Bachelorarbeit, 2025
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffsdefinition und Erscheinungsformen von Stottern
2.2 Prävalenz und Häufigkeit von Stottern im Kindes- und Grundschulalter
2.3 Ursachen, Symptome und Verlauf von Stottern
2.4 Auswirkungen von Stottern auf schulische Teilhabe und psychosoziale Entwicklung
2.5 Rolle von Lehrkräften im Umgang mit Schüler:innen mit Stottersymptomatik
2.6 Fördermöglichkeiten im schulischen Kontext
2.7 Ziele der vorliegenden Arbeit
3. Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrumente
3.4 Durchführung und Analyse der Online-Umfrage
4. Ergebnisse
4.1 Einschätzung von Kompetenzen im Umgang mit Stottern
4.2 Wahrnehmung und Bedeutung des Stotterns im Unterrichtsalltag
4.3 Wissensstand der Lehrkräfte über Stottern im Kindesalter
4.4 Strategien im Umgang mit betroffenen Schüler:innen im Unterricht
4.5 Wahrgenommener Weiterbildungsbedarf
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Forschung
5.2 Implikationen für die Lehrkräftebildung und schulische Praxis
5.3 Limitationen der Studie
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Wissensstand sowie die Handlungsfähigkeiten von Lehrkräften im Primarbereich beim Umgang mit Schüler:innen, die Stottersymptome zeigen, um Defizite in der pädagogischen Praxis zu identifizieren und Empfehlungen für eine bessere Unterstützung abzuleiten.
2.5 Rolle von Lehrkräften im Umgang mit Schüler:innen mit Stottersymptomatik
Lehrkräften kommt im Unterricht eine Schlüsselrolle zu, da sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Rahmenbedingungen für Kommunikation und soziale Interaktion gestalten. Ihr Verhalten ist ein wesentlicher Faktor dafür, ob Schule für Kinder mit Stottersymptomatik als unterstützend oder belastend erlebt wird (Sandrieser, 2023; Neumann et al., 2016).
In der universitären Lehramtsausbildung spielt das Thema Stottern bislang kaum eine Rolle. Inhalte zu Redeflussstörungen werden in den meisten Curricula nicht systematisch behandelt, sodass Lehrkräfte in der Regel ohne spezifisches Wissen in den Beruf starten (Sandrieser, 2023). Der erste Kontakt mit der Symptomatik erfolgt meist erst dann, wenn ein betroffenes Kind in der eigenen Klasse unterrichtet wird. In dieser Situation sehen sich Lehrkräfte mit der Herausforderung konfrontiert, das erforderliche Wissen eigenständig zu erwerben, was häufig zu Unsicherheiten und Fehlinterpretationen führt (Sandrieser, 2023; Thum, 2024). Unflüssigkeiten werden in diesem Zusammenhang etwa als Unkonzentriertheit, Überforderung oder mangelnde Vorbereitung gedeutet, während Vermeidungsverhalten fälschlich als Desinteresse oder Provokation interpretiert wird (Sandrieser, 2023). Für Lehrkräfte ist essenziell, diese Muster zu erkennen und korrekt einzuordnen, um Benachteiligungen zu verhindern und die aktive Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen (Brügge und Mohrs, 2006; Sandrieser, 2023).
Neben der Erfassung der Symptomatik ist das konkrete Verhalten im Unterricht von zentraler Bedeutung. Ungeduld, vorschnelle Hilfestellungen, Bagatellisierungen oder das demonstrative Abwenden des Blicks verstärken Gefühle von Scham und fördern Rückzug (Sandrieser, 2023). Da Lehrkräfte als Vorbilder fungieren, wirkt sich ihre Reaktion ebenso auf das Verhalten der Mitschüler:innen aus. Ein respektvoller und unterstützender Umgang ist demnach ein wesentlicher Faktor, um Hänseleien vorzubeugen und ein positives Klassenklima zu fördern (Sandrieser, 2023; Akmese, 2024).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas im schulischen Kontext und definiert das Ziel, den Wissensstand von Lehrkräften zu Stottersymptomen systematisch zu erfassen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung zu Stottern, einschließlich Symptomatik, Ursachen, Auswirkungen auf die soziale Teilhabe sowie der spezifischen Rolle von Lehrkräften.
3. Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign der Online-Umfrage, die Stichprobenzusammensetzung von 63 Lehrkräften sowie die Struktur der eingesetzten Erhebungsinstrumente detailliert beschrieben.
4. Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die Daten der Befragung hinsichtlich der Selbsteinschätzung, des Fachwissens, der angewandten Unterrichtsstrategien sowie des Bedarfs an weiteren Fortbildungen.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch in den Kontext aktueller Forschung eingeordnet, um Implikationen für die pädagogische Praxis und Lehrkräftebildung zu identifizieren sowie die Limitationen der Studie aufzuzeigen.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und schließt mit Empfehlungen für die bildungspolitische Gestaltung und zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Stottern, Lehrkräfte, Primarbereich, Grundschule, Redeflussstörung, Inklusion, Handlungsfähigkeit, Fortbildungsbedarf, Unterrichtsalltag, schulische Teilhabe, pädagogische Kompetenz, Symptomatik, Stigmatisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von stotternden Kindern in Grundschulen und analysiert, wie gut Lehrkräfte auf den Umgang mit dieser speziellen Symptomatik vorbereitet sind.
Die zentralen Felder umfassen das fachliche Wissen über Stottern, die psychologischen Auswirkungen auf die betroffenen Kinder sowie die pädagogischen Strategien im Schulalltag.
Das Hauptziel ist die Erfassung des Status quo bei Lehrkräften, um zu verstehen, welche Wissenslücken bestehen und welche Handlungsansätze in der Lehrerbildung zukünftig forciert werden sollten.
Es handelt sich um eine quantitative deskriptive Online-Befragung von 63 Lehrkräften, die im Primarbereich tätig sind.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Part, der den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Stottern zusammenfasst, und einen empirischen Part, der die Umfrageergebnisse detailliert darlegt.
Wesentliche Begriffe sind Stottern, Lehrkräfte, Inklusion, pädagogische Kompetenz und schulische Teilhabe.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Stottern keine psychische Störung ist, die durch Stress ausgelöst wird, sondern eine komplexe Redeflussstörung mit neurobiologischen Grundlagen, die nicht automatisch in der Pubertät verschwindet.
Lehrkräfte sollten keine diagnostische oder therapeutische Rolle einnehmen, sondern ein unterstützendes Lernumfeld schaffen, in dem Stottern enttabuisiert und durch klare Kommunikationsregeln der Druck von den Kindern genommen wird.
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