Bachelorarbeit, 2006
80 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Rahmenbedingungen in der Gesellschaft
1.1 Die ökonomischen Bedingungen in Deutschland und ihr Einfluss
1.2 Die historischen Entwicklungen von den 1950ern bis 1980ern
1.3 Der Strukturwandel in Deutschland ab den 1980er Jahren
1.4 Die entgrenzte Jugend
1.5 Entgrenzung – begriffliche Einordnung
2. Junge Erwachsene
2.1 Eine begriffliche Einführung
2.2 Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt
2.3 Studium als Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten
2.3.1 Betrachtung der biografischen Studienverläufe in der Sozialpädagogik
3. Soziale Netzwerke und soziale Unterstützung
3.1 Soziale Netzwerke und soziale Unterstützung – theoretische Aspekte
3.2 Über die Entstehung des Begriffs soziales Netzwerk
3.3 Charakteristika sozialer Netzwerke
3.4 Formen von sozialen Netzwerken
3.5 Forschungsgegenstand Networking am Beispiel des „YOYO“- Projekts
4. Betrachtung sozialer Netzwerke und soziale Unterstützung bei Erziehungswissenschaftsstudenten der Universität Hildesheim
4.1 Die Idee für die Befragung
4.2 Durchführung und Auswertungsmethode der Befragung
4.2.1 Überprüfung mit der Think-Aloud- Methode
4.2.2 Die Durchführung
4.2.3 Die Auswertung
4.3 Erörterung der Ergebnisse
4.3.1 Das soziale Netzwerk der Studenten
4.3.2 Die soziale Unterstützung der Studenten
Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle sozialer Netzwerke und informeller Unterstützungsleistungen für Studenten beim Übergang in das Berufsleben. Ziel der empirischen Studie ist es zu analysieren, inwieweit Studierende der Sozial- und Organisationspädagogik sowie der Pädagogischen Psychologie über soziale Kontakte verfügen, die als Ressource für ihren Berufseinstieg dienen können, und welche Bedeutung dabei sogenannten "Schlüsselpersonen" oder Torwächtern zukommt.
Die entgrenzte Jugend
Der strukturelle Wandel in der Gesellschaft führte im Zuge der Globalisierung, Technologisierung und Automatisierung zu veränderten Zugangsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Die beruflichen Integrationsperspektiven, die aufgrund der Veränderungen hin zu einem „digitalen Kapitalismus“ (Arnold/ Böhnisch/ Schröer 2002, S. 163) in Deutschland an Verlässlichkeit eingebüßt haben, wirken auch auf die Heranwachsenden und bilden eine neue Gestalt von Jugend, mit einer Erweiterung dieses Begriffes (vgl. Schröer 2002).
Der Begriff Jugend ist ein soziales Konstrukt, welches gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die Gesellschaft als eigene Lebensphase im Zeitalter der fortschreitenden Industrialisierung eingeführt wurde (vgl. Arnold 2005, S. 168). Laut Arnold (2005) bedeutete diese Gruppe von Heranwachsenden eine Verbindung zu den bereits erwachsenen Mitbürgern, die durch „öffentliche Bildung und den Generationenvertrag“ (ebd. S. 169) miteinander verknüpft waren. Das Ende dieser Lebensphase wurde, abgekoppelt von der sozialen Wirklichkeit und dem endgültigen Einstieg ins Erwachsenenleben, abgetrennt durch das „Moratorium“ (ebd.) der öffentlichen Bildung aufgeschoben (vgl. ebd.).
1. Rahmenbedingungen in der Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den ökonomischen Strukturwandel in Deutschland und dessen Einfluss auf die Lebensbedingungen und Übergangssituationen junger Menschen.
2. Junge Erwachsene: Hier wird der Begriff "junge Erwachsene" als neue Lebensphase eingeführt und die Herausforderungen für diesen Personenkreis beim Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt thematisiert.
3. Soziale Netzwerke und soziale Unterstützung: Das Kapitel bietet eine theoretische Einführung in das Konstrukt der sozialen Netzwerke und analysiert deren Funktion für die soziale Unterstützung und den Erfolg bei Übergängen.
4. Betrachtung sozialer Netzwerke und soziale Unterstützung bei Erziehungswissenschaftsstudenten der Universität Hildesheim: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse der empirischen Studie, welche die Kontaktnetzwerke und Unterstützungspotenziale der befragten Studenten untersucht.
Soziale Netzwerke, soziale Unterstützung, Berufseinstieg, Übergangsphase, Studenten, Sozialpädagogik, Netzwerkanalyse, gate-keeper, Humankapital, Bildungsgesellschaft, Empowerment, Networking, Arbeitsmarkt, Sozialkapital, Lebensverlauf
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von sozialen Netzwerken und informeller Unterstützung für Studenten beim Übergang in das Berufsleben vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen.
Die zentralen Felder sind der gesellschaftliche Strukturwandel, die Situation junger Erwachsener in der heutigen Wissensgesellschaft sowie die theoretische und empirische Analyse sozialer Kontakte als Ressource.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob Studenten über informelle Beziehungen verfügen, die ihnen als "Torwächter" oder Unterstützer bei der Bewältigung des Berufseinstiegs behilflich sein können.
Die Autorin führte eine quantitative Befragung mittels Fragebögen bei Studenten der Universität Hildesheim durch, die anschließend mit der Software SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Ausführungen zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Netzwerktheorien sowie eine eigene empirische Untersuchung an erziehungswissenschaftlichen Studiengängen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Soziale Netzwerke, soziale Unterstützung, Übergangsmanagement, gate-keeper und Sozialkapital aus.
Das Projekt dient als Basis für das Verständnis von Erfolgskriterien beim Networking, da es aufzeigt, wie junge Erwachsene durch gezielte Vernetzung Übergangsschwierigkeiten überwinden können.
Gate-keeper fungieren als Schlüsselpersonen, die durch ihren Einfluss oder ihre Informationen Türen zu Institutionen und Unternehmen öffnen und somit den Eintritt in den Arbeitsmarkt erleichtern können.
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