Diplomarbeit, 2009
104 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. WAS SIND MEDIEN?
2.1 Das Medium Fernsehen
2.1.1 Das Fernsehen als Massenmedium
2.1.1.1 Exkurs: Theorie der Masse
2.2 Medienrezeption und Medienwirkung
2.2.1 Affiliation
2.2.2 Bedürfnis nach Identitätsbildung und Selbstrepräsentation
2.3 Die Logiken des Fernsehens
2.3.1 Das Fernsehen als quantitatives Medium
2.3.2 Das Fernsehen als zugangsoffenes Medium
2.3.3 Das Fernsehen als selektiv – fragmentarisches Medium
2.4 Die Zukunft des Fernsehens
2.5 Resümee
3. DAS FERNSEHFORMAT „REALITY-/DOKU- SOAP“
3.1 Allgemeines/Fernsehformate im Überblick. Definition
3.1.1 Infotainment
3.1.2 Talk – Shows
3.1.3 Reality-TV
3.2 Die „Super Nanny“
3.2.1 Das Konzept der Super Nanny
3.2.2 Wirkung der Super Nanny
3.3 Resümee
4. WAS IST BERATUNG?
4.1 Beratung in der Sozialen Arbeit
4.1.1 Die Familien- und Erziehungsberatung
4.2 SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe).
4.2.1 Ein kurzer historischer Absriss
4.2.2 Rechtliche Grundlagen der SPFH
4.2.3 Beschreibung des Handlungsfeldes SPFH
4.2.4 Zielgruppe/KlientInnen von SPFH
4.3 Resümee
4.4 Eine vergleichende Darstellung von Beratung: Zwischen Super Nanny und SPFH
4.4.1 Zielgruppe
4.4.2 Methoden und Konzepte
4.4.2.1 VHT
4.4.2.2 Triple-P
4.4.2.3 FAM und FIM
4.4.2.4 Zwischenresümee
4.4.3 Arbeitsphasen
4.5 Resümee
5. DIE LOGIKEN SOZIALER ARBEIT
5.1 Lebenswelt vs. Lebensstil
5.2 Strukturbedingungen
6. GEGENÜBERSTELLUNG DER LOGIKEN
6.1 Das Fernsehen als quantitatives Medium vs. die Soziale Arbeit als qualitatives Medium
6.2 Das Fernsehen als zugangsoffenes Medium vs. Die Soziale Arbeit als zugangsbeschränktes Medium
6.3 Das Fernsehen als selektiv-fragmentarisches Medium vs. die Soziale Arbeit als ganzheitliches und multidimensionales Medium
6.4 Resümee
7. AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
7.1 Beantwortung der Forschungsfragen
7.2 Diskussion der Ergebnisse und Hypothesen
8. AUSBLICK UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht das Fernsehformat „Super Nanny“ unter dem Fokus des RezipientInnenverhaltens und der medienbasierten Wirkungsweise. Das primäre Ziel ist es, Parallelen und Differenzen zwischen dem medialen Beratungsangebot und den Methoden der professionellen Sozialen Arbeit (insbesondere der Sozialpädagogischen Familienhilfe) herauszuarbeiten und zu hinterfragen, inwieweit das Fernsehen als seriöses Beratungsinstrument fungieren kann.
2.3.1 Das Fernsehen als quantitatives Medium
Darunter ist das Angebot, das das Fernsehen den RezipientInnen zur Verfügung stellt, zu verstehen. Das Fernsehen ist in seiner Ausrichtung auf ein Massenpublikum eingestellt, das heißt die Orientierung an der Masse, oder wie Maletzke es nennt an einem dispersen Publikum, ist eher von Quantität, als von Qualität geprägt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Hierbei spielt der simple „Angebot-und-Nachfrage-Ansatz“ eine große Rolle.
„Für die ökonomische Betrachtung des Anbieters ist Nutzen dann gegeben, wenn der Verbraucher das Medium einschaltet und eingeschaltet hält. Was „dahinter“ oder danach sich vollzieht, liegt außerhalb seines Interesses (...)“ (Kerlen 2003, S. 253).
