Examensarbeit, 2003
209 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Mein persönliches Interesse
3. Einleitung
4. Zielsetzung dieser Arbeit
5. Der Computer
5.1 Evolution einer Maschine
5.2 Aufbau und Funktion
5.3 Computerprogramme
5.3.1 Aufbau
5.3.2 Funktionsweise
6. Computereinsatz
6.1 Programmtypen
6.1.1 Werkzeug-Programme (TOOL)
6.1.2 Übungs-Programme
6.1.2.1 Drill & Practice-Programme (D&P)
6.1.2.2 Tutorielle Lernsysteme (TUT)
6.1.2.3 Spielerische Lernprogramme (SPL)
6.1.3 Simulationsprogramme (SIM)
6.1.4 Hypermedia-Lernumgebungen (HYP)
6.1.5 Informatikprogramme (INF)
6.1.5.1 textorientierte Programmierung
6.1.5.2 objektorientierte Programmierung
6.1.6 Übersicht: Programmtypen – Eignungsbereiche
6.2 Einsatzformen
6.2.1 Unterricht
6.2.1.1 Unterrichtsvorbereitung (CUV)
6.2.1.2 computerunterstützter Unterricht (CUU)
6.2.1.3 computerbasierter Unterricht (CBU)
6.2.1.4 computergesteuerter Unterricht (CGU)
6.2.1.5 Computer als Unterrichtsgegenstand (CUG)
6.2.1.6 Übersicht: Einsatzform – Eignungsbereiche
6.2.2 Alltag
6.2.2.1 Computereinsatz im Beruf
6.2.2.2 PCs und technische Geräte in Privathaushalten
6.2.2.3 Trends der Zukunft
7. Der Umgang mit dem Computer
7.1 Zugang zum Computer
7.1.1 Maschinen/Computerverständnis
7.1.1.1 der anthromorphe Typ (Typ I)
7.1.1.2 der prototypizistische Typ (Typ II)
7.1.1.3 der distanziert-elaborierte Typ (Typ III)
7.1.1.4 Vergleich Typ I – III
7.1.2 Mensch – Maschine – Beziehung
7.1.2.1 Die Funktion des Computers
7.1.2.2 Technikhörigkeit
7.1.2.3 Machtpositionen
7.1.2.4 Sucht
7.1.2.5 Ängste
7.1.2.6 Geschlechterspezifische Differenzen
7.2 Ziele im Umgang mit dem Computer
7.2.1 Kompetenzen
7.2.1.1 Technikkompetenz
7.2.1.2 Medienkompetenz
7.2.1.3 Soziale Kompetenzen
7.2.1.4 Kommunikation
7.2.1.5 Kritikfähigkeit
7.2.2 Lernverhalten
7.2.2.1 Lernmethoden
7.2.2.2 Informationsbeschaffung
7.2.2.3 Effizienzsteigerung
7.2.2.4 selbstinitiierter Lernerfolg
8. Gegenstand der Untersuchung
9. Ziele der Befragung
10. Aufbau und Ablauf der Untersuchung
10.1 die Fragebögen
10.1.1 Fragebogen PC-Obmann
10.1.2 Fragebogen MathematiklehrerInnen
10.1.3 Schülerfragebogen
10.2 Technische und inhaltliche Vorbereitungen
10.3 Vor- und Nachteile der Befragungsform
11. Fazit und Konsequenzen
12. Basisdaten
12.1 Probandenverteilung
12.2 Altersverteilung
13. Auswertung der Fragebögen
13.1 Auswertung: Fragebögen PC-Obmann
13.1.1 Ausstattung, Versorgung
13.1.2 Computereinsatz, Nutzung, Angebote
13.2 Auswertung: Fragebögen MathematiklehrerInnen
13.2.1 Häufigkeit und Form des Einsatzes
13.2.2 Aneignung des Computerwissens und Erfahrung
13.2.3 Mathematik
13.2.3.1 Programme
13.2.3.2 Beurteilung
13.2.3.3 Mathematische Einsatzgebiete
13.2.4 Beurteilung des PC-Einsatzes
13.3 Auswertung: Fragebögen SchülerInnen
13.3.1 Computerbesitz
13.3.2 Erfahrung und Nutzung
13.3.3 Einschätzung Computerwissen/-können
13.3.4 Tätigkeiten
13.3.5 Beziehung zum Computer
13.3.6 Einsatz und Programme
13.3.7 Beurteilung Beruf
14. Schlussbemerkungen
15. Computerausbildung
15.1 schulische Vorbildung
15.2 universitäre Ausbildung
15.3 Ausbildung in der Dienststelle
15.4 externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
16. Computerintegration
16.1 Integrationsformen
16.1.1 Laborunterricht
16.1.2 Zentral-/Mobilrechner
16.1.3 Medienecken und Desktopscreening
16.1.4 e-Learning
16.1.5 Onlinelearning/Teleteaching
16.1.6 Übersicht: Vergleich der Integrationsformen
16.2 Netzwerk
16.2.1 Online-Netzwerke
16.2.2 Schulinterne Vernetzung
16.2.3 Nationales Schulnetz
16.3 Anwendungsbeispiele
16.3.1 Grundschule
16.3.2 andere Schulformen
16.3.3 Gruppen-/Partnerarbeit
16.3.4 Projektarbeit
16.3.5 Wochenplanarbeit
16.3.6 fächerübergreifender Unterricht
16.3.7 handlungsorientierter Unterricht
16.3.8 geschlechtshomogener Unterricht
16.3.9 Berufsorientierung
17. Schlussbemerkungen
18. Ausblick
19. Persönliche Stellungnahme des Autors
20. Literatur-, Artikel- und Webverzeichnis
21. Erklärung
Die vorliegende Arbeit analysiert den aktuellen Computereinsatz an Lüneburger Schulen, wobei der Schwerpunkt auf dem Mathematikunterricht liegt, um Probleme zu identifizieren und realistische Neukonzepte zu entwickeln.
