Diplomarbeit, 2009
160 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr
2.1 Definition von Entwicklung
2.2 Entwicklungsaufgaben
2.3 Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr
2.3.1 Sinneswahrnehmungen
2.3.2 Motorische Entwicklung
2.3.3 Kognitive Entwicklung
2.3.4 Entwicklung von Kommunikation, Sozialverhalten und Emotionen
2.4 Entwicklung des Kindes im zweiten Lebensjahr
2.4.1 Motorische Entwicklung
2.4.2 Kognitive Entwicklung
2.4.3 Entwicklung von Kommunikation, Sozialverhalten und Emotionen
2.4.4 Entwicklung des Selbst
2.5 Entwicklung des Kindes im dritten Lebensjahr
2.5.1 Motorische Entwicklung
2.5.2 Entwicklung von Kommunikation, Sozialverhalten und Emotionen
2.5.3 Entwicklung des Selbst
3 Die Bindungstheorie
3.1 Die Geschichte der Bindungstheorie
3.2 Grundlagen der Bindungstheorie
3.2.1 Definition von Bindung
3.2.2 Bindungsverhalten
3.2.3 Explorationsverhalten
3.2.4 Die „sichere Basis“ und die Bindungs-Explorations-Balance
3.2.5 Internale Arbeitsmodelle
3.3 Entstehung und Formen von Bindung
3.3.1 Bindungsentwicklung
3.3.2 Entdeckung der organisierten Bindungsmuster
3.3.2.1 Die „Fremde Situation“
3.3.2.1.1 Ursprung und Ziel der Untersuchung
3.3.2.1.2 Versuchsdurchführung
3.3.2.1.3 Ergebnisse der Untersuchung
3.3.2.2 Die ersten drei Bindungsmuster
3.3.2.2.1 Das sichere Bindungsmuster
3.3.2.2.2 Das unsicher-vermeidende Bindungsmuster
3.3.2.2.3 Das unsicher-ambivalente Bindungsmuster
3.3.2.2.4 Die desorganisierte bzw. desorientierte Bindungsqualität
3.3.3 Bedingungen zur Entstehung verschiedener Bindungsmuster
3.3.3.1 Mütterliche Feinfühligkeit
3.3.3.2 Kooperation versus Beeinträchtigung durch die Bindungsperson
3.3.3.3 Annahme versus Zurückweisung
3.3.3.4 Temperament des Kindes
3.4 Zusammenfassung
4 Eingewöhnung in die institutionelle Tagesbetreuung
4.1 Krippen, Krabbelstuben und Kindertagesstätten – Ein Überblick
4.1.1 Kindertagesstätten
4.1.2 Krippe versus Krabbelstube
4.1.3 Sicht auf die außerfamiliale Tagesbetreuung in der DDR und BRD vor 1990
4.1.4 Heutige Situation der außerfamiliären Kindesbetreuung
4.2 Möglichkeiten der Gestaltung von Eingewöhnung
4.2.1 Mögliche Reaktionen des Kindes auf die kurze Trennung von der Bindungsperson
4.2.2 Eingewöhnung ohne Beteiligung der Eltern
4.2.2.1 Gestaltung der Eingewöhnung ohne Eltern
4.2.2.2 Folgen der Eingewöhnung ohne Eltern und bindungstheoretische Bewertung
4.2.3 Schlussfolgerungen
4.2.4 Eingewöhnung mit Beteiligung der Eltern
4.2.4.1 Das „Berliner Eingewöhnungsmodell“
4.2.4.1.1 Durchführung der Eingewöhnung nach dem „Berliner Modell“
4.2.4.1.2 Folgen und bindungstheoretische Beurteilung
4.2.4.2 Eingewöhnung nach Reggio Emilia
4.2.4.2.1 Das Konzept der Reggio-Pädagogik
4.2.4.2.2 Eingewöhnungskonzept nach Reggio Emilia
4.2.4.2.3 Beurteilung aus bindungstheoretischer Sicht
4.2.4.3 Eingewöhnung nach Kuno Beller
4.2.4.3.1 Merkmale und Durchführung der Eingewöhnung
4.2.4.3.2 Zeitlicher Ablauf der Eingewöhnung
4.2.4.3.3 Bindungstheoretische Beurteilung
4.2.4.4 Weitere Einflussfaktoren auf die Eingewöhnung
4.2.5 Schlussfolgerung zur Beteiligung der Eltern
5 Bestandsaufnahme der Eingewöhnungssituation in Frankfurter Kindertageseinrichtungen
5.1 Vorbereitung und Durchführung der Erhebung
5.2 Auswertung der Fragebögen
5.3 Zusammenfassung
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eingewöhnung von Kindern unter drei Jahren in institutionelle Tageseinrichtungen mit einem besonderen Fokus auf die Gestaltung der Übergangsphase und deren bindungstheoretische Bewertung. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Eingewöhnungsmodelle auf Basis der Bindungstheorie zu analysieren und mittels einer empirischen Bestandsaufnahme in Frankfurter Kindertageseinrichtungen zu überprüfen, inwieweit wissenschaftliche Konzepte in der Praxis Anwendung finden.