Es geht darum möglichst viele Menschen zu erreichen, denn das Fernsehen braucht die Masse um „(...) seinen Sinn und Zweck, sprich: seine gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen“ (Stolte 2004, S. 11). Dieses Zitat vom Journalisten Dieter Stolte wollte ich noch einmal wiederholen, um zu verdeutlichen welches Ziel das Fernsehen, neben seinen untergeordneten Intentionen, eigentlich verfolgt.
Die Tatsache, dass das Fernsehen in seiner Ausrichtung quantitativ, also auf die Masse abgestimmt ist, löst bei den RezipientInnen etwas aus. Nämlich das Gefühl bzw. die Überzeugung Teil einer unbegrenzten imaginierten ZuschauerInnenschaft zu sein (vgl. Wehner 2000, S. 101). Daraus ergibt sich auch der Umstand, dass sich das Fernsehen und seine ZuschauerInnen gegenseitig – vielmehr - wechselseitig bedingen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die mediale Veränderung durch Reality-TV und die Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich des Konnexes zwischen der Sendung „Super Nanny“ und der Sozialen Arbeit.
2. WAS SIND MEDIEN?: Theoretische Klärung von Medienbegriffen, der Rolle des Fernsehens als Massenmedium sowie medienpsychologische Aspekte der Rezeption und Wirkung.
3. DAS FERNSEHFORMAT „REALITY-/DOKU- SOAP“: Überblick über Reality-Formate und detaillierte Analyse der Sendung „Super Nanny“, inklusive deren Konzept und bisheriger Studien zur Wirkung.
4. WAS IST BERATUNG?: Definition von Beratung in der Sozialen Arbeit, Darstellung der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) und Vergleich der Arbeitsphasen zwischen SPFH und dem Coaching-Format.
5. DIE LOGIKEN SOZIALER ARBEIT: Erläuterung der fachlichen Grundlagen Sozialer Arbeit, wie Lebensweltorientierung und Strukturbedingungen, um diese für einen Vergleich mit den Medienlogiken zu operationalisieren.
6. GEGENÜBERSTELLUNG DER LOGIKEN: Systematische Kontrastierung der quantitativen/fragmentarischen Logik des Fernsehens mit der qualitativen/ganzheitlichen Logik der Sozialen Arbeit.
7. AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE: Überprüfung der aufgestellten Hypothesen anhand der theoretischen Erkenntnisse und Beantwortung der Forschungsfragen.
8. AUSBLICK UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Zusammenfassende Einschätzung des Formats und Ableitung von Empfehlungen für eine professionelle mediale Beratungspraxis.
Soziale Arbeit, Fernsehen, Reality-TV, Super Nanny, Sozialpädagogische Familienhilfe, Medienwirkung, Beratung, Lebensweltorientierung, Hilfeprozess, Coaching, Massenmedium, Rezipienten, Interaktion, Systemtheorie, Identitätsbildung.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der medienwirksamen Darstellung von Erziehungsberatung in Reality-TV-Formaten (wie „Super Nanny“) und der professionellen Realität der Sozialen Arbeit.
Themen sind die mediensoziologische Logik des Fernsehens, die verschiedenen Konzepte der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) sowie der Vergleich dieser beiden grundlegend verschiedenen Systeme.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob das Fernsehen ein geeignetes Instrument für seriöse sozialpädagogische Beratung ist und welche Risiken oder Chancen sich für die RezipientInnen ergeben.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die sekundäranalytisch vorgeht, um theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit mit den Phänomenen der Medienrezeption zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Medienlogiken, eine Beschreibung der Familienberatungskonzepte sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Arbeitsphasen und methodischen Settings.
Kernbegriffe sind Soziale Arbeit, Fernsehen, Reality-TV, Sozialpädagogische Familienhilfe, Medienwirkung, Beratung, Lebensweltorientierung und Coaching.
Die Arbeit der „Super Nanny“ findet in einem stark verkürzten Zeitfenster statt, folgt TV-Entertainment-Logiken und verzichtet oft auf die systemische Integration externer Institutionen, die für die SPFH essenziell sind.
Der Erfolg basiert laut Arbeit auf der Mischung aus Unterhaltungswerten, der voyeuristischen Komponente und dem Umstand, dass das Format den Wunsch vieler Eltern nach einfacher, niederschwelliger Orientierung in Erziehungsfragen bedient.
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