Bachelorarbeit, 2011
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Definition Karnivoren
1.2. Fangmechanismen
1.3. Beutespektrum
1.4. Anlockung der Beute
1.5. Pflanzenbeschreibungen
1.5.1. Drosera capensis
1.5.2. Pinguicula lilacina
1.5.3. Nepenthes sanguinea
2. Material und Methoden
2.1. Pflanzenmaterial
2.2. Methoden der Probennahme
2.2.1. Probennahme unter Gewächshausbedingungen
2.2.2. Probennahme unter Laborbedingungen
2.3. Chemische Analyse
3. Ergebnisse
3.1. Ergebnisse der Proben unter Gewächshausbedingungen
3.1.1. Ergebnisse der Leerprobe (Kontrollprobe)
3.1.2. Ergebnisse der Leerprobe der luftzuführenden Membranpumpe
3.1.3. Ergebnisse für Pinguicula lilacina
3.1.4. Ergebnisse für Drosera capensis
3.1.5. Ergebnisse für Nepenthes sanguinea
3.2. Ergebnisse der Proben unter Laborbedingungen
3.2.1. Ergebnisse der Leerprobe
3.2.2. Ergebnisse für Drosera capensis
4. Diskussion
4.1. Mögliche Fehlerursachen
4.2. Mögliche Volatile in den Pflanzen
4.3. Vergleich mit vorliegenden Forschungsergebnissen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die vergleichende Untersuchung der Duftstoffe von drei verschiedenen karnivoren Pflanzenarten (Nepenthes sanguinea, Drosera capensis, Pinguicula lilacina), um Unterschiede in der Emission flüchtiger Verbindungen zu identifizieren und deren Rolle bei der Anlockung von Arthropoden zu bewerten.
1.2. Fangmechanismen
Da sich fleischfressende Arten polyphyletisch entwickelt haben, sind sowohl die Anlock- als auch die Fangstrategien sehr unterschiedlich. Der Fang der Beutetiere erfolgt aktiv oder passiv über spezifische Fallen, die sich aus den Blattorganen der Pflanzen entwickelt haben. Es existieren fünf grundsätzliche Fallentypen, sie sich in ihrem morphologischen Aufbau und im Fangmechanismus stark voneinander unterscheiden.
Im Folgenden sind die beiden relevanten Fallentypen kurz beschrieben, denen die für die Arbeit zu Versuchszwecken verwendeten Pflanzengattungen angehören.
Gleitfallen stellen rein passive Fallentypen dar. Die Blätter sind zu kannen- oder schlauchartigen Fangorganen umgeformt, deren Inneres mit einem Verdauungssekret gefüllt ist. Insekten, die das hauptsächliche Beutespektrum dieser Pflanzen bilden, rutschen auf der glatten Oberfläche der Falleninnenseite aus und ertrinken in der Flüssigkeit. Vertreter sind z.B. Nepenthes, Sarracenia, Darlingtonia und Cephalotus.
Die Blätter von Klebfallen sind auf den Oberflächen mit Drüsen ausgestattet, die einen Fangschleim aus sauren Polysacchariden absondern, in dem sich Beutetiere verkleben. Landet ein Insekt auf dem Blatt, ist es entweder sofort bewegungsunfähig oder verliert seine Bewegungsfähigkeit beim Versuch auf dem Sekret zu fliehen. Dabei sammelt es immer mehr Schleim an, was zu seiner Immobilisation bzw. zu einer Verklebung der Atmungsorgane führt (Braem, 1996). Zu diesem Fallentyp gehören z.B. die Gattungen Drosera, Pinguicula und Drosophyllum.
1. Einleitung: Vermittlung der theoretischen Grundlagen zu karnivoren Pflanzen, ihren Fangmechanismen und der Rolle von Duftstoffen bei der Anlockung von Beutetieren.
2. Material und Methoden: Beschreibung des Versuchsaufbaus zur Gewinnung von Volatilen im Gewächshaus sowie im Labor und Erläuterung der chemischen Analyse mittels Gaschromatographie.
3. Ergebnisse: Darstellung der identifizierten Substanzen in den verschiedenen Pflanzenproben und Leerproben, wobei technische Herausforderungen bei der Reinheit der Luft aufgezeigt werden.
4. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Fehlerursachen im Versuchsaufbau sowie ein Vergleich mit bereits publizierten Forschungsergebnissen.
Karnivore Pflanzen, Volatile, Duftstoffe, Fangmechanismen, Gaschromatographie, Massenspektrometrie, Drosera capensis, Pinguicula lilacina, Nepenthes sanguinea, Anlockungsstrategien, Arthropoden, Leerproben, Pflanzenphysiologie, Biomechanik.
Die Arbeit untersucht die olfaktorische Anlockung von Beutetieren bei karnivoren Pflanzen und analysiert die dabei freigesetzten Duftstoffe.
Die zentralen Themen sind die vergleichende Untersuchung von drei karnivoren Arten, die Analyse flüchtiger Verbindungen und die Optimierung von Versuchsaufbauten zur Probennahme.
Ziel ist es, Unterschiede zwischen den Gattungen in der Emission flüchtiger Verbindungen aufzudecken und zu ermitteln, ob diese eine Rolle bei der Anlockung von Insekten spielen.
Die Forscher nutzen die Probennahme über ein Adsorbens (SuperQ) und die anschließende Analyse mittels Gaschromatographie und Massenspektrometrie.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die Darstellung der Messergebnisse sowie eine kritische Fehlerdiskussion.
Besonders relevant sind Begriffe wie Karnivoren, Volatile, Gaschromatographie und die spezifischen Pflanzennamen der untersuchten Arten.
Die im Gewächshaus vorhandene Umgebungsluft sowie fehlerhafte Flussraten der Pumpen führten dazu, dass zahlreiche externe Stoffe mit in die Analyse gelangten.
Die Leerproben dienten als Kontrolle, um zu bestimmen, welche flüchtigen Stoffe aus der Umgebungsluft stammten und nicht von der Pflanze selbst produziert wurden.
Nein, nur für Nepenthes sanguinea konnten spezifische Stoffe identifiziert werden, die nicht in den Leerproben auftraten, wobei jedoch Vergleichsdaten zur Absicherung fehlen.
Es wird empfohlen, die Flussraten der Pumpen zu optimieren und die Messungen unter kontrollierten Laborbedingungen zu wiederholen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