4.2.2.1 Gestaltung der Eingewöhnung ohne Eltern
Die Eingewöhnung ohne Beteiligung der Eltern bedeutet, dass das Kind den Eintritt in die Kinderkrippe fast allein bewältigen muss. Bei diesem Modell sind die Eltern schon am ersten Tag meist nur einige Minuten in der Einrichtung anwesend oder die ersten Trennungsversuche beginnen bereits am ersten Tag und werden zeitlich rasch gesteigert. Dies bedeutet für das Kind, dass es zum einen die Trennung von einer Bezugsperson bewältigen muss und sich zum anderen in einer fremden Umgebung mit unbekannten Menschen befindet, was es zu Anfang meist verängstigen kann.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Eingewöhnung von Kleinkindern in Tageseinrichtungen ein, definiert den Begriff des Übergangs und beschreibt den Aufbau der Arbeit sowie die empirische Untersuchung.
2 Die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Entwicklungsschritte und -aufgaben von Säuglingen und Kleinkindern, um ein Verständnis für die Ausgangslage bei der Eingewöhnung zu schaffen.
3 Die Bindungstheorie: Hier werden die Grundlagen, Entstehung und Formen der Bindung nach Bowlby und Ainsworth detailliert dargelegt, insbesondere die Bindungsmuster und deren Bedeutung für die Entwicklung.
4 Eingewöhnung in die institutionelle Tagesbetreuung: Dieses Kapitel behandelt den Fokus der Arbeit, vergleicht Betreuungsformen und analysiert verschiedene Eingewöhnungsmodelle sowie Einflussfaktoren aus bindungstheoretischer Perspektive.
5 Bestandsaufnahme der Eingewöhnungssituation in Frankfurter Kindertageseinrichtungen: Das Kapitel präsentiert die empirische Studie, deren methodisches Vorgehen und die Auswertung der Fragebögen hinsichtlich der Eingewöhnungspraxis in Frankfurt.
6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer kindgerechten, elternbegleiteten Eingewöhnung.
Eingewöhnung, Bindungstheorie, Kindertagesbetreuung, Kleinkindalter, Entwicklungspsychologie, Berliner Eingewöhnungsmodell, Reggio-Pädagogik, Kuno Beller, Mütterliche Feinfühligkeit, Trennungsangst, Sicherheitsbasis, Bindungsmuster, Empirische Untersuchung, Frankfurt am Main, Tageseinrichtung
Die Arbeit analysiert, wie Kinder unter drei Jahren bei ihrem Eintritt in eine Kindertagesstätte eingewöhnt werden und welche Bedeutung dabei die Bindungstheorie für die Gestaltung dieses Prozesses hat.
Zentrale Themen sind die frühkindliche Bindungsentwicklung, verschiedene methodische Ansätze zur Eingewöhnung (mit und ohne Eltern) sowie die empirische Erhebung der Eingewöhnungspraxis in Frankfurt am Main.
Ziel ist es, die Qualität der Eingewöhnung aus bindungstheoretischer Sicht zu bewerten und durch eine empirische Untersuchung zu prüfen, inwieweit wissenschaftliche Handlungsempfehlungen tatsächlich in der Praxis Frankfurter Kitas umgesetzt werden.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung der Bindungstheorie und verschiedener Konzepte führt die Autorin eine empirische Studie in Frankfurter Einrichtungen durch, bei der Fragebögen analysiert und Interviews geführt wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren, der Bindungstheorie, den theoretischen Hintergründen der Eingewöhnung sowie dem Vergleich verschiedener Modelle wie dem „Berliner Modell“, dem Ansatz von Reggio Emilia und Kuno Beller.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Eingewöhnung, Bindungstheorie, Sicherheitsbasis, Bindungsmuster und institutionelle Tagesbetreuung.
Das „Berliner Modell“ wird als Standardwerk zur Gestaltung der Eingewöhnungsphase betrachtet und stellt das am weitesten verbreitete wissenschaftliche Konzept mit klaren Handlungsempfehlungen für den deutschen Raum dar.
Die elterliche Beteiligung gilt als entscheidende Voraussetzung für eine gelungene Eingewöhnung, da sie dem Kind als „sichere Basis“ dient und Stress in dieser sensiblen Übergangsphase minimiert.
Die „Fremde Situation“ nach Ainsworth und Wittig dient als wichtiges experimentelles Verfahren zur Erfassung der Bindungsqualität und als theoretischer Bezugspunkt, um die Reaktionen eines Kindes auf Trennungssituationen während der Eingewöhnung besser zu verstehen.
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