001
5.2 Irakkrieg und SARS
5.3 Finanz- und Wirtschaftskrise
5.3.1 Auslöser
5.3.2 Wichtige Auswirkungen
6. Kooperationsverhalten in Krisen
6.1 Wichtige Auswirkungen des 11. September 2001, des Irakkriegs und der SARS-Epidemie
6.2 Wichtige Auswirkung der Finanz- und Wirtschaftskrise
6.3 Die Krise ist noch nicht vorbei – Ausblick
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen externer Krisen, insbesondere der Finanz- und Wirtschaftskrise, auf das horizontale Kooperationsverhalten von Netzwerk-Fluggesellschaften. Dabei wird analysiert, wie makroökonomische Faktoren das Verhalten der Fluggesellschaften beeinflussen und ob Kooperationen als Strategie zur Krisenbewältigung dienen.
3.1 Unternehmensvereinigungen
„Das Kennzeichen einer Konzentration ist der Verlust der wirtschaftlichen Selbstständigkeit mindestens eines der teilnehmenden Unternehmen (einheitliche Leitung). Im Extremfall der Konzentration (Fusion durch Neubildung) verlieren alle Ausgangsunternehmen ihre rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit.“
Es gibt drei leistungswirtschaftliche Ebenen, auf denen ein Unternehmen die formal rechtliche Angliederung eines anderen Unternehmens vornehmen kann: horizontal, vertikal und diagonal. Bei einer horizontalen Angliederung erwirbt ein Unternehmen Anteile eines Unternehmens der gleichen Wertschöpfungsstufe (z. B. Lufthansa erwirbt Swiss). Der vertikale Anteilserwerb ist der Erwerb von Anteilen eines Unternehmens, das in der Wertschöpfungskette vor- oder nachgelagert ist (z. B. Fluggesellschaft erwirbt ein Computerreservierungssystem). Diagonaler Anteilerwerb beinhaltet die Beteiligung bzw. den Aufkauf von branchenfremden Unternehmen.
Unter rechtlichen Gesichtspunkten können zwei Formen der Unternehmensvereinigung (Konzentration) unterschieden werden:
1. Bei der Konzernierung werden mindestens zwei Unternehmen unter einheitlicher Leitung wirtschaftlich zusammengefasst. Die rechtliche Selbstständigkeit bleibt bestehen. In der Regel wird die Konzernierung durch den Erwerb der Mehrheit der Anteilsrechte vollzogen. Häufig ergänzt durch vertragliche oder personelle Verflechtungen, erreicht ein Unternehmen somit die wirtschaftliche Beherrschungsmacht über ein anderes Unternehmen.
2. Bei der Fusion werden die Unternehmen neben der wirtschaftlichen Vereinigung auch rechtlich vereinigt. Entweder lösen sich die beteiligten Unternehmen auf und gründen ein Neues oder ein Unternehmen nimmt die Vermögensmasse des anderen bzw. der anderen auf.
Eine Fluggesellschaft muss ihre Streckenrechte, zumindest teilweise, abgeben, wenn sie mehrheitlich von einem Unternehmen einer anderen Nationalität übernommen wird. Sie verliert damit einen wichtigen Teil ihres Kapitals.
1. Krise: Gefahr und Chance?: Das Kapitel führt in die Bedeutung der Luftfahrt ein und stellt die Leitfrage, ob Krisen als Chancen für strategische Kooperationen in der Branche genutzt werden können.
2. Aufbau der Arbeit: Es werden Zielsetzung, Vorgehensweise und die begrifflichen Grundlagen, insbesondere zu Luftverkehr und Krisen, definiert.
3. Unternehmensverbindungen: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene Formen der Unternehmensverbindung und beleuchtet die Bedeutung strategischer Allianzen in der Luftfahrt.
4. Analyse der makroökonomischen Einflussfaktoren: Mit dem PEST-Analysemodell werden politische, wirtschaftliche, soziokulturelle und technologische Rahmenbedingungen identifiziert, die die Luftfahrt beeinflussen.
5. Ausgewählte Krisen im Bezug auf die Luftfahrt: Das Kapitel untersucht konkret die Auswirkungen des 11. Septembers, des Irakkriegs, von SARS sowie der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Branche.
6. Kooperationsverhalten in Krisen: Hier wird dargelegt, wie die untersuchten Krisen das Kooperationsverhalten beeinflusst haben und welche Rolle Joint Ventures sowie Allianzen spielen.
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und resümiert, dass Krisen die Zusammenarbeit verstärkt haben und Allianzen ihren Wert in Krisenzeiten beweisen.
Luftfahrt, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Kooperationsverhalten, Netzwerk-Fluggesellschaften, Strategische Allianzen, PEST-Analyse, Unternehmenskooperation, Fusionen, Joint Ventures, Marktdurchdringung, Treibstoffkosten, Passagierkilometer, Konjunktur, Deregulierung
Die Arbeit analysiert, wie sich verschiedene Krisenereignisse auf das Kooperationsverhalten von Netzwerk-Fluggesellschaften auswirken.
Im Zentrum stehen die makroökonomischen Einflussfaktoren, verschiedene Formen von Unternehmensverbindungen (insbesondere Allianzen) und die Reaktionen der Luftfahrtindustrie auf exogene Schocks.
Das Ziel ist zu klären, ob Kooperationen eine Chance bieten, die negativen Wirkungen von Krisen abzumildern oder zu kompensieren, und ob dies in der Praxis durch Fluggesellschaften aktiv genutzt wird.
Die Arbeit nutzt zur Analyse der makroökonomischen Einflussfaktoren das PEST-Analysemodell und untersucht diese in Bezug auf den Einfluss von Krisen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Unternehmensverbindungen, die Analyse makroökonomischer Einflussfaktoren mittels PEST sowie eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen spezifischer Krisen auf die Branche und das Kooperationsverhalten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Luftfahrt, Finanzkrise, strategische Allianzen, Unternehmenskooperation und Konjunktur.
Die Krise führte zu einem intensivierten Wettbewerb und einem verstärkten Fokus auf Kostensenkungen, was zu einer Ausweitung der Kooperationen und dem Beitritt weiterer Gesellschaften zu den Allianzen führte.
Joint Ventures stellen eine noch engere Form der Zusammenarbeit dar, die infolge des „Open Skies“-Abkommens und unter dem Druck der Krise zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung verstärkt vorangetrieben wurden.
Obwohl Experten eine Bereinigung prognostizieren, erschweren staatliche Stützungsmaßnahmen in der EU und der Gläubigerschutz in den USA (Chapter 11) den Marktaustritt schwacher Fluggesellschaften.
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