Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1 Begriffsbestimmung
1.1 Sozialpsychologie
1.2 Designerdrogen- synthetische Drogen
1.3 Sozialpädagogik
2 Abhängigkeit nach ICD- 10
3 Jugendalter aus der entwicklungspsychologischen Perspektive und dem gesellschaftlichen Wandel
3.1 Historischer Wandel der Pubertät
3.2 Zeitliche Abgrenzung der Jugendphase
3.3 Entwicklungsaufgaben des Jugendalters
3.4 Gesellschaftlicher Wandel und Problemstellungen
4 Jugendkultur Technoszene
5 Trias der Abhängigkeit
5.1 Mensch
5.2 Mittel
5.3 Milieu
6 Neurobiologischer Erklärungsansatz von Abhängigkeit
7 Sozialpädagogische Interventionsformen
7.1 Primärprävention
7.2 Sekundärprävention
7.3 Tertiärprävention
8 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen im Jugendalter (12-25 Jahre) und analysiert Möglichkeiten sozialpädagogischer Interventionen, wobei der Schwerpunkt auf den Risikofaktoren und dem Einfluss der Technoszene liegt.
Jugendkultur Technoszene
Aufgrund diesen gesellschaftlichen Problemen und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Druck flüchten Jugendliche gern in eine Welt, in denen sie Druck abbauen und dem Alltag entfliehen können, ohne Verpflichtungen und den gesellschaftlichen Ansprüchen die an sie gestellt werden. Dabei spielen Jugendkulturen eine große Rolle um zum Einen vom Alltag loslassen zu können und zum Anderen sich selber nach Außen hin abzugrenzen. Neben der Hip- Hop und Rock- Szene stellt eine sehr attraktive Jugendkultur hierbei die Technoszene dar, die sowohl Chancen, als auch potenzielle Risiken für Jugendliche birgt. Der Begriff der Szene ist ein Fachbegriff aus der Soziologie. „Jugendszenen sind soziale Netzwerke, in denen sich Jugendliche mit gleichen kulturellen Interessen und ähnlichen Weltanschauungen zusammenfinden.“ (Großegger, B.; Heinzlmaier, B., 2004, S. 6)
Techno könnte man als Oberbegriff verschiedener Stilrichtungen moderner elektronischer Tanzmusik mit schnellem, intensivem Rhythmus definieren. Wie schon erörtert verlangt die Gesellschaft den Jugendlichen immer höhere Anforderungen ab. Dabei kann man sich gerade in der Technoszene von all diesen Verpflichtungen und gesellschaftlichen Werten loslösen. Die Welt außerhalb der Szene, überspitzt ausgedrückt, ist geprägt von Stress, Intoleranz, Gewalt, Verpflichtungen und vorgegebenen Idealen. In der Technoszene existiert zwar ein stark gegliedertes soziales Wertesystem. Zu diesem Wertesystem gehören im Gegenzug dazu jedoch vor allem Aspekte wie Toleranz, Akzeptanz, Offenheit, Friedfertigkeit und Ehrlichkeit, wobei der am höchsten gehaltene Wert der Szene die Toleranz Anderer gegenüber darstellt. Dabei kann man feststellen, dass diese Werte stark von den Werten außerhalb der Szene abweichen. Somit macht es beispielsweise auch keinen Unterschied, welcher sozialer Schicht man angehört oder ob man homosexuell ist. „Die Partygäste sind nach Alter, Bildungsstand, Abstammung und sozialer Schicht bunt durcheinander gewürfelt, und genau das macht die Szene aus." (Wirth, N., 1996, S. 50)
Begriffsbestimmung: Definition der zentralen Termini Sozialpsychologie, synthetische Drogen und Sozialpädagogik zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
Abhängigkeit nach ICD- 10: Einordnung medizinischer Klassifikationen von Suchtstörungen und Differenzierung zwischen Suchtstoffkonsum, Missbrauch und Abhängigkeit.
Jugendalter aus der entwicklungspsychologischen Perspektive und dem gesellschaftlichen Wandel: Untersuchung der Entwicklungsaufgaben in Adoleszenzphasen unter Berücksichtigung soziologischer Wandlungsprozesse.
Jugendkultur Technoszene: Analyse der Technoszene als Schutz- und Risikoraum sowie deren soziologische Bedeutung für Jugendliche.
Trias der Abhängigkeit: Anwendung des Modells nach Kielholz und Ladewig zur Erklärung der Interaktion zwischen Mensch, Mittel und Milieu bei der Suchtentstehung.
Neurobiologischer Erklärungsansatz von Abhängigkeit: Erläuterung der neurobiologischen Mechanismen im Gehirn, die zur Entwicklung von Suchtverhalten führen.
Sozialpädagogische Interventionsformen: Darstellung präventiver Maßnahmen unterteilt in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention im Kontext der Drogenarbeit.
Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse über Drogenkonsum bei Jugendlichen und Ableitung zukünftiger sozialpädagogischer Handlungsnotwendigkeiten.
Abhängigkeit, Designerdrogen, Sozialpädagogik, Jugendalter, Prävention, Technoszene, ICD-10, Sucht, Adoleszenz, Trias der Abhängigkeit, Risikofaktoren, Synthetische Drogen, Jugendkultur, Drogenarbeit, Sozialpsychologie.
Die Bachelorarbeit untersucht die sozialpsychologischen Hintergründe, die zur Abhängigkeit von synthetischen Drogen bei Jugendlichen führen, und beleuchtet passende sozialpädagogische Interventionsansätze.
Die zentralen Felder sind die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, soziologische Veränderungen, die Wirkweise von Designerdrogen, die Rolle der Technoszene sowie Suchtpräventionsmodelle.
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Jugendliche in Abhängigkeiten geraten, welche Risiken in dieser Lebensphase bestehen und welche Hilfestellungen in Deutschland existieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung von Studien und der Anwendung theoretischer Modelle (wie der Trias der Abhängigkeit) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, medizinische Suchtklassifikationen, entwicklungspsychologische Grundlagen, eine Analyse der Technoszene und die Erläuterung neurobiologischer sowie pädagogischer Präventionsmodelle.
Die Kernbegriffe umfassen Abhängigkeit, Jugendliche, Prävention, Designerdrogen, Sozialpädagogik und das Trias-Modell.
Die Technoszene bietet einerseits einen Raum für soziale Akzeptanz und Identitätsfindung, birgt aber aufgrund ihres Umfelds und der spezifischen Partykultur Risiken für den Konsum synthetischer Drogen.
Es dient als multikausaler Erklärungsrahmen, um die wechselseitige Beeinflussung von Person (Mensch), Substanz (Mittel) und sozialem Umfeld (Milieu) bei der Entstehung von Sucht darzustellen.
Die Unterteilung in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention ermöglicht eine gezielte und zielgruppengerechte sozialpädagogische Intervention, je nachdem, ob ein Drogenkonsum noch verhindert werden soll oder bereits besteht.
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