Wissenschaftliche Studie, 2005
18 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
1. stichwortartige Einordnung des Kartenblattes
2. Gliederungsskizze
3. Physischgeographische Interpretation
3.1 Gemeinde Puchheim
3.2 Stadtgebiet München
3.3 Naherholungsgebiet Forstenrieder Park
3.4 Klima und Vegetation
4. Anthropogeographische Interpretation
4.1 Siedlungsgenese
4.2 Ortsnamen
4.3 städtischer Grundriss
4.4 Infrastruktur
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Kartenblatt "Topographische Karte L 7934 München" einer detaillierten physisch- und anthropogeographischen Analyse zu unterziehen, um die naturräumlichen Gegebenheiten sowie die historische und infrastrukturelle Entwicklung des Raumes München zu erschließen.
4.1 Siedlungsgenese
Es gibt zahlreiche Hinweise auf die Besiedlung durch Kelten und Römer, beispielsweise so genannte „Keltenschanzen“. Unter einer Keltenschanze versteht man insbesondere im süddeutschen Raum anzutreffende Reste quadratischer, manchmal auch rechteckiger Gevierten mit umlaufendem Graben. Der Ursprung der Keltenschanzen ist vermutlich spätkeltisch.
Die Funktion von Keltenschanzen ist aufgrund spärlicher archäologischer Befunde bis heute nicht zur Gänze geklärt. Eine militärische Nutzung erscheint jedoch nach heutigem Forschungsstand als sehr unwahrscheinlich. Im 19. Jahrhundert wurden die Schanzen als römische Befestigungen oder Gutshöfe gedeutet.
Des Weiteren finden sich Römerstraßen, die Fernverkehrsstraßen des Römischen Imperiums vor und nach dessen Niedergang. Römerstraßen bilden das älteste Straßennetz Europas, ursprünglich zu militärischen Zwecken angelegt und sorgfältig unterhalten, später, insbesondere im Mittelalter, für den Reiseverkehr und für den Handel genutzt.
1. stichwortartige Einordnung des Kartenblattes: Dieses Kapitel liefert die formalen Rahmendaten der Karte, wie Maßstab, Koordinaten und geographische Ausdehnung.
2. Gliederungsskizze: Hier wird der Untersuchungsraum grob in drei Teilgebiete unterteilt, um eine strukturierte Analyse zu ermöglichen.
3. Physischgeographische Interpretation: Dieser Abschnitt beleuchtet die morphologischen, hydrologischen, geologischen und pedologischen Merkmale der drei Teilräume inklusive Klima und Vegetation.
4. Anthropogeographische Interpretation: Das Kapitel analysiert die menschliche Besiedlung, die Entwicklung der Ortsnamen, die historische Genese des Stadtgrundrisses sowie die moderne Verkehrsinfrastruktur.
München, Schotterebene, Topographische Karte, Siedlungsgenese, Keltenschanzen, Römerstraßen, Ortsnamenkunde, Stadtgrundriss, Infrastruktur, physische Geographie, Anthropogeographie, Siedlungsentwicklung, Isar, Würm, Naherholung.
Die Arbeit befasst sich mit der geographischen Interpretation des Kartenblattes L 7934 München, wobei sowohl physische als auch anthropogene Aspekte untersucht werden.
Die zentralen Felder sind die physischgeographischen Bedingungen der Münchner Schotterebene sowie die historische und infrastrukturelle Siedlungsentwicklung der Region.
Das Ziel ist die systematische Auswertung der topographischen Karte, um ein Verständnis für die naturräumliche Ausstattung und die historische Prägung des Raumes München zu entwickeln.
Es wird eine karteninterpretative Methode angewandt, die durch ergänzende Literaturrecherchen zu Geologie, Siedlungsgeschichte und Namenkunde gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine physischgeographische Analyse (Relief, Wasser, Boden, Klima) und eine anthropogeographische Untersuchung (Besiedlungsgeschichte, Grundriss, Verkehr).
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Münchner Schotterebene, Siedlungsgenese, Infrastruktur und historische Topographie charakterisiert.
Aufgrund der hohen Durchlässigkeit des Schotteruntergrunds der Münchner Ebene ist das Verständnis der Wasserläufe und Grundwasservorkommen essenziell für die ökologische und siedlungsgeographische Bewertung.
Ortsnamen fungieren als Zeugen vergangener Epochen; Suffixe wie -heim, -ing oder -hofen erlauben eine zeitliche Einordnung der Besiedlungsphasen und geben Hinweise auf die einstige landwirtschaftliche Nutzung.
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