6.1.2.1 Drill & Practice (D&P)
Die Drill & Practice-Programme sind die einfachste Form der Übungsprogramme, aus dem „...behavioristischen Übungsbegriff...“ (COTTMANN, S.230) entstanden und bauen auf das Reiz-Reaktionsschema von Pawlow und Watson, bzw. auf die operante Konditionierung von Skinner10 auf.
Hiernach findet Lernen durch das ständige Wiederholen einer Aufgabe statt, bis eine Verhaltensänderung eintritt, wobei weder der Lernweg noch das Verständnis der Aufgabe und der richtigen Lösung von Bedeutung ist. „Im Extremfall kann der Schüler die Antwort erraten; ob er jedoch in dem Falle etwas gelernt hat und tatsächlich den Soll-Wert erreicht hat, ist mehr als fraglich.“(COTTMANN, S.230).
Drill & Practice-Programme sollen durch positive Bestärkung bei richtigen Antworten und negative Rückmeldungen bei falschen Antworten zum Lernerfolg führen, was von COTTMANN bezweifelt wird. „Diese Kommunikation ist stets einseitig, denn der Nutzer hat keinen Einfluss auf den Kommunikationsverlauf....Die ursprüngliche Intention von Kommunikation, nämlich der Austausch von Informationen, ist hier nicht mehr erkennbar.“(COTTMANN, S.230).
Der Computer: Dieses Kapitel erläutert die technologische Evolution, den Aufbau und die grundlegende Funktionsweise moderner Computer, um die Maschine für Laien verständlich zu machen.
Computereinsatz: Hier werden verschiedene Programmtypen (z.B. Werkzeug-, Übungs- und Simulationsprogramme) und deren didaktische Eignung für den schulischen Kontext kategorisiert und analysiert.
Der Umgang mit dem Computer: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Aspekte wie Maschinenverständnis, Technikhörigkeit und geschlechterspezifische Differenzen bei der Computernutzung.
Auswertung und Analyse der Untersuchung: Darstellung der Umfrageergebnisse aus Lüneburger Schulen bezüglich Ausstattung, Lehrereinstellungen und Schülerverhalten.
Computerausbildung: Analyse der Defizite in der aktuellen Lehrerausbildung und Vorschläge für eine systematische Integration in Studium und Dienststelle.
Computerintegration: Vorstellung verschiedener methodischer Integrationsmodelle in den Unterricht, von Laborunterricht bis hin zu fächerübergreifenden Projektformen.
Computereinsatz, Mathematikunterricht, Medienkompetenz, Drill & Practice, Lernprogramme, Lehrerbildung, Schulpraxis, Digitalisierung, Informatik, Unterrichtsmethode, Medienerziehung, Technikverständnis
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Computern an Lüneburger Schulen, insbesondere im Mathematikunterricht, und untersucht das Spannungsfeld zwischen technischer Ausstattung und didaktischer Umsetzung.
Die Themen umfassen Hardware-Ausstattung, die Kategorisierung von Software (Programmtypen), die Rolle der Lehrerausbildung sowie die Auswirkungen des Computereinsatzes auf das Lernverhalten von Schülern.
Ziel ist es, einen evaluatorischen Beitrag zu leisten, der über reine Kritik hinausgeht und konkrete konzeptionelle Vorschläge für einen sinnvollen, ausgewogenen Computereinsatz im Unterricht liefert.
Es wurde eine quantitative Untersuchung (Umfrage) an Lüneburger Schulen durchgeführt, deren Ergebnisse mit theoretischen Ansätzen und offiziellen PISA- sowie Fachstudien verknüpft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile: Computer als Lerngegenstand, die Auswertung der lokalen Umfrage sowie Konzepte für die Ausbildung und Integration im Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Medienkompetenz, schulpraktische Integration, Lehrerausbildung, Computereinsatz, Software-Evaluation und schülerzentriertes Lernen.
Im Gegensatz zu reinen Technik-Dokumentationen liegt der Fokus nicht auf der technischen Machbarkeit, sondern auf einer kritischen, pädagogisch fundierten Analyse, die den Lehrer und Schüler in den Mittelpunkt stellt.
Der Autor argumentiert, dass Technik auch Machtstrukturen schafft. Wer den Computer beherrscht, kontrolliert Prozesse; daher ist Medienkompetenz essenziell, um nicht von Maschinen "regiert" zu werden.
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